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100.000 Corona-Neuinfektionen in Brasilien am Tag
Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Brasilien hat einen neuen Höchststand von mehr als 100.000 Fällen erreicht. Binnen 24 Stunden seien 100.158 Ansteckungen nachgewiesen worden, teilte das brasilianische Gesundheitsministerium am Donnerstag (Ortszeit) mit. Damit stieg die Gesamtzahl der Corona-Infektionen in dem südamerikanischen Land auf 12,3 Millionen. Mit 2777 weiteren Opfern innerhalb eines Tages hat Brasilien mittlerweile 303.462 Corona-Tote zu beklagen. Nur in den USA wurden noch mehr Infektionen und Todesfälle registriert. In Brasilien hat sich die Lage seit Februar verschärft. Zum einen halten viele Menschen die Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie nicht ein, zum anderen ist die mittlerweile in Brasilien grassierende Virusvariante P1 offenbar deutlich ansteckender als der ursprüngliche Covid-19-Erreger. Wegen des Infektionsgeschehens kündigten die Autokonzerne Nissan und Toyota an, die Produktion in ihren brasilianischen Werken 15 beziehungsweise zehn Tage lang auszusetzen. Zuvor hatten bereits die deutschen Autobauer Volkswagen und Mercedes-Benz eine Produktionspause in Brasilien angekündigt. Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro erneuerte derweil am Donnerstag in Online-Netzwerken seine Kritik an Lockdown-Maßnahmen. Der wegen seines Krisenmanagements unter Druck stehende rechtsextreme Präsident sprach sich kürzlich jedoch für eine Beschleunigung der Corona-Impfkampagne in Brasilien aus, nachdem er die Wirksamkeit der Impfungen zuvor immer wieder in Frage gestellt hatte. Mexiko meldete am Donnerstag, dass es die Schwelle von 200.000 Corona-Toten überschritten habe. Schon 200.211 Menschen seien an Covid-19 gestorben, erklärte der Chef-Epidemiologe im mexikanischen Gesundheitsministerium, José Luis Alomia. Damit hat Mexiko die weltweit dritthöchste Corona-Opferzahl nach den USA und Brasilien. Im Verhältnis zu seiner Bevölkerungszahl belegt es bei den Corona-Toten Rang 17. In Peru wurde am Donnerstag die Schwelle von anderthalb Millionen Corona-Infektionen überschritten. Mit 7946 Neuinfektionen binnen eines Tages stieg die Fallzahl auf 1.500.465, wie das Gesundheitsministerium in Lima mitteilte. Die Zahl der Corona-Toten in dem 32-Millionen-Einwohner-Land stieg um 175 auf 50.831. (Y.Ignatiev--DTZ)
Wieder 21.500 Corona-Neuinfektionen in Deutschland
In Deutschland sind binnen eines Tages mehr als 21.500 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 21.573 neue Ansteckungsfälle nachgewiesen. Das sind knapp 1100 Fälle weniger als am Vortag, aber rund 4000 mehr als am Freitag vergangener Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg bundesweit auf 119,1. Am Donnerstag hatte sie bei 113,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz, welche die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, steigt derzeit stetig an. Nachdem sie im Februar zwischenzeitlich auf unter 60 gefallen war, hatte sie am vergangenen Wochenende die Marke von 100 überschritten. Das RKI meldete am Donnerstag außerdem 183 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich den Angaben zufolge auf 2.734.753. Insgesamt 75.623 Infizierte starben. Angesichts der steigenden Infektionszahlen hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder bei ihrem Corona-Gipfel in der Nacht zu Dienstag auf die Verlängerung der geltenden Lockdown-Regeln bis zum 18. April geeinigt. Damit gilt auch weiterhin die Anfang März beschlossene Notbremse, die bei einem Inzidenzwert von über 100 greifen soll. Ein verschärfter Lockdown über die Osterfeiertage wurde am Mittwoch wieder zurückgenommen. Merkel bezeichnete das Vorhaben wegen mangelnder Umsetzbarkeit als persönlichen Fehler und bat die Bürger um Verzeihung. (N.Loginovsky--DTZ)
Biontech/Pfizer testet Corona-Impfstoff nun auch an jüngeren Kindern
Nach den Konkurrenten Moderna und Astrazeneca haben auch die Mainzer Firma Biontech und ihr US-Partner Pfizer begonnen, ihren Corona-Impfstoff an jüngeren Kindern zu testen. "Gemeinsam mit unserem Partner Biontech haben wir den ersten gesunden Kindern in einer globalen fortlaufenden Phase 1/2/3-Studie eine Dosis verabreicht", teilte Pfizer am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP mit.
