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Erste Geburt nach Gebärmutter-Transplantation in Frankreich
In Frankreich hat erstmals eine Frau nach einer Gebärmutter-Transplantation ein Kind geboren. Die 36-jährige Deborah und ihre Tochter seien wohlauf, teilte der Chef der Station für Gynäkologie und Geburtshilfe im Foch-Krankenhaus in dem Pariser Vorort Suresnes, Jean-Marc Ayoubi, am Mittwoch mit. Das 1,8 Kilogramm schwere Mädchen kam am 12. Februar zur Welt.
Gut zehn Jahre nach Grubenunglück in Neuseeland Bergungseinsatz eingestellt
Mehr als ein Jahrzehnt nach einem schweren Minenunglück in Neuseeland ist die Suche nach den sterblichen Überresten der 29 Todesopfer eingestellt worden. Die mit dem Bergungseinsatz beauftragte Pike River Recovery Agency erklärte am Mittwoch, die Einsatzkräfte seien 2,3 Kilometer weit in den Stollen der Pike-River-Kohlegrube vorgedrungen, in der sich im November 2010 eine schwere Methangas-Explosion ereignet hatte. An dieser Stelle sei der Stollen aber eingestürzt und unpassierbar.
USA sehen dringenden Handelsbedarf wegen neuer Ebola-Ausbrüche
Angesichts des erneuten Auftretens von Ebola-Fällen in Afrika hat die US-Regierung die Weltgemeinschaft zum Handeln aufgefordert. Trotz der Corona-Krise könne "die Welt es sich nicht leisten, sich abzuwenden", erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Dienstag in Washington. "Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um schnell und effektiv darauf zu reagieren."
Fassadenarbeiter sitzt in 23 Metern Höhe stundenlang auf defekter Hebebühne fest
In 23 Metern Höhe hat ein Fassadenarbeiter in Düsseldorf fünf Stunden lang auf einer Hebebühne festgesessen. Wie die Feuerwehr am Mittwoch mitteilte, musste der 55-Jährige musste wegen eines technischen Defekts vom Dienstagnachmittag bis zum frühen Abend auf der Arbeitsbühne an einem Bürogebäude ausharren. Auch einem herbeigerufenen Firmentechniker gelang es demnach nicht, die Bühne wieder herunterzufahren.
Ghislaine Maxwell laut Anwältin im Gefängnis "körperlich missbraucht"
Die Ex-Freundin des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, ist nach Angaben ihrer Anwältin im Gefängnis "körperlich missbraucht" worden. In einem Brief an die New Yorker Richterin Alison Nathan beklagte die Anwältin Bobbi Sternheim am Dienstag die Haftbedingungen für Maxwell. Demnach ereignete sich der Übergriff durch einen Justizvollzugsbeamten auf die 59-Jährige während einer Routine-Durchsuchung in ihrer Zelle.
Japan startet Impfprogramm gegen Coronavirus
Fünf Monate vor der Eröffnung der Olympischen Spiele hat in Japan am Mittwoch die erste Phase des Impfprogramms gegen das Coronavirus begonnen. Vor laufenden Kameras erhielt Kazuhiro Araki, Direktor eines Krankenhauses in Tokio, die erste Spritze. Zunächst sollen auf freiwilliger Basis 40.000 Mitarbeiter des Gesundheitssektors die Impfung erhalten, die im Kampf gegen das Coronavirus an vorderster Front arbeiten.
Mehr als 20 Tote durch heftigen Wintereinbruch in den USA und Mexiko
Schon mehrere Tote und Millionen Menschen ohne Strom - ein heftiger Wintereinbruch macht den USA und auch Mexiko weiter zu schaffen. Unter anderem durch Unfälle bei Schnee und Eis und durch Unterkühlung kamen in den USA und im Nachbarland Mexiko nach Behördenangaben und Medienberichten bis Dienstag (Ortszeit) mehr als 20 Menschen ums Leben. Mehr als 3,5 Millionen Menschen in den USA waren von der Stromversorgung abgeschnitten.
