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Raisi fordert Garantie von Irans "Rechten" mit Blick auf Atomverhandlungen
Irans neuer Präsident Ebrahim Raisi hat von seinem französischen Kollegen Emmanuel Macron mit Blick auf die Atomverhandlungen eine Garantie der "Rechte" seines Landes gefordert. In seinem ersten telefonischen Gespräch mit einem westlichen Regierungschef seit seinem Amtsantritt vor einer Woche sagte der Staatschef am Montag, bei allen Verhandlungen müssten "die Rechte der iranischen Bevölkerung gewahrt und die Interessen unserer Nation sichergestellt werden". Macron forderte Raisi auf, die Verstöße gegen das Atomabkommen von 2015 "unverzüglich" einzustellen.
Merkel reist Ende August in die Ukraine
Eine der voraussichtlich letzten Auslandsreisen als Bundeskanzlerin führt Angela Merkel (CDU) wenige Wochen vor der Bundestagswahl in die Ukraine. Die Kanzlerin werde am 22. August in Kiew erwartet, erklärte ein Sprecher des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Montag auf Facebook. Gegenstand der geplanten Spitzengespräche sind demnach unter anderem die Themen Sicherheit und bilaterale Beziehungen.
USA verhängen neue Sanktionen gegen Belarus
Die USA verhängen ein Jahr nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Belarus weitere Sanktionen gegen die Regierung von Machthaber Alexander Lukaschenko. US-Präsident Joe Biden werde am Montag einen entsprechenden Erlass unterzeichnen, unter anderem wegen Lukaschenkos "Angriffs auf die demokratischen Bestrebungen und die Menschenrechte der belarussischen Bevölkerung", teilte das Weiße Haus in Washington mit. Auch das Nationale Olympische Komitee von Belarus sei Ziel von Sanktionen des US-Finanzministeriums.
Berliner Untersuchungsausschuss zu Amri-Anschlag kritisiert Sicherheitsbehörden
Gut viereinhalb Jahre nach dem Anschlag auf den Breitscheidplatz hat ein Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses den Sicherheitsbehörden zahlreiche Defizite attestiert. Der Ausschuss habe keinen alleinigen Schuldigen und keinen Einzelfehler gefunden, sagte der Vorsitzende Stephan Lenz (CDU) bei der Vorstellung des Abschlussberichts am Montag. "Dennoch haben wir zahlreiche Fehler festgestellt." Die Summe dieser habe "den Anschlag möglich gemacht".
Taliban erobern sechste Provinzhauptstadt binnen vier Tagen in Afghanistan
Die radikalislamischen Taliban haben am Montag die sechste afghanische Provinzhauptstadt binnen weniger Tage erobert. Die Miliz habe nunmehr die "volle Kontrolle" über Aibak in der nordafghanischen Provinz Samangan, sagte Vize-Gouverneur Sefatullah Samangani der Nachrichtenagentur AFP. Die Islamisten rückten laut einem Taliban-Sprecher zudem auf Masar-i-Scharif vor, den langjährigen Stützpunkt der Bundeswehr und der größten Stadt im Norden Afghanistans.
USA, Großbritannien und Kanada verhängen neue Sanktionen gegen Belarus
Ein Jahr nach der umstrittenen Wiederwahl des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko haben mehrere westliche Staaten neue Sanktionen gegen Minsk verhängt. US-Präsident Joe Biden erklärte am Montag, das Handeln von "Lukaschenkos Regime" sei "ein unrechtmäßiger Versuch, sich um jeden Preis an der Macht zu halten". Auch Großbritannien und Kanada erließen weitere Strafmaßnahmen.
Lukaschenko bestreitet jegliche Beteiligung an Tod von Exil-Regierungskritiker
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat jegliche Verwicklung der Behörden seines Landes in den Tod des Aktivisten Witaly Schischow in der Ukraine zurückgewiesen. "Schischow, wer ist das für mich oder für Belarus?", sagte Lukaschenko am Montag bei einer Pressekonferenz in Minsk. "Er war ein Niemand für uns. Wer wäre dahin gefahren, um ihn zu hängen?"