US-Uni zahlt mehr als eine Milliarde Dollar wegen Missbrauchsskandal
Wegen des mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs von hunderten Studentinnen durch einen Campus-Frauenarzt zahlt eine Top-Universität in den USA mehr als eine Milliarde Dollar Entschädigung. Die University of Southern California (USC) habe mit mehr als 700 Betroffenen eine Entschädigungssumme von 842,4 Millionen Dollar 714 Millionen Euro) vereinbart, teilte die Anwältin Gloria Allred am Donnerstag mit.
Kreuzfahrtschiffe dürfen sich nicht mehr dem Zentrum von Venedig nähern
Kreuzfahrtschiffe in Venedig dürfen künftig nicht mehr in der Nähe des Markusplatzes anlegen. Nach Regierungsangaben müssen sie künftig im Industriehafen der norditalienischen Stadt vor Anker gehen. Mit dieser Entscheidung solle "ein kulturelles und historisches Erbe geschützt werden, das nicht nur Italien, sondern der ganzen Welt gehört", hieß es am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung der Ministerien für Kultur, Tourismus, Umwelt und Infrastruktur.
Kolumnist der "New York Times" versteigert Artikel als NFT
Ein Kolumnist der Zeitung "New York Times" hat am Donnerstag einen seiner Artikel als einzigartiges virtuelles Sammlerstück für 563.000 Dollar (fast 480.000 Euro) verkauft. Mit dem Text "Kaufe diese Kolumne in der Blockchain" habe wollte Keven Roose testen, welche Art von Dokumenten sich als NFT verkaufen lässt. NFT steht für Non-Fungible Token: ein virtuelles Gut, das einmalig und nicht austauschbar ist.
Franzose schafft neuen Rekord im Apnoetauchen unter Eis
Mit 120 Metern in drei Minuten ist dem Franzosen Arthur Guérin-Boëri ein weiterer Rekord beim Apnoetauchen unter Eis gelungen. Guérin-Boëri absolvierte seinen Tauchgang am Donnerstag im zwei Grad kalten Wasser des Sonnanen-Sees im Südosten Finnlands. "Unter dem Eis fühlt man sich relativ wohl. Es gibt dieses diffuse Licht, ähnlich wie der Schein des Mondes, es ist erstaunlich", sagt der fünffache Weltmeister der Nachrichtenagentur AFP.
Gericht verurteilt acht Randalierer wegen Beschädigung des Arc de Triomphe
Ein Gericht in Paris hat am Donnerstag acht Menschen wegen der Beschädigung des Arc de Triomphe am Rande einer Demonstration der "Gelbwesten"-Bewegung verklagt. Bei den Verurteilten handle es allerdings sich nicht um die Haupttäter, teilte das Gericht mit. Diese seien nie gefunden worden. Die acht Randalierer wurden zu Haftstrafen auf Bewährung und gemeinnütziger Arbeit verurteilt.
Van-Gogh-Gemälde in Paris für 13 Millionen Euro versteigert
Ein Gemälde des niederländischen Künstlers Vincent van Gogh ist am Donnerstag in Paris zum Rekordpreis von 13 Millionen Euro versteigert worden. Das auf das Jahr 1887 datierte Werk "Scène de rue à Montmartre" (Straßenszene in Montmartre) entstand während des zweijährigen Aufenthalts des Künstlers in Paris, wie das Auktionshaus Sotheby’s mitteilte. Noch nie sei ein Werk Van Goghs in Frankreich zu einem so hohen Preis verkauft worden.
Bestand der Weißkopfseeadler in den USA hat sich erholt
Der zwischenzeitlich vom Aussterben bedrohte Weißkopfseeadler hat sich in den USA erholt. Die Zahl der Greifvögel hat sich seit 2009 vervierfacht, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie hervorgeht. Die Population hatte im Jahr 1963 mit 417 Brutpaaren in 48 Bundesstaaten einen Tiefstand erreicht. Inzwischen gebe es mehr als 71.400 Brutpaare, teilte die US-Behörde für Fische und Wildtiere mit.
Polizei nimmt Mann mit sechs Waffen in Supermarkt nahe Atlanta fest
In einem Supermarkt nahe der Stadt Atlanta im US-Bundesstaat Georgia ist ein junger Mann mit sechs Schusswaffen festgenommen worden. Der 22-Jährige habe eine kugelsichere Weste getragen und unter anderem ein Sturmgewehr und eine Schrotflinte bei sich gehabt, teilte die Polizei am Mittwoch (Ortszeit) mit. Die Beamten stellten bei dem Mann demnach auch Munition sicher.