Mehr als 20 Tote durch Wintereinbruch in USA und Mexiko
Durch den Wintereinbruch in den USA und im Nachbarland Mexiko sind bis Dienstag Medienberichten zufolge bereits mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Im südlichen Bundesstaat Texas, der am stärksten von dem Kälteeinbruch betroffen ist, erstickten laut NBC News eine Frau und ein Mädchen, die versucht hatten, sich mit Hilfe eines Autos aufzuwärmen. In der Stadt Houston erfroren zwei Obdachlose, wie das Büro des Sheriffs in Harris County mitteilte.
Biden kündigt Corona-Impfung für alle US-Bürger bis Ende Juli an
In den USA sollen sich nach den Worten von Präsident Joe Biden bis Ende Juli alle Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen können. "Bis Ende Juli werden wir 600 Millionen Impfdosen haben, genug, um jeden US-Bürger zu impfen", sagte Biden am Dienstag in einer vom Fernsehsender CNN live übertragenen Veranstaltung in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin.
Zahl neuer Corona-Fälle vergangene Woche weltweit um 16 Prozent zurückgegangen
Die Zahl der weltweit gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist in der vergangenen Woche um 16 Prozent auf 2,7 Millionen zurückgegangen. Auch die Zahl der gemeldeten Todesfälle ging binnen einer Woche zurück, und zwar um zehn Prozent auf 81.000, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstagabend in Genf auf Grundlage der Zahlen vom Sonntag mitteilte.
Sibirisches Labor Vektor beginnt Suche nach Viren aus der Altsteinzeit
Ein russisches Staatslabor will mit Hilfe von Geweberesten von Tieren aus der Altsteinzeit, die der auftauende Permafrost freigegeben hat, nach ebenso alten Viren suchen. Ein Ziel sei es, mit Hilfe möglicher Paläoviren die Entwicklung von Viren zu erforschen, teilte das in Sibirien ansässige Labor Vektor am Dienstag mit. An dem Projekt beteiligt ist demnach auch die Universität von Jakutsk.
Prozess gegen mutmaßlichen Serienvergewaltiger beginnt in Berlin
Vor dem Berliner Landgericht beginnt am Mittwoch (14.00 Uhr) der Prozess gegen einen mutmaßlichen Serienvergewaltiger. Dem 30-Jährigen Sinisa K. werden sechsfache Vergewaltigung, Körperverletzung und versuchte räuberische Erpressung vorgeworfen. Im Juni und Juli 2020 soll der Angeklagte insgesamt sieben junge Frauen im Alter zwischen 14 und 27 Jahren überfallen und sechs von ihnen vergewaltigt haben. Im siebten Fall verhinderten die Hilferufe der Betroffenen und die Anwesenheit eines Campers die Tat.
Südafrika bietet seine Astrazeneca-Impfdosen der Afrikanischen Union an
Südafrika hat seine bereits gelieferten Corona-Impfdosen des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca der Afrikanischen Union angeboten, da es Zweifel an der Wirksamkeit des Vakzins bei der südafrikanischen Corona-Mutante gibt. "Die Dosen, die wir gekauft haben, sind der Afrikanischen Union vorgeschlagen worden", sagte Gesundheitsminister Zwelin Mkhize am Dienstag im Parlament in Kapstadt. Diese Impfdosen könnten an Länder verteilt werden, die dafür bereits Interesse angemeldet hätten.
Tochter des Emirs von Dubai "Geisel" ihres Vaters dem Diktator
Nach ihrer gescheiterten Flucht aus ihrer Heimat vor rund drei Jahren hat die Tochter des Emirs von Dubai ihrem Vater in heimlichen Videobotschaften vorgeworfen, sie als "Geisel" in einer zu einem Gefängnis umfunktionierten Villa festzuhalten. In einem der Videos sagt Scheicha Latifa auch, dass sie um ihr Leben fürchte, wie die BBC am Dienstag berichtete.
Staatsanwaltschaft fordert fast vier Jahre Haft für Waldläufer von Oppenau
Im Prozess gegen den bewaffneten Waldläufer von Oppenau hat die Staatsanwaltschaft für den Angeklagten eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten gefordert. Die Verteidigung von Yves R. plädierte für eine Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren, wie eine Sprecherin des Landgerichts Offenburg am Dienstag sagte. Nach dem Mann war im vergangenen Sommer tagelang im Schwarzwald bei Oppenau gefahndet worden.