Steinmeier lädt Engagierte der Corona-Krise zum Gartenfest
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender wollen sich mit einem Gartenfest bei Menschen bedanken, die in der Corona-Krise besonders großes Engagement gezeigt haben. Zu der Veranstaltung im Park des Schlosses Bellevue am 20. August seien Bürgerinnen und Bürger eingeladen, "die sich in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie in besonderer Weise in ihrem Beruf oder im Ehrenamt engagieren", teilte das Präsidialamt am Montag mit.
Katholischer Priester in Frankreich getötet
Ein Jahr nach der Brandstiftung in der Kathedrale im westfranzösischen Nantes hat der mutmaßliche Täter offenbar einen katholischen Priester getötet. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden meldete sich der Mann am Montagmorgen auf einer Polizeiwache und gestand, den Geistlichen in dem Ort Saint-Laurent-sur-Sèvre im Westen des Landes umgebracht zu haben. Am Abend hieß es, der Mann sei aus dem Polizeigewahrsam in eine Klinik verlegt worden.
Katholischer Priester in Frankreich ermordet
In Frankreich steht der mutmaßliche Brandstifter der Kathedrale von Nantes in dringendem Verdacht, einen katholischen Priester getötet zu haben. Innenminister Gérald Darmanin erklärte am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter, im Départment Vendée sei ein Geistlicher Opfer eines "dramatischen Mordes" geworden. Später bestätigte er, dass der mutmaßliche Täter vor einem Jahr auch den Brand in der Kathedrale gelegt haben soll.
Katholischer Priester im Westen Frankreichs ermordet
Im Westen Frankreichs ist am Montag ein katholischer Priester ermordet worden. Innenminister Gérald Darmanin erklärte im Kurzbotschaftendienst Twitter, der Geistliche sei im Départment Vendée Opfer eines "dramatischen Mordes" geworden. Er sicherte den Katholiken des Landes "all seine Unterstützung" zu.
Mutmaßliche Dschihadisten in Mali und Burkina Faso töten dutzende Zivilisten
Mutmaßlich dschihadistische Milizen haben im Grenzgebiet zwischen Mali und Burkina Faso dutzende Zivilisten und Soldaten getötet. Im Nordosten Malis töteten Angreifer auf Motorrädern mindestens 51 Dorfbewohner, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag von Vertretern der Sicherheitskräfte und Lokalbehörden erfuhr. In Burkina Faso nahe der Grenze zu Mali wurden zwölf Soldaten bei einem Angriff aus dem Hinterhalt getötet.
Dutzende Tote bei Angriffen mutmaßlicher Dschihadisten in Mali und Burkina Faso
Bei Angriffen mutmaßlich dschihadistischer Milizen in Grenzregionen von Mali und Burkina Faso sind dutzende Zivilisten und Soldaten getötet worden. Im Nordosten Malis töteten Angreifer auf Motorrädern mehr als 40 Dorfbewohner, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag von Vertretern der Sicherheitskräfte und Lokalbehörden erfuhr. In Burkina Faso nahe der Grenze zu Mali wurden zwölf burkinische Soldaten bei einem Angriff aus dem Hinterhalt getötet.
Dutzende Tote bei Angriffen mutmaßliche Dschihadisten in Mali und Burkina Faso
Bei Angriffen mutmaßlich dschihadistischer Milizen in Grenzregionen von Mali und Burkina Faso sind dutzende Zivilisten und Soldaten getötet worden. Im Nordosten Malis töteten Angreifer auf Motorrädern mehr als 40 Dorfbewohner, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag von Vertretern der Sicherheitskräfte und Lokalbehörden erfuhr. In Burkina Faso nahe der Grenze zu Mali wurden zwölf burkinische Soldaten bei einem Angriff aus dem Hinterhalt getötet.
