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Umweltbundesamt mahnt bei Klimaanpassung zur Eile
Das Umweltbundesamt (UBA) mahnt bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland zur Eile. Insbesondere wenn es nicht gelingen sollte, die Erderwärmung weltweit auf zwei Grad zu begrenzen - was für Deutschland voraussichtlich plus 2,4 Grad bedeuten würde -, müsse schnell gehandelt werden, um hohe oder sehr hohe Risiken für unterschiedliche Regionen noch wirksam vermindern zu können, warnte die Behörde am Donnerstag.
Israel weiht Vertretung in Marokkos Hauptstadt Rabat ein
Nach der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen mit Marokko im vergangenen Jahr hat Israel am Donnerstag seine Vertretung in Rabat eröffnet. "Historischer Moment - Wir haben die israelische Vertretung in Marokko eingeweiht", schrieb der israelische Außenminister Jair Lapid auf Twitter. Lapid war bei der Zeremonie in Marokkos Hauptstadt Rabat anwesend und sprach von einem "historischen Besuch".
Renommierter russischer Hyperschall-Forscher wegen Hochverrats festgenommen
Der russische Geheimdienst hat nach Medieninformationen einen renommierten Wissenschaftler des Landes festgenommen, der Spezialist auf dem Gebiet der Hyperschall-Forschung ist. Alexander Kuranow werde "Hochverrat" vorgeworfen, berichteten am Donnerstag die Nachrichtenagenturen Tass und Interfax. Der 73-Jährige werde verdächtigt, "geheime Informationen" an einen "ausländischen Staatsbürger" weitergegeben zu haben. Aus welchem Land der "ausländische Staatsbürger" kommen soll, wurde zunächst nicht bekannt.
Letzter überlebender Anführer der Roten Khmer will Berufung gegen Genozid-Urteil einlegen
Der letzte überlebende ranghohe Vertreter der Roten Khmer in Kambodscha will Berufung gegen seine lebenslange Haftstrafe wegen Völkermordes einlegen. Der 90-jährige ehemalige Staatschef Khieu Samphan werde in der kommenden Woche seine Verurteilung anfechten, kündigte sein Anwaltsteam am Donnerstag an. Ein Sprecher des Tribunals teilte mit, dass die Anhörung von Montag bis Donnerstag stattfinden werde.
Mehr als 1500 Seeleute im Hamburger Hafen gegen Corona geimpft
Im Hamburger Hafen sind inzwischen mehr als 1500 Seeleute aus aller Welt von den Behörden gegen das Coronavirus geimpft worden. Das teilte der Senat der Hansestadt am Donnerstag mit. Hamburg hatte nach eigenen Angaben als eine der ersten Hafenstädte überhaupt vor etwa sechs Wochen begonnen, Crewmitglieder von Kreuzfahrt- und Frachtschiffen kostenlos zu impfen. Es gibt Termine beim Hafenärztlichen Dienst, zudem ist ein mobiles Impfteam in der Seemannsmission im Einsatz.
Auswärtiges Amt fordert Deutsche in Afghanistan dringend zur Ausreise auf
Wegen des schnellen Vorrückens der radikalislamischen Taliban in Afghanistan hat das Auswärtige Amt alle Deutschen in dem Land dringend zur baldigen Ausreise aufgefordert. In einer Mitteilung vom Donnerstag wurde die Verschärfung der bereits geltenden Ausreiseempfehlung mit der aktuellen Verschlechterung der Sicherheitslage begründet. Von "sehr, sehr bitteren Bildern" sprach Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU).
Bundesgerichtshof will in kommender Woche über NSU-Verfahren informieren
Der Bundesgerichtshof (BGH) will in der kommenden Woche weitere Entscheidungen im NSU-Verfahren bekanntgeben. Voraussichtlich werde am Donnerstag über den weiteren Fortgang des Verfahrens informiert, teilte das Gericht am Donnerstag in Karlsruhe mit. Der BGH befasst sich mit den Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) München aus dem Juli 2018, auch die Bundesanwaltschaft legte in einem Fall Revision ein.
Hafturteil gegen ICE-Attentäter von Allersberg und Berlin rechtskräftig
Der ICE-Attentäter von Allersberg und Berlin muss eine lebenslange Haftstrafe antreten. Das Oberlandesgericht Wien habe die Berufung des Verurteilten gegen das Urteil des Landgerichts Wien vom Dezember 2020 abgelehnt, teilten das bayerische Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft München am Donnerstag mit. Der Iraker hatte 2018 in Deutschland vier Versuche unternommen, ICE-Züge zum Entgleisen zu bringen.
Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Sambia
Im südafrikanischen Sambia ist am Donnerstag ein neuer Präsident gewählt worden. 16 Kandidaten konkurrierten um das Amt, als Favoriten galten jedoch der seit 2015 amtierende Staatschef Edgar Lungu und sein langjähriger Kontrahent, der Geschäftsmann Hakainde Hichilema. Parallel zur Präsidentschaftswahl fanden Parlaments- und Kommunalwahlen statt. Der Wahlkampf war von den wirtschaftlichen Problemen des Landes und den Auswirkungen der Corona-Krise geprägt.
Präsidentschafts- und Parlamentswahl in Sambia
Im südafrikanischen Sambia ist am Donnerstag ein neuer Präsident gewählt worden. 16 Kandidaten konkurrierten um das Amt, als Favoriten galten jedoch der seit 2015 amtierende Staatschef Edgar Lungu und sein langjähriger Kontrahent, der Geschäftsmann Hakainde Hichilema. Parallel zur Präsidentschaftswahl fanden auch Parlaments- und Kommunalwahlen statt. Der Wahlkampf war von den wirtschaftlichen Problemen des Landes und den Auswirkungen der Corona-Krise geprägt.
Hilfsorganisationen fordern Sondersteuer für Superreiche für weltweite Corona-Impfungen
Angesichts der schleppenden Impffortschritte in armen Ländern fordern Oxfam und andere Hilfsorganisationen eine stärkere finanzielle Verpflichtung von Superreichen im Kampf gegen die Pandemie. Konkret schlagen sie eine einmalige Vermögensabgabe von 99 Prozent auf Gewinne vor, die Milliardärinnen und Milliardäre während der Pandemie gemacht haben. Dies würde demnach weltweit rund 5,4 Billionen Dollar (4,6 Billionen Euro) für öffentliche Kassen bringen. Damit "ließen sich Covid-19-Impfungen für alle Menschen finanzieren".
Karliczek: Schülerausweis soll als Corona-Testnachweis genutzt werden
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) unterstützt den Vorschlag, Schülerausweise als Nachweis für einen negativen Corona-Test zu verwenden. "Ich halte die Idee grundsätzlich für gut, den Schülerausweis für den Testnachweis nach der Schule zu erweitern", sagte sie der "Rheinischen Post" vom Donnerstag. "Damit könnte Kindern und Jugendlichen, für die es noch keine uneingeschränkte Impfempfehlung oder keine Impfstoffe gibt, eine Erleichterung im Alltag geboten werden, wenn sie in ihrer Freizeit den negativen Test aus der Schule nachweisen müssen."
Human Rights Watch wirft palästinensischen Gruppen in Gaza "Kriegsverbrechen" vor
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat den im Gazastreifen agierenden radikalislamischen Gruppen "Kriegsverbrechen" während der jüngsten Gewalteskalation in Nahost im Mai vorgeworfen. In einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht kommt die Organisation zu dem Schluss, der tödliche Raketenbeschuss ziviler Gebiete in Israel sei ein Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht gewesen.
Insgesamt 47 Parteien nehmen mit Kandidaten an Bundestagswahl teil
Bei der Bundestagswahl am 26. September stellen sich insgesamt 47 Parteien den Bürgerinnen und Bürgern zur Wahl. Dies teilte Bundeswahlleiter Georg Thiel am Donnerstag mit. Zugelassen zur Wahl sind sogar 54 Parteien - allerdings treten laut Thiel sieben von ihnen weder mit Landeslisten noch mit Wahlkreiskandidaten an, sie können deshalb nicht gewählt werden.
Immer mehr Rentnerinnen und Rentner in Deutschland zahlen Einkommensteuer
Die Zahl der einkommensteuerpflichten Rentnerinnen und Rentner in Deutschland hat sich weiter erhöht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Donnerstag waren im vergangenen Jahr 63,8 Prozent oder annähernd zwei Drittel sämtlicher Rentenleistungen im Inland einkommensteuerpflichtig. Gegenüber dem Vorjahr 2019 war dies ein Anstieg um 1,7 Prozentpunkte. Der Anteil erhöhte sich laut Wiesbadener Bundesamt seit 2015 inzwischen schon um mehr als acht Prozentpunkte.
CDU-Politiker fordern mehr Schwung in Laschets Wahlkampf
Angesichts schwacher Umfragewerte fordern führende CDU-Politiker mehr Schwung im Wahlkampf der eigenen Partei. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sagte dem "Handelsblatt" zum bisherigen Wahlkampf: "Das überzeugt niemanden." Es brauche nun eine stärkere inhaltliche Auseinandersetzung. "Wir müssen die Themen in den Mittelpunkt rücken, die für die Menschen wichtig sind." Der Anspruch von CDU/CSU müsse es sein, bei "mindestens 30 Prozent" zu liegen - und "wir werden unseren eigenen Ansprüchen derzeit nicht gerecht", kritisierte Günther.
