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Tusk: Polnische Regierung hilft Putins Agenda
Der polnische Oppositionsführer und ehemalige EU-Ratspräsident Donald Tusk hat der Regierung seiner Heimat vorgeworfen, sich politisch auf die Seite von Russlands Präsident Wladimir Putin zu schlagen. Der einzige Mensch, der nach den Entscheidungen der PiS "einen weiteren Champagner öffnet, ist Putin im Kreml", sagte Tusk am Sonntag. Hintergrund ist eine kürzlich unterzeichnete Erklärung von Polens Regierungspartei mit anderen europäischen rechtsgerichteten Parteien, in der sie mehr "Souveränität" für die EU-Mitgliedstaaten forderten und eine Allianz planten.
"Ocean Viking" sucht Hafen für mehr als 570 Flüchtlinge
Die Flüchtlingshelfer des Rettungsschiffs "Ocean Viking" suchen einen Hafen für 572 Menschen. Die europäische Organisation SOS Méditerranée als Betreiberin des Schiffes rief die EU am Dienstag auf, einen "sicheren Ort" für die aus Seenot geretteten Flüchtlinge bereitzustellen. Die Helfer hatten die Menschen in den vergangenen Tagen von verschiedenen Booten aus dem Mittelmeer aufgenommen.
Helfer der "Ocean Viking" retten mehr als 570 Flüchtlinge im Mittelmeer
Binnen weniger Tage haben die Flüchtlingshelfer des Rettungsschiffs "Ocean Viking" im Mittelmeer mehr als 570 Menschen aus der Seenot gerettet. Nach einem Einsatz in der Nacht zum Montag befanden sich insgesamt 572 Flüchtlinge an Bord des Rettungsschiffs, wie die europäische Organisation SOS Méditerranée im Onlinedienst Twitter mitteilte. Vor der Küste Tunesiens bargen die Behörden derweil die Leichen von 21 verunglückten Flüchtlingen.
"Ocean Viking" rettet mehr als 570 Flüchtlinge aus Seenot
Die Flüchtlingshelfer des Rettungsschiffs "Ocean Viking" haben im Mittelmeer binnen weniger Tage mehr als 570 Menschen aus der Seenot gerettet. Nach einem Einsatz in der Nacht zum Montag befanden sich insgesamt 572 Flüchtlinge an Bord des Rettungsschiffs, wie die europäische Organisation SOS Méditerranée im Onlinedienst Twitter mitteilte. Seit Donnerstag absolvierten die Helfer demnach sechs Rettungseinsätze.
Helfer der "Ocean Viking" retten mehr als 200 Flüchtlinge im Mittelmeer
Das Rettungsschiff "Ocean Viking" der europäischen Organisation SOS Méditerranée hat binnen weniger Tage mehr als 200 Menschen von überfüllten Flüchtlingsbooten im Mittelmeer gerettet. Unter den seit Donnerstag geretteten 203 Migranten seien 67 Minderjährige, erklärte die Organisation am Sonntag. Die Menschen wurden demnach in vier verschiedenen Rettungsaktionen aufgenommen. Sie kommen SOS Méditerranée zufolge aus Ägypten, Gambia, Libyen, Südsudan, Syrien und Tunesien.
USA feiern Unabhängigkeitstag und weitgehende Rückkehr zur Normalität
Mit Verwandtenbesuchen oder Ausflügen haben die Menschen in den Vereinigten Staaten am Sonntag den Unabhängigkeitstag begangen. Fast 50 Millionen US-Bürger verreisten über das verlängerte Feiertagswochenende, wie der Automobilverband AAA mitteilte. Dies seien kaum weniger als 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie.
Südafrikas Ex-Präsident Zuma will Frist zum Haftantritt verstreichen lassen
Der zu einer Haftstrafe verurteilte südafrikanische Ex-Präsident Jacob Zuma hat wenige Stunden vor Ablauf einer Frist angekündigt, sich nicht der Polizei zu stellen. "Nicht nötig, dass ich heute ins Gefängnis gehe", sagte Zuma am Sonntag bei einer Pressekonferenz in seinem Wohnort Nkandla, in dem hunderte seiner Unterstützer seit Wochen campieren.
