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Brinkhaus kritisiert Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern als unzureichend
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat die Corona-Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz als unzureichend kritisiert. Was bei dem Bund-Länder-Treffen am Dienstag vereinbart worden sei, sei "zu wenig" und komme "zu spät", sagte Brinkhaus am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Für ihn sei es "unverständlich, dass man erst nach Weihnachten mit den Maßnahmen anfängt".
Wissing kritisiert Distanzierung mehrere Länder von Corona-Beschlüssen
Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat Unverständnis dafür geäußert, dass sich mehrere Bundesländer von den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Politik distanziert haben. "Ich halte wenig davon, dass man in einer Konferenz etwas vereinbart und hinterher erklärt, dass man damit unzufrieden ist", sagte der FDP-Politiker am Mittwoch im "Morgenmagazin" der ARD. Er könne darüber "nur den Kopf schütteln".
Bundesbildungsministerin will Bafög zügig ausweiten
Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) hat eine zügige Reform des Bafög angekündigt. Die Ausbildungsförderung solle flexibler werden und besser zur Realität der Studierenden passen, sagte die FDP-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). "Die Förderzeiten werden länger, Wechsel des Studienfachs sollen leichter möglich sein, die Altersgrenzen werden angehoben", sagte die Ministerin. Zudem sollen die Fördersätze erhöht und die Freibeträge angehoben werden, damit mehr Studierende Anspruch auf Bafög haben.
Lauterbach verteidigt neue Corona-Beschlüsse gegen Kritik
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die Corona-Beschlüsse der Bund-Länder-Runde verteidigt. Im Interview mit den ARD-"Tagesthemen" sagte er am Dienstagabend: "Was wir heute beschlossen haben, zeigt schnell Wirkung." Er schließe allerdings nicht aus, "dass auch ein harter Lockdown diskutiert werden muss, sollten die Fallzahlen sich so entwickeln". Es gebe keine rote Linie, nur "zum jetzigen Zeitpunkt sind wir da nicht".
Nato-Krisenkräfte wegen Ukraine in erhöhte Einsatzbereitschaft versetzt
Angesichts der russischen Truppenbewegung an der Grenze zur Ukraine hat die Nato offenbar mit einer ersten konkreten militärischen Maßnahme reagiert. Die Einsatzbereitschaft der schnellen Eingreiftruppe sei erhöht worden, berichtete die "Welt" (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf informierte Nato-Diplomaten. Das Militärbündnis wollte dies weder bestätigen noch dementieren. Russland kündigte derweil erste Gespräche mit den USA und der Nato für Januar an.
Bericht: Nato-Krisenkräfte wegen Ukraine in erhöhte Einsatzbereitschaft versetzt
Angesichts der russischen Truppenbewegung an der Grenze zur Ukraine hat die Nato laut eines Medienberichts mit einer ersten konkreten militärischen Maßnahme reagiert. Die Einsatzbereitschaft der schnellen Eingreiftruppe sei erhöht worden, berichtet die "Welt" (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf informierte Nato-Diplomaten. Demnach müssen die als sogenannte Nato-Speerspitze bekannten Einsatztruppen seit diesem Montag innerhalb von fünf Tagen einsatzbereit sein für die Verlegung in ein Krisengebiet.
Schottland und Wales erlassen - anders als England - weitere Corona-Maßnahmen
Schottland und Wales haben - anders als England - wegen der wesentlich ansteckenderen Omikron-Variante neue Corona-Beschränkungen angekündigt. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon teilte den Abgeordneten des schottischen Parlaments am Dienstag mit, dass die öffentliche Silvesterparty in Edinburgh wegen der steigenden Zahl von Covid-Fällen abgesagt werde. Live-Sportveranstaltungen sollen ab dem 26. Dezember "praktisch zuschauerfrei" sein.
Linke-Fraktionschef kritisiert "kommunikatives Desaster" bei neuen Covid-Maßnahmen
Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, sieht das Vertrauen der Bevölkerung in die deutsche Corona-Politik durch die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) vom Dienstag massiv beschädigt. Es sei irritierend, dass die Corona-Maßnahmen erst ab dem 28. Dezember und nicht schon vor Weihnachten verschärft werden, sagte Bartsch den Zeitungen Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Mittwochsausgaben).