21-Jähriger nach Unfall mit drei Toten in Berlin in Untersuchungshaft
Gegen den mutmaßlichen Verursacher eines Verkehrsunfalls mit drei Toten in Berlin ist ein Haftbefehl vollstreckt worden. Der 21-Jährige habe sein Auto im Stadtverkehr auf mehr als 150 Stundenkilometer beschleunigt und den Unfall verursacht, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Bei dem Unfall Anfang Februar waren drei Männer im Alter von 19 und 20 Jahren ums Leben gekommen.
Tausende Menschen protestieren für Freilassung von katalanischem Rapper Hasél
Nach der Verhaftung des katalanischen Rappers Pablo Hasél sind am Dienstag in Barcelona und weiteren spanischen Städten mehrere tausend Menschen auf die Straße gegangen. Es kam zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP in Barcelona berichtete. Hasél war wegen Majestätsbeleidigung und Verbalattacken gegen die spanische Polizei zu neun Monaten Gefängnis verurteilt worden und am Morgen verhaftet worden, nachdem er sich bis zum vergangenen Freitag hätte freiwillig stellen sollen.
Wegen Staats-Beleidigung verurteilter Rapper Hasél in Katalonien verhaftet
Unter großer Aufmerksamkeit der Medien ist der katalanische Rapper Pablo Hasél am Dienstag verhaftet worden. "Sie werden uns niemals beugen, trotz aller Repression!", schrie der 32-Jährige bei seiner Festnahme in der Stadt Lleida, die Faust in die Luft gestreckt. Er war wegen Majestätsbeleidigung und Verbalattacken gegen die spanische Polizei zu neun Monaten Gefängnis verurteilt worden und sollte sich bis zum Freitag freiwillig stellen.
Johnson & Johnson beantragt Corona-Impfstoff-Zulassung in der EU
Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hat die Zulassung seines Corona-Impfstoffs in der Europäischen Union (EU) beantragt. Wie die in Amsterdam ansässige Europäische Arzneimittelagentur (EMA) am Dienstag mitteilte, ging bei ihr ein Antrag auf "bedingte Zulassung" von der europäischen Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson ein. Eine Entscheidung darüber könnte bis Mitte März getroffen werden.
Polizei nimmt nach Steinwürfen auf Zug in Brandenburg zwei Kinder in Gewahrsam
Nach Steinwürfen auf einen Eurocity-Zug in Brandenburg hat die Bundespolizei zwei tatverdächtige Kinder im Alter von 11 und 13 Jahren in Gewahrsam genommen. Der Zug wurde am Montag auf dem Weg nach Berlin mit Steinen beworfen, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte. Kurz darauf kam es demnach zu einer Brandentwicklung im Fensterbereich der Lok. Der 53-jährige Lokführer kam zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus.
Mehr als 200 Infizierte nach Corona-Ausbruch in Osnabrücker Speiseeisfabrik
Nach einem Corona-Ausbruch in einer Speiseeisfabrik im niedersächsischen Osnabrück ist die Zahl der infizierten Mitarbeiter auf 210 gestiegen. Darunter waren auch zwei Fälle mit der neueren britischen Virusmutation, wie ein Sprecher der Stadt am Dienstag sagte. Alle 670 Beschäftigten befinden sich demnach in häuslicher Quarantäne. Die Firmenleitung schloss die Fabrik.
ESA sucht erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt wieder neue Astronauten
Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt sucht die Europäische Weltraumagentur ESA wieder neue Astronauten. Das Bewerbungsverfahren beginnt offiziell am 31. März, am 28. Mai endet die Bewerbungsfrist, wie die ESA am Dienstag bei einer Online-Pressekonferenz in Paris mitteilte. Die Bewerber müssen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen. Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst ermutigte Interessenten aber, sich dadurch nicht einschüchtern zu lassen.