Ex-Mitarbeiterin wirft New Yorker Gouverneur "Verbrechen" vor
Der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo gerät wegen Belästigungsvorwürfen zahlreicher Frauen zunehmend in Bedrängnis. "Was er mir angetan hat, ist ein Verbrechen", sagte Cuomos Chefassistentin Brittany Commisso in einem am Montag ausgestrahlten TV-Interview. Der Gouverneur habe sie zwei Mal begrapscht. Wenige Stunden vor der Ausstrahlung des Interviews war Cuomos enge Mitarbeiterin Melissa DeRosa wegen der Vorwürfe gegen ihren Chef zurückgetreten.
Enge Mitarbeiterin von New Yorks Gouverneur hat gekündigt
Eine enge Mitarbeiterin des wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung unter Druck stehenden New Yorker Gouverneurs Andrew Cuomo hat gekündigt. Die Sekretärin des Politikers der Demokratischen Partei, Melissa DeRosa, reichte am Sonntag (Ortszeit) laut übereinstimmenden Medienberichten ihre Kündigung ein. Einem Untersuchungsbericht der Staatsanwaltschaft zufolge hatte DeRosa ihren Vorgesetzten lange gegen die Vorwürfe verteidigt.
Bundesanwaltschaft erhebt weitere Anklage gegen mutmaßliche Linksextremistin Lina E.
Die Bundesanwaltschaft hat eine weitere Anklage gegen die mutmaßliche Linksextremistin Lina E. erhoben. Neben der Mitgliedschaft in einer linksextremistischen kriminellen Vereinigung werde ihr nun eine weitere gemeinschaftlich begangene gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, teilte die Behörde am Montag in Karlsruhe mit. Sie soll 2018 zusammen mit drei anderen eine "der rechten Szene zuzuordnende Person" angegriffen und verletzt haben.
Weltklimarat: Erde wird sich bereits bis 2030 um 1,5 Grad erwärmen
Die Erde erwärmt sich schneller als bislang angenommen und wird bereits gegen 2030 1,5 Grad wärmer als im vorindustriellen Zeitalter sein - zehn Jahre früher als noch 2018 prognostiziert. Das ist das Ergebnis des ersten Teils des am Montag in Genf veröffentlichten Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC. Bundesforschungsministerin Karliczek sprach von einem "nicht mehr zu überhörenden" Warnsignal. Die EU, die USA und Großbritannien forderten rasches Handeln.
IPCC-Bericht: Erderwärmung um 1,5 Grad wird bereits 2030 erreicht
Der Weltklimarat IPCC warnt im ersten Teil seines neuen Sachstandsberichts vor einer deutlich rascheren globalen Erwärmung als bislang angenommen. Die Erde werde sich bei der derzeitigen Entwicklung bereits gegen 2030 um 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erwärmen - und damit zehn Jahre früher als noch 2018 prognostiziert, heißt es in dem am Montag in Genf veröffentlichten Bericht. Die Erderwärmung sei dabei "eindeutig" durch den Menschen verursacht.
Nagasaki gedenkt des US-Atombombenabwurfs vor 76 Jahren
Die japanische Stadt Nagasaki hat am Montag ihrer Zerstörung durch eine US-Atombombe vor 76 Jahren gedacht. Überlebende und einige ausländische Würdenträger hielten um 11.02 Uhr Ortszeit (04.02 Uhr MESZ) ein stilles Gebet. Zu diesem Zeitpunkt wurde 1945 die zweite - und bislang letzte - Atomwaffe in Kriegszeiten abgeworfen. Das zweite Jahr in Folge fiel das Gedenken wegen der Corona-Pandemie kleiner aus als üblich.
Baerbock: Nächste Weltklimakonferenz muss Wendepunkt bringen
Vor der Präsentation des neuen Sonderberichts des Weltklimarats IPCC an diesem Montag fordert Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock deutlich mehr internationales Engagement gegen die Erderwärmung. "Die Klimakonferenz in Glasgow muss zum Klima-Turning-Point werden", sagte Baerbock der "Welt" vom Montag. "Denn nur dann haben wir die Chance, vom aktuellen Über-Drei-Grad-Pfad auf den 1,5-Grad-Pfad von Paris zu kommen."