Taliban erobern drittgrößte Stadt Herat
Beim Vormarsch der Taliban in Afghanistan ist die drittgrößte Stadt Herat am Donnerstag in die Hände der Islamisten gefallen. Mit der Stadt nahe der Grenze zum Iran eroberte die Miliz innerhalb einer Woche die elfte Provinzhauptstadt. Zudem rückten die Taliban weiter auf Kabul vor und nahmen die Provinzhauptstadt Ghasni ein, die 150 Kilometer von der Hauptstadt liegt.
Taliban rücken auf afghanische Hauptstadt vor
Bei ihrem Vormarsch in Afghanistan rücken die radikalislamischen Taliban immer näher an die Hauptstadt Kabul heran: Die Islamisten eroberten nun die Provinzhauptstadt Ghasni nur 150 Kilometer vor Kabul, wie das Innenministerium am Donnerstag mitteilte. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) kündigte an, im Falle einer kompletten Eroberung Afghanistans durch die Taliban würden die deutschen Finanzhilfen für das Land gestoppt.
Taliban erobern Provinzhauptstadt nahe Kabul
Die radikalislamischen Taliban haben die afghanische Provinzhauptstadt Ghasni nur 150 Kilometer vor den Toren Kabuls erobert. "Die Taliban haben die Kontrolle über die wichtigsten Bereiche der Stadt erlangt", sagte der Vorsitzende des Provinzrates, Nassir Ahmed Fakiri, der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. Ghasni ist bereits die zehnte Provinzhauptstadt, die binnen einer Woche an die Islamisten fällt.
Intensivmediziner fordern Umfrage zum Stand der Impfkampagne
Angesichts der Unsicherheit über die Zahl der tatsächlich verabreichten Corona-Impfungen in Deutschland fordern Intensivmediziner eine repräsentative Bevölkerungsumfrage zur bundesweiten Impfquote. "Das Impfen ist der entscheidende Erfolgsfaktor der Pandemie. Wir müssen alles dafür tun, das Vertrauen in die Impfkampagne zu stärken", sagte der Präsident des Intensivmediziner-Verbands Divi, Gernot Marx, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das Bundesgesundheitsministerium plant derzeit allerdings keine derartige Umfrage.
Sambia wählt inmitten von Wirtschaftskrise einen neuen Präsidenten
Im südafrikanischen Sambia wird heute ein neuer Präsident gewählt. Der seit 2015 amtierende Staatschef Edgar Lungu kandidiert für eine weitere Amtszeit, sein stärkster Herausforderer ist der Geschäftsmann Hakainde Hichilema. Rund sieben Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben; die Wahllokale sind von 6.00 Uhr morgens bis 18.00 Uhr abends geöffnet.
370 an belarussisch-litauischer Grenze gestrandete Iraker nach Hause geflogen
Der Irak hat 370 seiner Staatsbürger nach Hause geholt, die beim Versuch der Einreise in die EU an der belarussisch-litauischen Grenze gestrandet waren. Außenamtssprecher Ahmed al-Sahaf sagte am Mittwoch in Bagdad, ein Sonderflug habe am Dienstag 240 Iraker von Minsk nach Bagdad gebracht. Am Tag zuvor seien bereits 130 irakische Staatsbürger in ihre Heimat zurückgekehrt. Weitere sollten folgen.
Polnisches Parlament stimmt umstrittenem Mediengesetz zu
Einen Tag nach dem Zerbrechen der nationalkonservativen Koalition in Polen hat das Parlament dem umstrittenen Mediengesetz der Regierung zugestimmt. Mit 228 Ja- zu 216 Nein-Stimmen wurde das Gesetz am Mittwochabend in Warschau verabschiedet. Es hatte die Abgeordneten zuvor stundenlang in Atem gehalten; eine Entscheidung über das Gesetz wurde zunächst vertagt, dann jedoch letztlich doch abgestimmt. Nach Ansicht von Kritikern bedroht das Gesetz die Pressefreiheit und könnte die Beziehungen zu den USA beeinträchtigen.
Polnische Regierung bringt umstrittenes Mediengesetz nicht durchs Parlament
Einen Tag nach dem Zerbrechen der nationalkonservativen Regierungskoalition in Polen hat das Parlament eine Abstimmung über ihr umstrittenes Mediengesetz verhindert. Mit einer knappen Mehrheit von 229 gegen 227 Stimmen schaffte es die Opposition am Mittwoch, die Sitzung zu unterbrechen. Damit konnte nicht - wie von der Regierung geplant - über das Gesetz abgestimmt werden.