Russland verzeichnet 2020 neuen durchschnittlichen Wärmerekord
Russland hat im Jahr 2020 einen neuen durchschnittlichen Wärmerekord verzeichnet. Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes Rosgidromet vom Donnerstag lag die jährlich gemessene Durchschnittstemperatur einen Grad höher als bei dem bisherigen Wärmerekord aus dem Jahr 2007. Der nördliche Seeweg sei am Ende des vergangenen Sommers "beinahe vollständig eisfrei" gewesen - noch nie sei das Eis über die Sommermonate so stark zurückgegangen.
Alkoholkonsum im Corona-Jahr 2020 deutlich gesunken
Geschlossene Restaurants, abgesagte Veranstaltungen und weniger Geselligkeit: Der Alkoholkonsum in Deutschland ist im Corona-Jahr 2020 gesunken. Am stärksten brach der Bierverbrauch ein, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Pro Kopf wurden nur noch 86,9 Liter getrunken, das war der stärkste Rückgang in den vergangenen zehn Jahren. Damit konsumierte jeder Einwohner im Durchschnitt knapp fünf Liter Bier weniger als im Vorjahr.
Französischer Filmemacher Bertrand Tavernier mit 79 Jahren gestorben
Der vielfach preisgekrönte französische Filmemacher Bertrand Tavernier ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 79 Jahren, wie das von ihm geleitete Film-Institut Lumière in Lyon mitteilte. Zuletzt war Tavernier 2015 in Venedig mit dem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. 1995 hatte er bei der Berlinale den Goldenen Bären für den Kriminalfilm "Der Lockvogel" geholt. Darin zeichnete er das ernüchternde Porträt einer jungen Generation, die für Geld buchstäblich über Leichen geht.
Vegankoch Hildmann hält sich laut Berliner Staatsanwaltschaft in Türkei auf
Der in der Coronakrise als Verschwörungstheoretiker aufgetretene Vegankoch Attila Hildmann hält sich laut Erkenntnissen der Berliner Generalstaatsanwaltschaft aktuell in der Türkei auf. Mit einer zeitnahen Vollstreckung des gegen ihn gerichteten Haftbefehls wegen Volksverhetzung, öffentlicher Aufforderung zu Straftaten und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sei "nicht zu rechnen", erklärte die Behörde am Donnerstag. Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte bereits im November vergangenen Jahres die Ermittlungen gegen Hildmann übernommen.
IUCN: Afrikanische Waldelefanten akut vom Aussterben bedroht
Der Afrikanische Waldelefant ist nach Experteneinschätzung akut vom Aussterben bedroht. Die internationale Naturschutzorganisation IUCN stufte die Art am Donnerstag auf ihrer Roten Liste als extrem bedroht ein und erklärte, der Bestand sei in den vergangenen 30 Jahren um 86 Prozent zurückgegangen. Der Afrikanische Savannenelefant wird nun als bedroht geführt, hier ging der Bestand in 50 Jahren um 60 Prozent zurück.
Großeinsatz der Polizei bei Räumung einer linken Szenekneipe in Berlin
Die Polizei hat am Donnerstag mit einem Großaufgebot im Berliner Stadtteil Kreuzberg eine linke Szenekneipe geräumt. Gegen die Räumung der "Meuterei" protestierten in der Spitze rund 500 Menschen, wie ein Polizeisprecher sagte. Es kam demnach auch zu vereinzelten Festnahmen. Die Polizei zog dennoch eine positive Bilanz.
US-Model Chrissy Teigen verabschiedet sich von Twitter
Das US-Model Chrissy Teigen hat sich nach zahlreichen negativen Kommentaren von Nutzern vom Onlinedienst Twitter verabschiedet. "Es ist Zeit für mich, auf Wiedersehen zu sagen", schrieb Teigen am Mittwoch (Ortszeit) in einer Abschiedsbotschaft auf Twitter. Twitter habe für sie inzwischen mehr Nach- als Vorteile.
Indien tritt bei Export von Corona-Impfstoff auf die Bremse
Der Export von Corona-Impfstoff aus Indien in ärmere Länder ist ins Stocken geraten. Die für März und April vorgesehenen Lieferungen für die Covax-Initiative verzögerten sich, sagte ein Sprecher der Impfallianz Gavi am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Wegen des großen Bedarfs in Indien würden für die vom Impfstoffhersteller Serum Institute of India (SII) produzierten Vakzine derzeit keine Exportgenehmigungen ausgestellt.
