Hitzesommer: Schwache Kartoffelernte in diesem Jahr erwartet
Nach dem Rekordjahr 2025 wird die Kartoffelernte in Deutschland in diesem Jahr schwächer ausfallen. Ursache seien der verspätete Start der Pflanzung und die Hitze- und Dürreperioden im Sommer, teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin am Montag mit. 2026 wird eine Ernte von 10,4 Millionen Tonnen erwartet; im vergangenen Jahr wurden 13,9 Millionen Tonnen eingefahren - es war die größte Ernte seit 1990.
Der Ertrag pro Hektar in diesem Jahr war wegen des Hitzesommers deutlich niedriger: Er lag bei 38 Tonnen pro Hektar und lag damit auch deutlich unter dem mehrjährigen Durchschnitt. Dazu kommt, dass auch die Anbaufläche schrumpfte, und zwar um elf Prozent im Vorjahresvergleich. Die meisten Kartoffeln werden in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern angebaut.
Das Landwirtschaftsministerium rechnet mit "mittelfristig stabilen" Kartoffelpreisen für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Es führt den seit Jahren hohen Selbstversorgungsgrad und ein sich abzeichnendes ausgeglichenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage an.
M.al-Mannai--BT