Ägypten gibt Containerschiff "Ever Given" am Mittwoch frei
Die ägyptischen Behörden geben in der kommenden Woche das Containerschiff "Ever Given" frei. Die Kanalbehörde teilte am Sonntag mit, bei einer Zeremonie am Mittwoch werde eine Einigung mit dem Schiffseigner unterzeichnet. Dann sei auch die "Abfahrt des Schiffes" geplant. Die "Ever Given" hatte den Suezkanal im März sechs Tage lang blockiert.
Versammlung in Chile beginnt mit Ausarbeitung einer neuen Verfassung
Die Ausarbeitung einer neuen Verfassung in Chile hat am Sonntag von Tumulten begleitet begonnen. Die Eröffnungssitzung der verfassunggebenden Versammlung in Santiago de Chile musste wegen Protesten vorübergehend unterbrochen werden, wie die Berichterstatterin des für Wahlen zuständigen Gerichts, Carmen Gloria Valladares, mitteilte. "Wir wollen eine Feier der Demokratie und keine Probleme, deshalb werden wir die Sitzung vorübergehend unterbrechen."
Luxemburgs Regierungschef wegen Corona zur Beobachtung im Krankenhaus
Luxemburgs Regierungschef Xavier Bettel ist eine Woche nach einem positiven Corona-Test zur Beobachtung ins Krankenhaus gekommen. Bettel werde vorsorglich für 24 Stunden im Krankenhaus bleiben, wo Untersuchungen vorgenommen werden sollten, teilte die Regierung mit. Bettel hatte am 6. Mai eine erste Dosis des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca erhalten.
Merkel trifft Staats- und Regierungschefs von Westbalkanstaaten zu virtuellem Gipfel
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat für Montag zu einem virtuellen Westbalkangipfel im Kanzleramt in Berlin eingeladen. An dem Treffen nehmen die Staats- und Regierungschefs der sechs Westbalkanstaaten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro und Serbien teil. Merkel tritt um 17.30 Uhr vor die Presse.
Marine Le Pen: "Wir kehren nicht zum Front National zurück"
Trotz der Wahlschlappe des rechtspopulistischen Rassemblement National (RN, Nationale Sammlungsbewegung) bei den jüngsten Regionalwahlen in Frankreich hält Parteichefin Marine Le Pen an ihrem Kurs fest: "Wir kehren nicht zum Front National zurück", sagte Le Pen am Sonntag in ihrer Rede auf dem Parteitag in Perpignan. Sie wolle die Partei weiterhin "allen politischen Kräften öffnen", bekräftigte sie und rief ihre Partei auf, bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr "den Sieg zu holen".
Steinmeier: Neue Regierung braucht "viel Mut" für Entscheidungen zum Klimaschutz
Angesichts des enormen politischen und gesellschaftlichen Veränderungsbedarfs im Kampf gegen den Klimawandel trägt die künftige deutsche Regierung nach Überzeugung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine immense Verantwortung. "Da ist viel Mut erforderlich für diejenigen, die nach dem September Regierungsverantwortung übernehmen", sagte Steinmeier in einem Interview mit der ZDF-Sendung "Berlin direkt", das am Sonntagabend ausgestrahlt werden sollte.
Nach Nato-Abzug mehr Geländegewinne für Taliban
Inmitten des Abzugs der Nato-Truppen aus Afghanistan gewinnen die radikalislamischen Taliban zunehmend an Boden. Nach heftigen Kämpfen in der Nacht zum Sonntag zogen sich die Regierungstruppen aus dem strategisch wichtigen Distrikt Pandschwai im Süden des Landes zurück, wie der Gouverneur des Bezirks, Hasti Mohammed, der Nachrichtenagentur AFP sagte. Zahlreiche Bewohner flohen in die Stadt Kandahar, die am Sonntag von einem tödlichen Anschlag erschüttert wurde. Der Vorsitzende des Provinzrates, Sajed Dschan Chakriwal, bestätigte die Eroberung von Pandschwai durch die Taliban. Er warf der Armee vor, sich "absichtlich" zurückgezogen zu haben. Assadullah, ein Kommandeur der Grenzpolizei in der Region, sagte, dass dort nur die Polizei gegen die Aufständischen kämpfe: "Die Armee und die Spezialeinheiten, die besser ausgerüstet sind, kämpfen gar nicht." Pandschwai liegt nahe der Provinzhauptstadt Kandahar. Immer wieder hatten die Taliban in den vergangenen Jahren versucht, den