Bretonen wollen Rosa Granitküste zum Unesco-Welterbe machen
Die Rosa Granitküste in der Bretagne bringt jeden Sommer zehntausende Besucher zum Schwärmen. Nun will eine Initiative den Küstenstreifen mit seinen ungewöhnlichen Felsformationen zum Unesco-Welterbe machen. Die "Côte de Granit Rose" sei ein "Naturschauplatz mit ungewöhnlichem und universellem Wert", sagt die Bretonin Marielle Kerbaol, die einen Verein zum Schutz ihrer Heimatregion gegründet hat. Ihr Ziel: Die Rosa Granitküste auf die Welterbe-Liste einzuschreiben, auf der bereits das deutsche Wattenmeer oder die Dolomiten in Italien stehen.
Neuseeland gewährt künftig bezahlten Sonderurlaub nach Fehlgeburten
Arbeitende Frauen und ihre Partner erhalten in Neuseeland künftig drei Tage bezahlten Sonderurlaub im Fall einer Fehl- oder Totgeburt. Das Parlament verabschiedete einen entsprechenden Gesetzentwurf am Mittwochabend einstimmig. Damit gelten Fehlgeburten künftig als Trauerfall und betroffene Eltern müssen sich nicht mehr krank melden, um danach zu Hause bleiben zu können.
Britische Justiz lehnt Berufungsprozess für Johnny Depp ab
Nach der gescheiterten Verleumdungsklage von Hollywood-Star Johnny Depp gegen die Boulevardzeitung "The Sun" hat das oberste britische Berufungsgericht eine Neuauflage des Verfahrens abgelehnt. Das Urteil in dem Verleumdungsprozess sei "umfassend und fair", erklärte das Gericht am Donnerstag. Der Richter in dem Verfahren habe sein Urteil umfassend begründet, es sei kein Rechtsfehler zu erkennen.
Spitzenweine bleiben auch im All spitze
Spitzenweine bleiben auch im All spitze: Das ist das vorläufige Fazit französischer Forscher, die sich mit galaktischen Grand Crus befassen. Sie untersuchen derzeit zwölf Flaschen aus dem angesehenen Weingut Château Petrus bei Bordeaux, die Mitte Januar nach 14 Monaten von der Internationalen Raumstation ISS zurückgekehrt waren.
Deutlich mehr Drogentote in Deutschland während Pandemie
Die Zahl der Drogentoten ist in Deutschland während der Corona-Pandemie deutlich gestiegen. Im vergangenen Jahr starben 1581 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen und damit 13 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), am Donnerstag in Berlin mitteilte. 2019 waren 1398 Drogentote registriert worden.
Berliner Polizei räumt linke Szenekneipe in Kreuzberg
Die Berliner Polizei hat am Donnerstagmorgen die linke Szenekneipe "Meuterei" im Berliner Stadtteil Kreuzberg geräumt. Für die Räumung waren bis zu 1100 Beamte im Einsatz, wie die Polizei mitteilte. In der Nacht waren zuvor in der Hauptstadt stadtweit mehrere hochwertige Autos angezündet worden, drei Verdächtige wurden laut Polizei im Zusammenhang mit einer "politisch motivierten Sachbeschädigung" festgenommen.
Zahl der Corona-Toten in Brasilien überschreitet Schwelle von 300.000
In Brasilien hat die Zahl der Corona-Toten die Schwelle von 300.000 überschritten. Wie das Gesundheitsministerium in Brasília am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte, starben seit Pandemie-Beginn landesweit 300.685 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Seit dem 1. Januar hat sich die Sterberate in dem Land verdreifacht; täglich gab es in der vergangenen Woche im Durchschnitt 2273 Corona-Tote.
Johnson: Großbritannien könnte Frankreich wegen Corona auf "Rote Liste" setzen
Angesichts der in Frankreich grassierenden südafrikanischen und brasilianischen Varianten des Coronavirus könnte Großbritannien das Land nach den Worten von Premierminister Boris Johnson auf seine "Rote Liste" setzen. Die Frage müsse geprüft werden, sagte Johnson am Mittwochabend auf eine entsprechende Frage von Abgeordneten im Parlament. Dies könne allerdings zu Problemen mit dem Warenverkehr über den Ärmelkanal führen.
