Bahrain Telegraph - Haus-Belagerung durch Siedler: US-Palästinenser aus Westjordanland fordert US-Schutz

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Haus-Belagerung durch Siedler: US-Palästinenser aus Westjordanland fordert US-Schutz
Haus-Belagerung durch Siedler: US-Palästinenser aus Westjordanland fordert US-Schutz / Foto: © AFP

Haus-Belagerung durch Siedler: US-Palästinenser aus Westjordanland fordert US-Schutz

Ein Palästinenser mit US-Staatsbürgerschaft, dessen Haus in der Stadt Kusra im Westjordanland von extremistischen jüdischen Siedlern belagert wird, hat nach eigenen Angaben Angst vor einer Rückkehr dorthin. Er fürchte um seine Sicherheit, sagte Luai Abu Ridi am Montag vor Journalisten nach seiner Ankunft an Israels internationalem Flughafen Ben Gurion. Er wisse nicht, wie schwierig es für ihn sein werde, "überhaupt dorthin zu gelangen", und forderte den Schutz der USA.

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Abu Ridi besitzt nach eigenen Angaben eines von drei Häusern in Kusra nahe der Stadt Nablus, die seit mehr als einer Woche von gewalttätigen Siedlern belagert werden. In einem der Häuser befindet sich auch sein Bruder Kusai Abu Ridi, der am Montag Videoaufnahmen an die Nachrichtenagentur AFP schickte. Darauf sind Siedler zu sehen, die auf Quads am Haus vorbeifahren. Vor dem Haus sind israelische Soldaten postiert. Trotz mehrerer Versuche der israelischen Armee, gegen die Siedler vorzugehen, zogen diese sich Augenzeugenberichten zufolge bislang nicht zurück.

Er könne seit Tagen nicht schlafen, sagte Abu Ridi den Journalisten am Ben-Gurion-Flughafen nahe Tel Aviv. Große Sorgen mache er sich auch um seinen Bruder und dessen Sohn. Er hoffe nun, die Nacht zum Dienstag im Haus verbringen zu können - der Gedanke bereite ihm aber "große Angst".

Frustriert zeigte er sich zudem von der anhaltenden Situation. Er forderte von der israelischen Regierung entschlosseneres Handeln zu deren Lösung. Die US-Vertreter und die US-Botschaft forderte er auf, ihm "Schutz zu gewähren".

Die Belagerung der palästinensischen Häuser hatte international scharfe Kritik ausgelöst. Auch der sonst als Befürworter israelischer Siedlungen bekannte US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, verurteilte die Siedler-Aktivitäten mit ungewöhnlich scharfen Worten. Huckabee sprach von einer "schrecklichen Terrortat" und nannte die Vorkommnisse "widerlich". Das Verhalten der Siedler bezeichnete er als "Rowdytum".

Israel hält das Westjordanland seit 1967 besetzt. Dort leben rund drei Millionen Palästinenser und mehr als 500.000 israelische Siedler, deren Siedlungen nach internationalem Recht illegal sind. Unter Regierungschef Benjamin Netanjahu hat Israel den Siedlungsbau im Westjordanland stark vorangetrieben.

Seit dem Großangriff der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat sich auch die Lage im Westjordanland deutlich verschärft, wo extremistische Siedler vielfach gegen palästinensische Bewohner vorgehen. Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen wurden seither mehr als tausend Palästinenser und Dutzende Israelis getötet.

I.al-Mahmood--BT