Lauterbach verteidigt neue Kontaktbeschränkungen gegen Kritik
Angesichts breiter Kritik hat Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die am Dienstag in der Bund-Länder-Runde beschlossenen Corona-Maßnahmen verteidigt. Im Interview mit den ARD-"Tagesthemen" sagte er am Dienstagabend: "Was wir heute beschlossen haben, zeigt schnell Wirkung." Zuvor hatten unter anderem die Opposition und die Krankenhäuser die neuen Beschränkungen als unzureichend kritisiert.
Auch für Geimpfte: Ab 28. Dezember Beschränkungen
Wegen der Ausbreitung der hoch ansteckenden Omikron-Variante gelten spätestens nach Weihnachten auch für Geimpfte und Genesene Kontaktbeschränkungen in ganz Deutschland. Bund und Länder einigten sich am Dienstag auf eine Obergrenze von zehn Menschen bei privaten Zusammenkünften. Großveranstaltungen wie Spiele der Fußball-Bundesliga dürfen dann nur noch ohne Publikum stattfinden. Bundeskanzler Olaf Scholz SPD) sagte mit Blick auf die sich rasch ausbreitende Omikron-Variante: "Es droht nun bereits die Welle fünf." Einigen Ländern gehen die Beschlüsse nicht weit genug. Für Ungeimpfte sollen die bestehenden strengeren Regeln nach den Worten von Scholz weiter gelten. Es dürfen sich demnach lediglich die Angehörigen des eigenen Haushalts sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes treffen. Auch gelten die Einschränkungen für Ungeimpfte im öffentlichen Leben weiter. Die Kontaktbeschränkungen für Geimpfte treten bundesweit spätestens am 28. Dezember in Kraft. Die Länder können sie aber bereits früher einführen, wie Berlins neue Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sagte. So gilt die Zehn-Personen-Obergrenze etwa in Hamburg bereits ab dem 24. Dezember. Scholz verteidigte das Inkrafttreten bis zum 28. Dezember. Die Erfahrungen der Corona-Pandemie hätten gezeigt, dass Weihnachten und Ostern auch wegen der Verhaltensweise der Bürger keine großen Treiber der Pandemie gewesen seien. Zuvor hatte das Robert-Koch-Institut für sofortige "maximale Kontaktbeschränkungen" plädiert. Dem folgten die Länder aber ebensowenig wie der RKI-Empfehlung zur Schließung der Gastronomie. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) kritisierte wegen des kurz vor dem Spitzengespräch bekannt gewordenen RKI-Papiers eine chaotische Informationslage des Bundes. Dies habe zu Verunsicherung geführt, sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz. Deutlich warnte Scholz aber vor großen Silvesterpartys. Die Beschränkung von Treffen auf maximal zehn Personen gelte natürlich "insbesondere im Hinblick auf Silvester. Es ist deshalb derzeit nicht mehr die Zeit für Partys und gesellige Abende in großer Runde." Am 7. Januar wollen sich Scholz und die Ministerpräsidenten das nächste Mal treffen. Bis Ende Januar sollen 30 Millionen weitere Booster-Impfungen verabreicht werden. Die Bundesländer setzen auf regelmäßige Lieferungen an Impfstoff in den kommenden Wochen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) habe wöchentlich mindestens zehn Millionen Dosen in Aussicht gestellt, sagte Giffey. "Es ist wichtig, dass es hier eine Verlässlichkeit gibt", sagte sie. Die Länder Baden-Württemberg und Sachsen kritisierten in einer Protokollnotiz, die Beschlüsse seien "nicht weitgehend genug". Sie "gewährleisten keine ausreichende Handlungsfähigkeit, um schnell auf eine sich zuspitzende Lage reagieren zu können". Das CDU-geführte Sachsen und das Grünen-geführte Baden-Württemberg forderten, es müsse wieder der "volle Maßnahmenkatalog" aus dem Infektionsschutzgesetz zur Verfügung stehen. Die "Ampel" hatte