Bezirk zu erobern. Wegen der Kämpfe flohen am Sonntag zahlreiche Familien aus der Region, wie Detsche Tageszeitung erfuhr. "Die Taliban haben auf unser Auto geschossen, als ich mit meiner Familie geflohen bin", sagte Giran, ein Bewohner von Pandschwai, bei seiner Ankunft in der Stadt Kandahar. Die Aufständischen würden von den Bergen auf alle Fahrzeuge schießen. "Die Taliban wollen keinen Frieden", sagte Giran. Die Taliban hatten in der Provinz Kandahar einst ihren Aufstand begonnen und von dort das ganze Land erobert, bis sie durch eine US-geführte Invasion im Jahr 2001 gestürzt worden waren. Zwei Tage vor der jetzigen Eroberung von Pandschwai hatten die USA und ihre Verbündeten die Räumung der Luftwaffenbasis Bagram verkündet, eines der wichtigsten Militärstützpunkte in Afghanistan. Von dort aus waren 20 Jahre lang Operationen gegen die Taliban und das Extremistennetzwerk Al-Kaida geführt worden. Der US-Truppenabzug soll bis Ende August komplett abgeschlossen sein. Der Konflikt erreichte am Sonntag auch die Provinzhauptstadt Kandahar, wo ein Sekretär des Gouverneurs bei einem Anschlag getötet wurde. Nach Angaben des Innenministeriums starb er bei der Explosion einer Bombe, die an seinem Auto befestigt war. Beobachter befürchten, dass die Taliban nach dem vollständigen Abzug der Nato-Streitkräfte aus Afghanistan wieder die Macht in dem Land an sich reißen könnten. Die Friedensgespräche zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban kommen nicht voran. Pandschwai ist bereits der fünfte Bezirk in der Provinz Kandahar, der in den vergangenen Wochen an die Taliban gefallen ist. Experten zufolge erklärt vor allem das Fehlen der US-Luftunterstützung die Erfolge der Aufständischen in den vergangenen Wochen. Innenminister Satar Mirsakwal kündigte eine baldige Gegenoffensive an. "Die Städte sind unsere roten Linien", sagte er. Die Sicherheitskräfte würden die urbanen Zentren des Landes entschlossen verteidigen. Zuletzt war den Taliban in mehreren Offensiven die Eroberung dutzender Bezirke gelungen, sie haben beinahe alle größeren Städte des Landes eingekreist. Die Radikalislamisten haben nach eigenen Angaben über 100 der gut 400 Bezirke des Landes eingenommen. Entsprechende Angaben der Taliban werden aber von Regierungsvertretern oft bestritten und sind nur schwer zu überprüfen. Das afghanische Verteidigungsministerium teilte seinerseits am Samstag mit, bei Kämpfen seien binnen 24 Stunden mehr als 300 Taliban-Kämpfer getötet worden, unter anderem in der südlichen Provinz Helmand. Die Taliban bestritten dies allerdings. (P.Tomczyk--DTZ)
Ruf nach mehr Corona-Vorsorge im neuen Schuljahr
Auf die Regierungen von Bund und Ländern wächst der Druck, vor Beginn des neuen Schuljahrs bessere Vorsorge zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu treffen. Die Virologin Melanie Brinkmann vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) mahnte ein neues Testkonzept für Schulen an. Die FDP forderte eine "Garantie für Präsenzunterricht" im Herbst. Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock verlangte massive Investitionen unter anderem in Luftfilteranlagen für alle Klassenräume. Es sei "wichtig, auch Kinder und Jugendliche vor einer Infektion mit Sars-CoV-2 zu schützen", sagte die Virologin Brinkmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Gerade jetzt, denn die Delta-Variante wird nach den Sommerferien sehr schnell durch die Schulen rauschen, wenn wir keine Vorsorge treffen", mahnte Brinkmann. "Leider gibt uns dieses Virus keine Verschnaufpause." Statt der weniger präzisen Antigen-Schnelltests spricht sich Brinkmann für den vermehrten Einsatz sogenannter Lolli-Tests oder Gurgeltests aus. "Das spart Kosten und kann per PCR ausgewertet werden", sagte die Virologin. Diese Testmethoden seien ein "phantastisches Tool bei der derzeitigen niedrigen Inzidenz, das sehr effektiv ist, wenn es regelmäßig durchgeführt wird". Brinkmann warb außerdem für das