Schulze und Müller fordern mehr globale Zusammenarbeit beim Klimaschutz
Mit Blick auf den neuen Sonderbericht des Weltklimarats IPCC, der am Montag vorgestellt wird, haben Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) mehr weltweite Zusammenarbeit beim Klimaschutz gefordert. "In den kommenden zehn Jahren entscheidet sich, ob wir es schaffen werden, die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen", sagte Schulze der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Montagsausgabe).
SPD im NRW-Landtag wirft Laschet Versäumnisse in der Flutkatastrophe vor
Knapp einen Monat nach der verheerenden Flutkatastrophe hat die SPD-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen ihre Kritik am Krisenmanagement von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bekräftigt. In einem internen Papier, aus dem die Düsseldorfer "Rheinische Post" (Montagsausgabe) zitiert, kritisieren die Landtagsabgeordneten, dass die Landesregierung keinen Krisenstab einberufen habe, obwohl ein Erlass dies angesichts der Extremwetter-Warnungen zwingend vorgesehen hätte.
Müller fordert mehr Klimaschutz-Investitionen in Entwicklungsländern
Vor der Vorstellung des ersten Teils des Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC am Montag hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) die EU zu mehr Unterstützung für ärmere Länder im Kampf gegen den Klimawandel aufgefordert. In den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Montag forderte er einen "weltweiten Green Deal" mit "gewaltigen" privaten und staatlichen Investitionen zum Ausbau erneuerbarer Energien in Schwellen- und Entwicklungsländer.
Luisa Neubauer kritisiert fehlenden Klimaschutz in Bundestags-Wahlprogrammen
Vor der Vorstellung des ersten Teils des Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC am Montag hat Aktivistin Luisa Neubauer den fehlenden Klimaschutz in den Bundestags-Wahlprogrammen einiger Parteien kritisiert. "Deutschland ist Lichtjahre von der Einhaltung unserer 1,5 Grad-Zusage entfernt", sagte sie den Zeitungen des Redaktionsnetzwerkes Deutschland (RND) vom Montag. Nötig sei eine "Neuverhandlung" der Wahlprogramme: "Sie alle müssen mit der 1,5 Grad-Grenze vereinbar sein", forderte sie.
Symbolischer Trauerzug für Opfer der Explosionskatastrophe im Hafen von Beirut
Mit einem symbolischen Trauerzug haben dutzende Menschen an die Opfer der Explosionskatastrophe im Hafen von Beirut erinnert. An der Spitze des Zuges zogen am Sonntagabend Angehörige der Toten vom Hafen der libanesischen Hauptstadt in die Stadtteile Gemmayzé und Mar Mikhaïl, die bei der Katastrophe am 4. August 2020 zerstört wurden. Die Teilnehmer trugen Bilder der Toten, Fackeln und mit Blumen geschmückte Särge durch die Straßen.
Mehr als 500 antisemitische Vorfälle mit Corona-Bezug registriert
Binnen eines Jahres haben Forscher rund 560 Fälle von Antisemitismus mit Bezug zur Corona-Pandemie gezählt. Zwischen Mitte März 2020 und Mitte März 2021 wurden demnach in Deutschland exakt 561 Vorkommnisse beobachtet, wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine Untersuchung des Bundesverbands Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) berichtete.
Demonstrationen in Myanmar am Jahrestag von pro-Demokratie-Aufstand 1988
Am Jahrestag des Pro-Demokratie-Aufstandes in Myanmar im Jahr 1988 haben in dem Land zahlreiche Menschen gegen das erneut regierende Militär protestiert. In Rangun, der größten Stadt des Landes, sowie der Millionenstadt Mandalay hatten Aktivisten in den Online-Netzwerken für Sonntag zu spontanen Kundgebungen aufgerufen. Rot gekleidete Demonstranten trugen Transparente mit der Aufschrift "Lasst uns die alte Blutschuld von 1988 im Jahr 2021 zurückgeben".
Viel Unterstützung für Abkehr von Inzidenz als zentralem Maßstab in Corona-Krise
Vor der Bund-Länder-Konferenz über den weiteren Kurs in der Corona-Krise am Dienstag mehren sich die Stimmen für einen grundlegenden Wechsel bei den Maßstäben zur Beurteilung der Lage. Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) sprach sich am Wochenende für eine Abkehr von der Corona-Inzidenz als zentralem Richtwert für Maßnahmen aus. "Ausschlaggebend muss auch die Belegung von Krankenhausbetten und Intensivstationen sein", forderte Laschet in der "Bild am Sonntag".