diesen Katalog abgeschwächt, großräumige Lockdown-Maßnahmen sind seitdem nicht mehr möglich, solange die epidemische Lage von nationaler Tragweite nicht mehr gilt. Baden-Württemberg forderte in der Protokollnotiz, der Bundestag solle "kurzfristig" die Notlage wieder feststellen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte hierzu, "vor allem, wenn sich die Lage zuspitzt, und danach sieht es aus, fehlen uns die Möglichkeiten." Auch Wüst kritisierte den Verzicht der Ampel auf die Fortgeltung der Notlage als "klaren Fehler". Giffey verteidigte die Entscheidung hingegen. "Ich würde hier nicht von einem klaren Fehler sprechen", sagte sie. (U.Stolizkaya--DTZ)
Ukraine: Scholz verlangt von Putin eine Deeskalation
Im ersten Telefonat des neuen Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD) mit Russlands Staatschef Wladimir Putin ist der russische Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine zentrales Thema gewesen. Scholz habe seine "Sorge angesichts der Lage" ausgedrückt und die dringende "Notwendigkeit einer Deeskalation" hervorgehoben, teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Dienstagabend in Berlin mit. Demnach sprachen Scholz und Putin auch über den Stand der Umsetzung der Minsker Vereinbarungen, mit denen der Konflikt in der Ostukraine friedlich gelöst werden soll. Der Kanzler habe die Notwendigkeit bekräftigt, die Verhandlungen im Normandie-Format voranzubringen, hieß es weiter. In dem Vierer-Format bemühen sich Deutschland und Frankreich gemeinsam um eine Lösung zwischen Russland und der Ukraine. Der Westen befürchtet, die russische Armee könnte einen Einmarsch in die Ukraine planen. Russland hat an der Grenze zum Nachbarland zehntausende Soldaten zusammengezogen. Die G7-Staaten und die EU drohen Russland im Falle eines Angriffs mit "massiven Konsequenzen". Moskau bestreitet die Vorbereitung einer Invasion in der Ukraine und wirft seinerseits der Regierung in Kiew und der Nato Provokationen vor. Nach Angaben des Kreml verlangte Putin in dem Telefonat "ernsthafte Verhandlungen" über die von ihm geforderten Sicherheitsgarantien der USA und der Nato. Putin habe dem Kanzler "detaillierte Angaben" zu den Vorschlägen gemacht, die Russland vergangene Woche Washington und seinen Nato-Verbündeten unterbreitet hatte. "Es wurde die Hoffnung ausgedrückt, dass ernsthafte Verhandlungen zu all den von russischer Seite vorgebrachten Themen organisiert werden", hieß es in der Mitteilung des Kreml. Die Regierung in Moskau hatte am Freitag Entwürfe für zwei Abkommen veröffentlicht, mit denen eine Nato-Osterweiterung sowie die Errichtung von US-Militärstützpunkten in Staaten der ehemaligen sowjetischen Einflusssphäre untersagt werden sollen. Nach Angaben von Regierungssprecher Hebestreit gratulierte Putin Scholz zu seinem Amtsantritt, bevor beide über den Stand der bilateralen Beziehungen sprachen. Sie vereinbarten demnach, den Austausch fortzusetzen. (U.Beriyev--DTZ)
Biden setzt im Kampf gegen Omikron-Variante auf halbe Milliarde Schnelltests
Mit einer halben Milliarde Corona-Heimtests und mehr Impfungen - aber ohne Kontaktbeschränkungen oder gar Lockdowns - will US-Präsident Joe Biden der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante entgegentreten. Biden verkündete am Dienstag bei einer Ansprache im Weißen Haus die Bestellung von 500 Millionen Corona-Schnelltests, die kostenlos an die Bevölkerung verteilt werden sollen. Der Präsident appellierte erneut an alle, sich impfen oder boostern zu lassen - und nahm dabei sogar seinen umstrittenen Vorgänger Donald Trump zum Vorbild.
