Bahrain Telegraph - Sicherheitskräfte setzen Tränengas gegen Demonstranten im Sudan ein

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Sicherheitskräfte setzen Tränengas gegen Demonstranten im Sudan ein
Sicherheitskräfte setzen Tränengas gegen Demonstranten im Sudan ein / Foto: ©

Sicherheitskräfte setzen Tränengas gegen Demonstranten im Sudan ein

Bei Protesten gegen die Machtübernahme durch das Militär im Sudan sind Sicherheitskräfte mit Tränengas gegen Demonstranten vorgegangen. In der Hauptstadt Khartum versammelten sich am Montag tausende Menschen und zogen durch die Straßen in Richtung des Präsidentenpalastes, wie ein AFP-Reporter berichtete. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Demonstration zu beenden.

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Auch in den Städten Wad Madani, Bur Sudan und im östlichen Bundesstaat al-Kadarif kam es laut Augenzeugen zu Protesten. In Wad Madani riefen die Demonstranten laut einem Zeugen: "Nein zur Militärherrschaft" und "die Zivilregierung ist die Wahl des Volkes".

Nach Angaben von Ärzten wurden seit Beginn der Proteste 73 Demonstranten getötet. Hunderte weitere wurden demnach verletzt. Die sudanesischen Behörden haben wiederholt bestritten, dass scharfe Munition eingesetzt wird.

Sudans oberster General Abdel Fattah al-Burhan hatte im Oktober den Ausnahmezustand verhängt und die Regierung abgesetzt, die nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Omar al-Baschir im April 2019 den Übergang zu demokratischen Wahlen hatte leiten sollen. Seitdem kommt es regelmäßig zu Massenprotesten, gegen die das Militär oft gewaltsam vorgeht.

General al-Burhan hatte erklärt, die Machtübernahme durch das Militär sei kein "Putsch", sondern ziele darauf ab, die Ausrichtung der Übergangsherrschaft zu "korrigieren".

(A.Nikiforov--DTZ)