Stuttgart setzt Ausrufezeichen in Leverkusen
Dem VfB Stuttgart ist ausgerechnet beim Topteam Bayer Leverkusen ein Ausrufezeichen in der Fußball-Bundesliga gelungen. Die schwach in die Saison gestarteten Schwaben entschieden ein turbulentes Duell mit 4:2 (2:1) für sich und setzten sich damit etwas von der Gefahrenzone ab.
Ermedin Demirovic (14./65.), Jamie Leweling (22.) und Bilal El Khannouss (51.) sorgten für den dritten Saisonsieg des gnadenlos effizienten Teams von Trainer Sebastian Hoeneß, das Selbstvertrauen für das knifflige Auswärtsspiel am Dienstag in der Champions League bei Galatasaray Istanbul tankte. Für Bayer trafen Patrik Schick (29.) und Ibrahim Maza (79.), dennoch kassierte die Werkself im Kampf um die Spitzenplätze den zweiten Rückschlag in Folge.
Nach der Nicht-Leistung gegen das Schlusslicht Mönchengladbach (2:3) war der VfB zwar im DFB-Pokal in Paderborn (1:0) erfolgreich gewesen, die erhoffte Reaktion aber schuldig geblieben. "Über Ergebnisse können wir Selbstvertrauen sammeln und dann spielen wir auch wieder besseren Fußball", sagte Kapitän Deniz Undav: "Aber jetzt gerade zählen nur die Ergebnisse."
Auch gegen die Leverkusener, mit denen sich Stuttgart in den vergangenen Jahren viele packende Duelle geliefert hatte. In einer hitzigen Anfangsphase arbeiteten sich die Schwaben von Minute zu Minute besser ins Spiel. Und sie schlugen eiskalt zu: Demirovic nutzte die erste Chance im Nachsetzen, nachdem El Khannouss an Bayer-Torhüter Mark Flekken gescheitert war.
Als sich die Rheinländer in Diskussionen mit Schiedsrichter Benjamin Brand verstrickten, legte der VfB nach: Leweling traf aus dem Gewühl nach einer Ecke. Doch in der Folge rollte eine Leverkusener Angriffswelle nach der anderen auf die Stuttgarter Defensive zu. Schick erzielte per Kopf den Anschluss - und eröffnete damit eine Bayer-Druckphase bis zur Pause.
Der einmal mehr starke Maza setzte den Ball wuchtig an die Latte (33.). Stuttgart entwickelte nur noch einmal Gefahr: Auch Leweling traf den Querbalken (44.). Dazu sorgte ein unnötiges Undav-Foul für Aufsehen, das eine Rudelbildung auslöste. Brand zückte viermal Gelb.
Die Bayer-Profis, deren Siegesserie zuletzt bei der TSG Hoffenheim (0:3) gerissen war, setzten ihre Drangphase zunächst fort. Doch inmitten der Bemühungen erhöhte El Khannouss mit einem Flachschuss. Der VfB konnte sich auf Torhüter Dennis Seimen verlassen - und auf Torjäger Demirovic, der einen perfekten Konter über Undav problemlos vollendete. In einer weiter hitzigen Partie kamen die Rheinländer noch einmal heran.
W.al-Qassim--BT