Biden nimmt bei erneutem Appell zu Corona-Impfungen Trump zum Vorbild
US-Präsident Joe Biden hat angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus erneut eindringlich zum Impfen aufgerufen - und dabei seinen umstrittenen Vorgänger Donald Trump zum Vorbild genommen. In einer Ansprache im Weißen Haus verwies Biden am Dienstag auf eine Aussage Trumps, wonach dieser eine Booster-Impfung erhalten hat. "Das ist vielleicht eine der wenigen Dinge, bei denen er und ich uns einig sind", sagte Biden dazu.
Tausende Georgier demonstrieren für Freilassung Saakaschwilis
Unter Ankündigung einer großen Hungerstreik-Aktion haben in Georgien tausende Anhänger des inhaftierten Ex-Präsidenten Michail Saakaschwili für dessen Freilassung demonstriert. Sie zogen am Dienstag durch die Hauptstadt Tiflis bis vor das Parlament und beschworen einen "massenhaften Hungerstreik", um die Freilassung Saakaschwilis zu erzwingen. Der Ex-Präsident wurde nach Angaben eines unabhängigen Ärztegremiums im Gefängnis gefoltert.
Neue britische Brexit-Ministerin bleibt in Verhandlungen mit EU hart
Die neue Brexit-Ministerin der britischen Regierung, Liz Truss, setzt den harten Kurs ihres Vorgängers gegenüber der EU fort. In ihrem ersten Gespräch mit EU-Kommissionsvizepräsident Maros Sefcovic am Dienstag habe sie auf einer grundlegenden Überarbeitung des umstrittenen Nordirland-Protokolls bestanden, erklärte Truss im Anschluss. Auch ein einseitiges Aufkündigen des Handelsabkommens im Falle einer ausbleibenden Lösung der Streitfragen schloss sie nicht aus.
Scholz geht von Empfehlung für weitere Auffrischung mit angepasstem Impfstoff aus
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) geht von einer baldigen Empfehlung für eine weitere Auffrischungsimpfung mit einem an neue Virusvarianten angepassten Impfstoff aus. Es spreche vieles dafür, dass es eine Empfehlung für eine vierte Impfung geben werde, sagte Scholz im Anschluss an die Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstagabend. Bis dahin soll demnach aber die aktuelle Booster-Impfkampagne mit den vorhandenen Impfstoffen fortgesetzt werden.
Angespannte Sicherheitslage in Libyen vor erwarteter Absage von Präsidentenwahl
Angesichts der erwarteten Absage der Präsidentschaftswahl in Libyen am 24. Dezember steigt die Nervosität in dem nordafrikanischen Krisenstaat. Die UNO zeigte sich am Dienstag "besorgt über die Entwicklung der Sicherheitslage in Tripolis". Dort waren am Dienstag bewaffnete Gruppen in Vierteln am Rande der Hauptstadt aufmarschiert. Zwei Präsidentschaftskandidaten aus dem Westen des Landes kamen derweil zu einem ungewöhnlichen Treffen mit General Chalifa Haftar im Osten Libyens zusammen, der ebenfalls das Präsidentenamt anstrebt.
Dänisches Parlament schließt Ex-Einwanderungsministerin aus seinen Reihen aus
Nach ihrer Verurteilung zu 60 Tagen Haft hat das dänische Parlament die frühere Einwanderungsministerin Inger Stöjberg aus seinen Reihen ausgeschlossen. Nach einer langen Debatte stimmten am Dienstag 98 Abgeordnete für den sofortigen Ausschluss von Stöjberg, 18 dagegen. Stöjberg musste das Parlament daraufhin umgehend verlassen. Sie ist damit die erste Abgeordnete in 30 Jahren, die ausgeschlossen wurde.
Bund und Länder beschließen verschärfte Corona-Maßnahmen nach Weihnachten
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben sich auf neue Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie geeinigt, die nach Weihnachten gelten sollen. Ab dem 28. Dezember greifen erweiterte Kontaktbeschränkungen, wie Scholz am Dienstagabend in Berlin sagte. So werden private Zusammenkünfte von Geimpften und Genesenen auf maximal zehn Menschen begrenzt. Für Ungeimpfte sollten die bestehenden strengeren Regeln weiter gelten.
