Krankheitskosten im Jahr 2024 auf rund 528 Milliarden Euro gestiegen
Krankheiten und Gesundheitsprobleme haben in Deutschland im Jahr 2024 Kosten von rund 528,5 Milliarden Euro verursacht. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, stiegen die Kosten im Vergleich zu 2023 um 7,6 Prozent oder 37,5 Milliarden Euro. Die durchschnittlichen Krankheitskosten pro Kopf erhöhten sich im selben Zeitraum um 430 Euro auf 6330 Euro.
Zu den direkten Krankheitskosten zählen laut Statistikamt die Ausgaben für medizinische Behandlung, Prävention, Rehabilitation und Pflege. Kosten etwa durch Arbeitsausfälle sind darin nicht enthalten.
Nach Krankheitsbildern und Geschlecht unterschieden, verursachten demnach psychische und Verhaltensstörungen einschließlich Demenzerkrankungen bei Frauen die höchsten Krankheitskosten pro Kopf - mit durchschnittlich 990 Euro. Bei Männern waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 860 Euro pro Kopf am kostenintensivsten.
Insgesamt verursachten im Jahr 2024 Krankheiten des Kreislaufsystems die höchsten Kosten - auf sie entfielen 69,4 Milliarden Euro. Dahinter lagen psychische und Verhaltensstörungen mit 68,7 Milliarden Euro. Auf diese beiden Krankheitsbereiche entfielen den Angaben zufolge 26,1 Prozent der gesamten Krankheitskosten.
Dahinter lagen mit 54,3 Milliarden Euro Kosten für Muskel-Skelett-Erkrankungen. Rund 53,7 Milliarden Euro standen im Zusammenhang mit Krankheiten des Verdauungssystems. Die Kosten durch sogenannte Neubildungen - etwa bei Krebserkrankungen - beliefen sich demnach auf 52,1 Milliarden Euro.
Mehr als die Hälfte der Gesamtkosten entfiel auf Menschen ab 65 Jahren: 284,3 Milliarden Euro oder 53,8 Prozent. Dies waren Pro-Kopf-Kosten von 15.080 Euro in dieser Altersgruppe. Besonders hoch waren die Kosten bei den über 85-Jährigen mit durchschnittlich 30.150 Euro pro Kopf. Die geringsten Pro-Kopf-Kosten entstanden in der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen mit 2390 Euro.
Bei Frauen lagen die Pro-Kopf-Kosten mit 6960 Euro höher als bei Männern mit 5680 Euro - ein Unterschied von rund 22,5 Prozent. Gründe seien unter anderem geschlechtsspezifische Erkrankungen, Kosten für Schwangerschaft und Geburt sowie vor allem eine höhere Lebenserwartung bei Frauen, hieß es.
D.al-Mohammed--BT