Amnesty kritisiert Unterdrückung von Protest vor anstehender Wahl in Russland
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat die Unterdrückung von friedlichen Protesten vor der Parlamentswahl im September in Russland scharf kritisiert. Durch immer restriktivere Gesetze sowie harte Polizei- und Strafverfolgungsmaßnahmen hätten die russischen Behörden das Recht auf friedliche Versammlung so weit ausgehöhlt, dass es die Möglichkeit für Protest kaum noch gebe, beschreibt ein am Donnerstag veröffentlichter Bericht von Amnesty die Lage. Die Organisation fordert deshalb eine Reform des Versammlungsrechts.
Britischer Richter gibt US-Antrag auf Assange-Auslieferung mehr Spielraum
Im Streit um die Auslieferung von Wikileaks-Gründer Julian Assange hat ein britischer Richter den USA weiteren Spielraum für ihre Berufung gegen das von einem Londoner Gericht verhängte Auslieferungsverbot eingeräumt. Nach einer Voranhörung entschied Richter Timothy Holroyde am Mittwoch in London, dass der Berufungsantrag auf nunmehr fünf Punkte ausgeweitet werden kann, zwei mehr als bisher zugelassen.
Ziemiak fordert Belebung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt
Angesichts des Rückgangs bei der Zahl neuer Ausbildungsverträge hat CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak Maßnahmen zur Belebung von Wirtschaft und Ausbildungsmarkt gefordert. "Damit wir weiter wirtschaftlich an Fahrt aufnehmen, brauchen wir stabile Lohnzusatzkosten, wettbewerbsfähige Unternehmenssteuern, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie Abbau von Bürokratie", sagte Ziemiak am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Wichtig sei, "dass wir Handwerk und Mittelstand jetzt insgesamt entlasten statt mit höheren und neuen Steuern belasten".
Prozess gegen mutmaßliche Linksextremistin Lina E. beginnt am 8. September
Der Prozess gegen die mutmaßliche Leipziger Linksextremistin Lina E. und drei potenzielle Mittäter beginnt am 8. September vor dem Oberlandesgericht in Dresden. Das teilte das Gericht in der sächsischen Hauptstadt am Mittwoch mit. Laut Anklage der Bundesanwaltschaft soll E. eine kriminelle linksextremistische Gruppe angeführt haben, die Angriffe auf mutmaßliche Rechtsextremisten verübt haben soll. Die anderen drei Angeklagten sollen ebenfalls dazugehört haben. Der Prozess soll mindestens bis Dezember dauern.
Südafrikas Präsident Ramaphosa räumt Wissen um Korruption unter Vorgänger Zuma ein
Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat vor einem Anti-Korruptions-Ausschuss eingeräumt, dass die Korruption unter seinem Amtsvorgänger Jacob Zuma weitreichende Ausmaße annahm - und dass er als Vize-Präsident davon wusste. Er habe damals fünf Möglichkeiten für sich gesehen, sagte Ramaphosa: "Zurücktreten, etwas sagen, es hinnehmen, bleiben und schweigen oder bleiben und Widerstand leisten." Er habe sich dafür entschieden, zu bleiben und Widerstand zu leisten.
Südafrikas Präsident Ramaphosa gesteht Korruption unter Vorgänger Zuma
Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat am Mittwoch vor einem Anti-Korruptions-Ausschuss eingeräumt, dass die Korruption unter seinem Amtsvorgänger Jacob Zuma weitreichende Ausmaße annahm - und dass er davon wusste. Er habe damals fünf Möglichkeiten für sich gesehen, sagte Ramaphosa: "Zurücktreten, etwas sagen, sein Einverständnis erklären, bleiben und schweigen oder bleiben und Widerstand leisten." Er habe sich dafür entschieden, zu bleiben und Widerstand zu leisten.
Debatte über strengere Einschränkungen für Ungeimpfte geht weiter
Nach den Bund-Länder-Beschlüssen zur Corona-Lage sind Rufe nach noch strengeren Einschränkungen für Ungeimpfte laut geworden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zeigte sich am Mittwoch offen dafür, Impf-Verweigerer von Veranstaltungen in Innenräumen auszuschließen - selbst dann, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen könnten. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) äußerte sich ähnlich. Viel Zustimmung erfuhr der Beschluss der Bund-Länder-Runde, die Kosten für Corona-Tests künftig den Getesteten aufzubürden.
Russische Justiz erhebt neue Anklage gegen Nawalny
In Russland geht die Justiz weiter hart gegen den inhaftierten Kreml-Kritiker Alexej Nawalny vor: Gegen den 45-Jährigen wurde am Mittwoch eine neue Anklage erhoben, die seine Gefängnisstrafe deutlich verlängern könnte. Nawalny werde die Gründung einer rechtswidrigen Organisation vorgeworfen, erklärte das für schwere Straftaten zuständige Ermittlungskomitee. Im Falle einer Verurteilung wegen der neuen Vorwürfe drohen Nawalny drei Jahre Gefängnis.