Ethikrat empfiehlt Ausweitung der Corona-Impfpflicht - unter Auflagen
Der Deutsche Ethikrat hat eine Ausweitung der gesetzlichen Corona-Impfpflicht auf größere Teile der Bevölkerung empfohlen - sofern sie von weiteren Maßnahmen begleitet wird. Eine solche Ausweitung sei zu rechtfertigen, wenn sie "gravierende negative Folgen" künftiger Pandemiewellen abschwächen oder verhindern könne, heißt es in einer am Mittwoch vorgelegten Stellungnahme, die vom Ethikrat mit 20 Ja- und vier Nein-Stimmen verabschiedet wurde. Der Rat wies zugleich darauf hin, dass eine Impfpflicht immer eine "erhebliche Beeinträchtigung rechtlich und moralisch geschützter Güter" darstelle.
Ethikrat hält Impfpflicht unter Auflagen für vertretbar
Der Deutsche Ethikrat hält eine Ausweitung der gesetzlichen Impfpflicht gegen das Coronavirus für vertretbar - aber nur in bestimmten Ausnahmesituationen. Eine solche Maßnahme sei "nur zu rechtfertigen, wenn sie gravierende negative Folgen möglicher künftiger Pandemiewellen abzuschwächen oder zu verhindern vermag", heißt es in der am Mittwoch vorgelegten Stellungnahme, die der Ethikrat mit 20 Ja- und vier Gegenstimmen angenommen hat.
Kreml: Putin fordert in erstem Telefonat mit Scholz "ernsthafte" Sicherheitsgespräche
Russlands Staatschef Wladimir Putin hat in seinem ersten Telefonat mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) "ernsthafte Verhandlungen" über die von ihm geforderten Sicherheitsgarantien der USA und der Nato verlangt. Der Kreml in Moskau teilte am Dienstag mit, Putin habe dem Kanzler "detaillierte Angaben" zu den Vorschlägen gemacht, die Russland vergangene Woche Washington und seinen Nato-Verbündeten unterbreitet hatte.
Impfgegner in Rumänien stürmen Innenhof des Parlaments
In der rumänischen Hauptstadt Bukarest haben Impfgegner versucht, das Parlament zu stürmen. Etwa 200 Menschen drängten sich an den Wachen vorbei und gelangten in den Innenhof des Parlaments, wo sie schließlich von Sicherheitskräften gestoppt wurden, wie das Innenministerum am Dienstag mitteilte. Insgesamt rund 2000 Demonstranten waren einem Aufruf der rechtsnationalistischen Oppositionspartei AUR gefolgt und zogen gegen die Einführung eines Gesundheitspasses vor das Gebäude.
Trump kündigt Pressekonferenz zu erstem Jahrestag von Kapitol-Erstürmung an
Der frühere US-Präsident Donald Trump wird am ersten Jahrestag der Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar eine Pressekonferenz geben. Trump kündigte am Dienstag an, an dem Tag in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach im Bundesstaat Florida vor die Presse treten zu wollen. Der Republikaner machte deutlich, dass er den Schwerpunkt auf angeblichen Wahlbetrug bei der Präsidentschaftswahl vom 3. November 2020 legen will, die er gegen den Demokraten Joe Biden verloren hatte.
Verwaltungsgericht Hamburg lehnt Eilantrag gegen 2G im Einzelhandel ab
In Hamburg bleibt die 2G-Regel im Einzelhandel bestehen. Das Verwaltungsgericht der Hansestadt lehnte am Dienstag den Eilantrag einer Einzelhandelskette dagegen ab. Es sah keinen Verstoß gegen die Berufsfreiheit. (Az. 21 E 5155/21)
Orban wirft EU "brutale Sabotage" wegen Blockade von Zahlungen aus Corona-Fonds vor
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat die Blockade von EU-Geldern wegen des Streits um Rechtsstaatlichkeit und seine Asyl-Politik als "äußerst brutale Sabotage" bezeichnet. Brüssel habe "keine rechtliche Grundlage", diese Zahlungen aus dem Corona-Wiederaufbaufonds einzufrieren, sagte Orban bei seiner einzigen jährlichen Pressekonferenz am Dienstag. Mit ihren "kurzsichtigen" Entscheidungen trage die EU-Kommission dazu bei, dass die Europäische Union zerbreche.
