Palästinenser bei versuchtem Angriff auf Israelis getötet
Im Westjordanland haben israelische Soldaten einen Palästinenser getötet, der offenbar an einer Bushaltestelle Zivilisten und Armeeangehörige angreifen wollte. Der Mann stieg nach israelischen Armeeangaben am Freitag in Gitai Avisar aus einem Auto und rannte mit einem Messer auf die Haltestelle zu. Die dort neben Zivilisten wartenden Soldaten hätten das Feuer eröffnet und den Palästinenser getötet. Es sei niemand verletzt worden.
Der Tod des Mannes wurde vom palästinensischen Gesundheitsministerium bestätigt. Es habe sich um einen jungen Mann aus dem Westjordanland gehandelt.
Israel hatte das Westjordanland 1967 von Jordanien erobert. Seitdem haben sich dort fast 500.000 Israelis angesiedelt. Diese Siedlungen werden von einem Großteil der internationalen Gemeinschaft als illegal angesehen. Seit Ende November eskaliert die Gewalt in dem Gebiet zwischen Siedlern, Besatzungstruppen und Palästinensern wieder. Laut israelischer Armee wurden in diesem Jahr im Westjordanland 100 Angriffe auf Israelis verübt, im Vorjahr waren es 60.
(A.Nikiforov--DTZ)