Tragen von Masken und direkt in die Fenster eingebaute Ventilatoren zur Verringerung der Infektionsgefahr. "Ohne zusätzliche Maßnahmen werden die Infektionen wieder zunehmen, es wird zu Quarantäneschleifen kommen, wie man es jetzt schon in Großbritanniens Schulen beobachten kann", warnte die Expertin. Die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Katja Suding, sagte am Sonntag nach Information von Deutsche Tageszeitung: "Die Kultusministerkonferenz muss dafür jetzt zusammen mit dem Bund die Vorbereitungen treffen." Die Kultusminister sollten "zeitnah zusammenkommen, nicht erst wieder wie geplant im Oktober". Suding warnte davor, die Fehler aus dem vergangenen Sommer zu wiederholen. "Es ist vollkommen klar, was dringend zu tun ist: Jetzt müssen die Weichen für bessere Hygienekonzepte, Luftreiniger und inzidenzabhängige Lolli-Tests gestellt werden", sagte die FDP-Politikerin. Grünen-Chefin Baerbock forderte massive Investitionen in die Schulen. "Es muss eine Luftfilteranlage für jeden Klassenraum in diesem Land zur Verfügung gestellt werden", sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe und der französischen Zeitung "Ouest-France". "Dieser Sommer muss dafür genutzt werden, dass Schulen sicher sind." Dazu zähle ein Impfangebot an Eltern, alle Lehrkräfte wie auch Schul-Hausmeister, um ein sicheres Umfeld für die Kinder zu schaffen. "Es kann nicht sein, dass die Kinder und Eltern nach dem Ende der Sommerferien feststellen, dass sich an den Schulen wieder nichts geändert hat - weder bei den Luftfiltern noch bei der Digitalisierung", mahnte die Grünen-Vorsitzende. "So wie wir Unternehmen gerettet haben, müssen wir in der Pandemie jede Schule im Land modernisieren." Linken-Chefin Janine Wissler forderte im "Spiegel", es müsse alles getan werden, um eine weitere Welle zu verhindern. Gebraucht würden "mehr Tests nach den Ferien, Luftfilter, mehr Schulbusse für den Herbst". (U.Stolizkaya--DTZ)
Anwohner: 25 Tote bei Zusammenstößen mit Armee in Myanmar
Bei Zusammenstößen mit der Armee sind in Myanmar nach Angaben von Dorfbewohnern mindestens 25 Zivilisten und Mitglieder sogenannter Verteidigungseinheiten getötet worden. Soldaten seien am Freitag in die Gemeinde Depayin im Zentrum des Landes gekommen und hätten das Feuer auf eine Ansiedlung in der Nähe des Dschungels eröffnet, berichteten Anwohner der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag. Die Aktion habe örtlichen Anti-Junta-Kämpfern gegolten.
Debatte um Corona-Impfungen für Jugendliche flammt wieder auf
Angesichts der Ausbreitung der neuen Delta-Variante des Coronavirus flammt die Diskussion um Schutzimpfungen für Jugendliche in Deutschland wieder auf. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte die Ständige Impfkommission (Stiko) am Wochenende auf, sich für Immunisierungen von Jugendlichen auszusprechen. Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bekräftigte erneut die Position, Jugendliche schnell zu impfen.
Papst reist im September nach Ungarn und in die Slowakei
Papst Franziskus reist im September nach Ungarn und in die Slowakei. Vom 12. bis zum 15. September werde er die Slowakei besuchen, sagte das Oberhaupt der Katholiken nach dem Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz. Zuvor werde er am 12. September die Abschlussmesse des Eucharistischen Kongresses in der ungarischen Hauptstadt Budapest feiern.
Marine Le Pen stimmt französische Rechtspopulisten auf den Wahlkampf ein
Zehn Monate vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich hat Parteichefin Marine Le Pen den rechtspopulistischen Rassemblement National (RN, Nationale Sammlungsbewegung) auf den Wahlkampf eingestimmt. Auf dem Parteitag in Perpignan rief sie die rund tausend Delegierten am Sonntag auf, bei der Wahl 2022 "den Sieg zu holen". Zuvor war die 52-Jährige mit gut 98 Prozent der Stimmen für ihre vierte Amtszeit an der Parteispitze wiedergewählt worden. Gegenkandidaten gab es nicht.