Scholz und Länderchefinnen und -chefs beraten über Corona-Maßnahmen
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder haben am Dienstagnachmittag ihre Beratungen über schärfere Corona-Maßnahmen aufgenommen. Im Zentrum steht die Frage, wie die Ausbreitung der hoch ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus gebremst werden kann. In Vorgesprächen hatten sich Vertreter von Bund und Ländern auf einen Beschlussentwurf verständigt, der erstmals auch Kontaktbeschränkungen für Genesene und Geimpfte im privaten Bereich vorsieht. Die neuen Maßnahmen sollen demnach spätestens am 28. Dezember in Kraft treten.
USA geben 580 Millionen Dollar an Organisationen für Kampf gegen Corona
Angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante spenden die USA für den Kampf gegen die Corona-Pandemie zusätzliche 580 Millionen Dollar (515 Millionen Euro) an internationale Organisationen. Davon gehen 280 Millionen Dollar an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und 170 Millionen Dollar an das UN-Kinderhilfswerk Unicef, wie US-Außenminister Antony Blinken am Dienstag mitteilte.
Neuer Finnischer Atomreaktor mit zwölf Jahren Verspätung in Betrieb genommen
Zwölf Jahre später als ursprünglich geplant ist der an Finnlands Südwestküste gelegene Atomreaktor Olkiluoto 3 erstmals in Betrieb genommen worden. Der Betreiber TVO bezeichnete den Schritt am Dienstag als "historisch": Es ist die erste Inbetriebnahme eines neuen Kernreaktors in Finnland seit 40 Jahren und die erste in Europa seit der Inbetriebnahme des rumänischen Reaktors Cernavoda Block 2 in 2007.
Angeklagter im Mordfall Amess plädiert auf nicht schuldig
Der wegen Mordes an dem britischen Abgeordneten David Amess Angeklagte hat auf nicht schuldig plädiert. Bei einer kurzen Gerichtsanhörung in London wies der 25-jährige Ali Harbi Ali am Dienstag den Vorwurf des Mordes sowie die Planung von Terroranschlägen zurück. Der konservative Abgeordnete und fünffache Familienvater Amess war am 15. Oktober während einer Bürgersprechstunde in seinem Wahlkreis erstochen worden.
Stiko empfiehlt Booster-Impfung schon nach drei Monaten
Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Auffrischung der Corona-Impfung nun bereits nach drei Monaten. Durch die Verkürzung des Abstands sollten "der Schutz vor schweren Erkrankungen durch Infektionen mit der Omikron-Variante von Sars-CoV-2 in der Bevölkerung verbessert und die Transmission der sich ausbreitenden Omikron-Variante vermindert werden", teilte die Kommission am Dienstag mit. Der Impfschutz gegen die neue Virusvariante nehme bereits "drei bis vier Monate nach Grundimmunisierung signifikant ab".
Russland: Putin droht im Ukraine-Konflikt mit Krieg!
Russlands Präsident Wladimir Putin hat im Konflikt um die Ukraine seine Drohungen verschärft - und mit einer "militärisch-technischen" Reaktion auf das angeblich "unfreundliche" Verhalten des Westens gedroht. Sollte der Westen seine "eindeutig aggressive Haltung" nicht aufgeben, "werden wir die angemessenen militärisch-technischen Vergeltungsmaßnahmen ergreifen", sagte Putin am Dienstag bei einem Treffen mit Vertretern der russischen Armee und des Verteidigungsministeriums in Moskau. Die Äußerungen Putins nähren Befürchtungen, die russische Armee könnte einen Einmarsch in die Ukraine planen. Russland hat an der Grenze zum Nachbarland zehntausende Soldaten zusammengezogen. Moskau bestreitet die Vorbereitung einer Invasion und wirft der Regierung in Kiew und der Nato Provokationen vor. Von dem Westbündnis forderte Putin zuletzt eine schriftliche Erklärung zu Sicherheitsgarantien sowie einen Verzicht auf eine Osterweiterung. (I.Beryonev--DTZ)