Zwei Berliner Polizisten vom Vorwurf der Nötigung im Amt freigesprochen
Nach einem Einsatz in einer Privatangelegenheit hat das Amtsgericht Berlin-Tiergarten zwei Polizisten vom Vorwurf der Nötigung im Amt freigesprochen. "Sie haben sich komplett danebenbenommen, aber das erfüllt aus meiner Sicht keinen Straftatbestand", sagte Richterin Christine Mathiak am Dienstag in ihrer Urteilsbegründung. Dem 50-jährigen Polizeihauptkommissar Andre M. und einer 30-jährigen Kollegin war vorgeworfen worden, eine Frau, die M.s Privatauto eingeparkt hatte, genötigt zu haben.
Welthungerhilfe wegen neuer Heuschreckenplage am Horn von Afrika besorgt
Wegen einer erneuten Heuschreckenplage am Horn von Afrika droht der Region nach Einschätzung der Welthungerhilfe "eine Abwärtsspirale durch Hunger und Armut". Da eine neue Generation der Schädlinge brüte und schlüpfe, sei in Ländern wie Äthiopien, Somalia und Kenia die nächste Ernte bedroht, erklärte die Hilfsorganisation am Dienstag.
Kasachstan stellt russischen Impfstoff Sputnik V nun selbst her
Die ehemalige Sowjetrepublik Kasachstan hat als erstes Land von Russland die Genehmigung erhalten, den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V lokal herzustellen. Wie das Unternehmen Karaganda Pharmaceutical Complex (KPC) am Dienstag im Messerngerdienst Telegram mitteilte, erhielt es von der kasachischen Regierung ein Zertifikat, dass es das Vakzin herstellen dürfe.
Ältere vermissen Solidarität zwischen den Generationen
59 Prozent der Deutschen im Alter ab 50 Jahren glauben, dass es heute weniger Solidarität zwischen den Generationen gibt als früher. Ein Viertel denke dagegen, dass sich nichts verändert habe, erklärte das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) am Dienstag unter Verweis auf eine Befragung unter 3030 Menschen mit. "Der hohe Anteil älterer Personen, die heute Solidarität zwischen den Generationen vermissen, ist überraschend", erklärte DIA-Sprecher Klaus Morgenstern.
Französisches Baguette könnte Unesco-Kulturerbe werden
Das Baguette gehört zu Frankreich wie Rotwein, Camembert und Baskenmütze. Nun erwägt die französische Regierung, das Stangenweißbrot bei der UN-Kulturorganisation Unesco als immaterielles Kulturerbe anzumelden, wie es am Dienstag aus dem Kulturministerium in Paris hieß. Allerdings sind noch andere Kandidaten im Rennen.
Gericht ordnet Aufhebung der nächtlichen Ausgangssperre in den Niederlanden an
Die wegen der Corona-Pandemie verhängte nächtliche Ausgangssperre in den Niederlanden ist einem Gerichtsurteil zufolge unrechtmäßig. Ein Gericht in Den Haag ordnete am Dienstag die sofortige Aufhebung der Maßnahme an. Die Ausgangssperre sei eine "weitreichende Verletzung" der Bewegungsfreiheit und der Privatsphäre, erklärte der Richter. Dieser ohne Einbeziehung des Parlaments verhängte Eingriff in die Grundrechte sei nicht gerechtfertigt gewesen.
Drei Tote durch ungewöhnlichen Wintereinbruch in Griechenland
Infolge eines überraschenden Wintereinbruchs sind in Griechenland drei Menschen ums Leben gekommen. Auf der Insel Evia nahe Athen starben zwei Senioren, nachdem ihre Beatmungsgeräte während eines Stromausfalls ausfielen, wie der staatliche Sender TV ERT am Dienstag berichtete. Auf der Insel Kreta wurde zudem ein Viehzüchter tot im Schnee vor seinem Getreidespeicher gefunden.
Ungewöhnlicher Schnee in Athen und Umgebung sorgt für Verkehrschaos
Die Akropolis in Athen ist über Nacht mit einer Schneedecke überzogen worden. Der im fünften Jahrhundert vor Christus errichtete Parthenon in der antiken Festungsanlage war am Dienstag vor lauter Schnee kaum zu sehen, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Der für Athen ungewöhnliche Schnee bot zwar einen schönen Anblick, sorgte aber für Beeinträchtigungen des Verkehrs und der Corona-Impfungen in der Region.