Laschet drängt auf schnelle Entscheidung über unbegrenzte Flutopferhilfen
Nach der schweren Flutkatastrophe hat Nordrhein-Westfalens Regierungschef Armin Laschet (CDU) eine schnelle Einigung auf finanzielle Hilfen zum Wiederaufbau eingefordert. Bereits die für Dienstag geplante Konferenz der Ministerpräsidenten der Länder müsse ein "klares Signal" an die betroffenen Regionen senden, sagte der Unions-Kanzlerkandidat der "Bild am Sonntag". Er versprach zudem Mittel in unbegrenzter Höhe.
Neuer IPCC-Bericht ist bisher "eindringlichste Warnung"
Der neue Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC ist nach Einschätzung des Präsidenten der UN-Klimagipfels COP26, Alok Sharma, die bislang "eindringlichste Warnung" vor dem menschgemachten Klimawandel. Der Bericht, dessen erster Teil am Montag vorgestellt werden soll, zeige auf, "dass menschliches Verhalten die globale Erwärmung in alarmierender Weise beschleunigt", sagte der britische Staatssekretär der Sonntagszeitung "Observer". "Wir können es uns nicht leisten, zwei Jahre, fünf Jahre, zehn Jahre zu warten", sagte Sharma weiter. Die Folgen der globalen Erwärmung seien bereits sichtbar: Überschwemmungen in Europa und China, Waldbrände, Rekordtemperaturen. "Jeden Tag werden wir auf die eine oder andere Weise einen neuen Rekord in der Welt erleben." Die Sachstandsberichte des Weltklimarats gelten als wegweisend für die globale Klimapolitik. Der erste Teil des neuen Berichts behandelt naturwissenschaftliche Grundlagen des Klimawandels. Hintergründig geht es dabei um die Frage, wie das Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens noch erreicht werden kann, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad, mindestens aber auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Die IPCC-Erkenntnisse sollen auch in die Beratungen der UN-Klimakonferenz im November in Glasgow einfließen. "Die COP26 muss der Moment sein, in dem wir es richtig machen", sagte Sharma dem "Observer". Ein Scheitern der Konferenz wäre "katastropisch, da gibt es kein anderes Wort". Unangenehm wurde es für den britischen Staatsminister, als er im Interview mit der Zeitung auf Projekte seiner Regierung im Bereich der fossilen Brennstoffe angesprochen wurde. London will unter anderem neue Öl- und Gasfelder in der Nordsee erschließen. Die Vorhaben stünden im Einklang mit den gesetzlichen Verpflichtungen Großbritanniens, beteuerte Sharma. Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hatte noch im Mai gewarnt, dass weltweit auf die Erschließung neuer Öl- und Gasvorkommen bereits ab diesem Jahr verzichtet werden müsse, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Die Erde hat sich im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter bereits um 1,1 Grad Celsius erwärmt, in Deutschland sogar um 1,6 Grad. Das 1,5-Grad-Ziel wird also in Teilen der Erde bereits überschritten, weltweit wird dies etwa um das Jahr 2030 erwartet - rund zehn Jahre früher als vom IPCC noch vor wenigen Jahren angenommen. Insgesamt steuert die Erde derzeit sogar auf eine Erwärmung um rund drei Grad oder mehr zu, mit schwerwiegenden Folgen für Menschen und Natur. (M.Dylatov--DTZ)
Taliban erobern Kundus und zwei weitere Provinzhauptstädte in Afghanistan
Die Taliban setzen ihre Blitzoffensive im Norden Afghanistans fort: Allein am Sonntag eroberte die radikalislamische Miliz drei Provinzhauptstädte, darunter die Stadt Kundus, in deren Nähe die Bundeswehr jahrelang ein großes Feldlager unterhalten hatte. Damit fielen innerhalb von drei Tagen fünf Provinzhauptstädte in die Hände der Islamisten.