Olympischer Fackellauf in Fukushima ohne Zuschauer
Mit einem Jahr Verspätung hat am Donnerstag in Fukushima der olympische Fackellauf für die Sommerspiele in Tokio begonnen. Wegen der Corona-Pandemie waren bei der Zeremonie keine Zuschauer zugelassen, stattdessen wurde sie live übertragen. "Diese kleine Flamme hat nie die Hoffnung verloren und hat auf diesen Tag gewartet wie eine Kirschblütenknospe, die kurz vor dem Aufblühen steht", sagte die japanische Chefin der Spiele, Seiko Hashimoto. Die roségoldene, kirschblütenförmige olympische Fackel wurde im J-Village-Sportkomplex in Fukushima entzündet, der als Einsatzzentrum nach der Dreifachkatastrophe von 2011 genutzt wurde. Zehn Jahre nach der Erdbeben-, Tsunami- und Atomkatastrophe sollte der Start des Fackellaufs in Fukushima der Welt auch die Fortschritte beim Wiederaufbau der Region vor Augen führen. Sie hoffe, dass die olympische Flamme als "ein Lichtstrahl am Ende der Dunkelheit" dienen werde, sagte Hashimoto. Mitglieder des japanischen Fußball-Nationalteams der Frauen entzündeten die Fackel am olympischen Feuer, das sich seit dem vergangenen Jahr in Japan befindet. Während des Fackellaufs dürfen Zuschauer nur unter Schutzmaßnahmen und in der Nähe ihres Wohnortes teilnehmen. Die 10.000 Träger sowie die Organisatoren müssen ebenfalls Infektionsschutzmaßnahmen einhalten. Enden soll der über 9600 Kilometer lange Lauf durch alle 47 japanischen Präfekturen bei der Eröffnungsfeier im Juli im Olympiastadion von Tokio. Wegen der Pandemie waren die Olympischen Sommerspiele 2020 um ein Jahr verschoben worden. Sie sollen nun vom 23. Juli bis 8. August stattfinden. Wegen der Gesundheitskrise finden die Spiele ohne ausländische Zuschauer statt. (N.Loginovsky--DTZ)
22.500 Corona-Neuinfektionen in Deutschland
In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 22.500 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 22.675 neue Ansteckungsfälle registriert - rund 6800 mehr als am Vortag und 5000 mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg den Angaben zufolge bundesweit auf 113,3. Die Sieben-Tage-Inzidenz, welche die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, stieg zuletzt stetig an, nachdem sie im Februar zwischenzeitlich auf unter 60 gefallen war. Am Wochenende hatte der bundesweite Inzidenzwert die Marke von 100 überschritten. Das RKI meldete am Donnerstag außerdem 228 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich den Angaben zufolge auf 2.713.180. Insgesamt 75.440 Infizierte starben. Angesichts der steigenden Infektionszahlen hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten bei ihrem Corona-Gipfel in der Nacht zu Dienstag auf die Verlängerung der geltenden Lockdown-Regeln bis zum 18. April geeinigt. Damit gilt auch weiterhin die Anfang März beschlossene Notbremse, die bei einem Inzidenzwert von über 100 greifen soll. Ein verschärfter Lockdown über die Osterfeiertage wurde am Mittwoch wieder zurückgenommen. Merkel bezeichnete das Vorhaben als persönlichen Fehler und bat die Menschen um Verzeihung. (O.Tatarinov--DTZ)
Finnland will Lockdown über die Hauptstadt Helsinki verhängen
Die finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin will einen Lockdown über die Hauptstadt Helsinki verhängen. Sie kündigte am Mittwoch einen Gesetzentwurf an, wonach es den Einwohnern von Helsinki und der südwestlichen Stadt Turku nur noch erlaubt wäre, das Haus für Lebensmitteleinkäufe, Schul- oder Arztbesuche zu verlassen. Der Text könnte dem Parlament bereits am Donnerstag vorgelegt werden.
Astrazeneca korrigiert Angaben zu Wirksamkeit von Corona-Impfstoff nach unten
Nach Zweifeln an einer großangelegten US-Studie zur Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca hat das Pharmaunternehmen seine Angaben nach unten korrigiert. Der Impfstoff schütze zu 76 statt 79 Prozent vor einer Corona-Infektion mit Symptomen, teilte das Unternehmen am Mittwoch (Ortszeit) mit. Unterdessen erteilte Venezuela einer möglichen Belieferung mit Astrazeneca-Impfstoff durch die Covax-Initiative eine Absage.
Astrazeneca korrigiert Angaben zu Wirksamkeit von Corona-Vakzin nach unten
Nach Zweifeln an einer großangelegten US-Studie zur Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca hat das Pharamunternehmen seine Angaben nach unten korrigiert. Der Impfstoff schützt zu 76 statt 79 Prozent vor einer Corona-Infektion mit Symptomen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatten US-Experten hervorgebracht, dass bei der Studie möglicherweise veraltete Daten zum Einsatz gekommen seien.