Kampagne zu Aufklärung über Sepsis gestartet
Die Menschen in Deutschland sollen besser über Sepsis aufgeklärt werden. "Sepsis ist ein lebensbedrohlicher Notfall wie Schlaganfall oder Herzinfarkt, der jeden treffen kann und oft zu spät erkannt wird", erklärte ein Bündnis von Krankenkassen, Patientenorganisationen und Sepsisexperten am Dienstag in Berlin zum Start einer bundesweiten Informationskampagne. Jährlich sterben demnach etwa 75.000 Menschen in Deutschland an einer Sepsis, Überlebende erleiden oft schwere Folgeschäden. Bis zu 20.000 Todesfälle im Jahr sowie viele Spätfolgen wie Amputationen, chronische Erschöpfung und Depressionen könnten Experten zufolge vermieden werden. Die Sepsis entstehe "meist nicht im Krankenhaus, sondern in ganz alltäglichen Lebenssituationen", erklärte Ruth Hecker, Vorsitzende des Aktionsbündnisses Patientensicherheit. Deshalb sollte jeder in der Lage sein, die kritischen Zeichen zu erkennen. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Sepsis-Stiftung, Konrad Reinhart, warnte davor, schwer verlaufende Infektionen auf die leichte Schulter zu nehmen. "Nahezu jede Infektionskrankheit und fast jeder Krankheitserreger kann zur Sepsis führen, das gilt auch für Grippe oder Covid-19." Durch Vorbeugen von Infektionen, durch Impfungen, bessere Hygiene zu Hause und in Kliniken sowie Früherkennung könnten viele Menschenleben gerettet werden. Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbands der Ersatzkassen, verwies darauf, dass mehr als 30 Prozent der Überlebenden Pflegefälle werden. Das seien "bedrückend hohe Zahlen". Würden Sepsisfälle früher erkannt, ließe sich nicht nur viel persönliches Leid vermeiden, es würden auch unnötige Kosten vermieden. Die Akteure der Kampagne "Deutschland erkennt Sepsis" fordern neben mehr Aufklärung eine vollständige Erfassung aller Sepsisfälle sowie Schulungen des Gesundheitspersonals, um Sepsissymptome besser zu erkennen und schnell handeln zu können. Sinnvoll sei auch ein regelmäßiges Screening von Risikopatienten etwa in der Notaufnahme, erklärte Matthias Gründling, Leiter des Sepsisdialogs der Universitätsmedizin Greifswald. Bei einer Sepsis, landläufig auch Blutvergiftung genannt, kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems auf eine Infektion. Ursache sind meist Bakterien, aber auch Pilze und Viren können eine Sepsis auslösen. Das Immunsystem bekämpft nicht nur die Erreger, sondern schädigt auch den Körper selbst. Innerhalb von Stunden können Kreislaufschock, Multiorganversagen und auch der Tod eintreten. Die Symptome einer Sepsis ähneln häufig einem grippalen Infekt, daher wird sie oft nicht sofort erkannt. Anzeichen sind beispielsweise Abgeschlagenheit, ein starkes Krankheitsgefühl, Kurzatmigkeit oder Luftnot, Verwirrtheit, Schüttelfrost oder hohes Fieber. (A.Nikiforov--DTZ)
Wieder 3856 Corona-Neuinfektionen in Deutschland
In Deutschland sind binnen eines Tages 3856 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter weiter mitteilte, stieg die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland seit Beginn der Pandemie damit auf 2.342.843. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz betrug 59. Nach Angaben des RKI wurden innerhalb von 24 Stunden zudem 528 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 65.604. Die Sieben-Tage-Inzidenz blieb im Vergleich zum Vortag etwa unverändert. Der Wert von 59 lag allerdings erneut etwas höher als am Wochenende. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums. Ziel der Bundesregierung ist es, den Wert auf unter 35 zu drücken. (W.Uljanov--DTZ)