Le Pen als Chefin des rechtspopulistischen Rassemblement National wiedergewählt
Marine Le Pen ist als Vorsitzende des rechtspopulistischen Rassemblement National (Nationale Sammlungsbewegung) wiedergewählt worden. Die 52-Jährige erhielt beim Parteitag im südfranzösischen Perpignan am Sonntag gut 98 Prozent der Stimmen. Gegenkandidaten gab es nicht. Le Pen steht seit 2011 an der Spitze der früheren Front National, die sich 2018 in Rassemblement National (RN) umbenannt hatte.
Taliban erobern strategisch wichtigen Bezirk in Provinz Kandahar
Die Taliban haben einen strategisch wichtigen Bezirk im Süden Afghanistans erobert. Der Gouverneur des Bezirks Pandschwai, Hasti Mohammed, sagte der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag, die Regierungstruppen hätten sich nach heftigen Kämpfen in der Nacht aus dem Gebiet in der Provinz Kandahar zurückgezogen. Der Vorsitzende des Provinzrates, Sajed Dschan Chakriwal bestätigte den Verlust von Pandschwai und warf der Armee vor, sich "absichtlich" zurückgezogen zu haben.
Giffey bei schweren Straftaten für Abschiebung auch nach Afghanistan und Syrien
Die Berliner SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey hat sich für die konsequente Abschiebung bei schweren Straftaten auch nach Afghanistan oder Syrien ausgesprochen. "Ich bin da ganz klar: Schwerverbrecher und terroristische Gefährder müssen abgeschoben werden", sagte die frühere Bundesfamilienministerin der "Bild am Sonntag".
Altmaier: Klimapolitik der Grünen trägt zu gesellschaflicher Spaltung bei
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat den Grünen vorgeworfen, mit ihrer entschiedenen Klimapolitik zunehmend gesellschaftliche Spaltungen in Deutschland zu riskieren. "Klimaschutz darf keine Frage des dicken Geldbeutels werden und nicht auf den Schultern der Geringverdiener ausgetragen werden", sagte Altmaier dem "Tagesspiegel".
Biden schließt Urheberschaft Russlands bei Cyberattacke auf Kaseya nicht aus
Nach der Cyberattacke auf die IT-Firma Kaseya hat US-Präsident Joe Biden eine Urheberschaft Russlands nicht ausgeschlossen. Zunächst sei angenommen worden, "dass es nicht die russische Regierung war, aber wir sind noch nicht sicher", sagte Biden am Samstag. Für den Fall, dass Russland damit zu tun habe, habe er Kreml-Chef Wladimir Putin bereits gesagt, "dass wir reagieren werden".
Virologin fordert neues Corona-Testkonzept für Schulen nach den Sommerferien
Auf die Regierungen von Bund und Ländern wächst der Druck, vor Beginn des neuen Schuljahrs bessere Vorsorge zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu treffen. Die Virologin Melanie Brinkmann vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) etwa fordert ein neues Testkonzept für Schulen. Es sei "wichtig, auch Kinder und Jugendliche vor einer Infektion mit Sars-CoV-2 zu schützen", sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.
Vorermittlungen und neue Massenproteste gegen Brasiliens Staatschef Bolsonaro
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro gerät in der Corona-Krise zunehmend unter Druck. Aus Protest gegen das Krisenmanagement des rechtsextremen Staatschefs gingen am Samstag erneut zehntausende Menschen auf die Straße. "Bolsonaro Völkermörder" und "Ja zu Impfungen" war auf den Transparenten der Demonstranten in São Paulo zu lesen. Wegen eines mutmaßlichen Korruptionsfalls im Zusammenhang mit einer Impfstoff-Bestellung leitete die Staatsanwaltschaft Vorermittlungen gegen Bolsonaro ein.
Uefa prüft Beschlagnahmung von Regenbogenfahne in EM-Stadion in Baku
Der europäische Fußballverband Uefa prüft nach eigenen Angaben die Beschlagnahmung einer Regenbogenfahne im EM-Stadion in Baku. Ordner in dem Stadion in der aserbaidschanischen Hauptstadt hatten das Symbol der LGBTQ-Bewegung am Samstagabend einem dänischen Fan beim Viertelfinale Tschechien gegen Dänemark weggenommen. "Die Uefa hat den Stadionordnern in Baku oder in irgendeinem anderen Stadion niemals die Anweisung gegeben, die Regenbogenfahne zu konfiszieren", versicherte der Verband in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
"Sonntagstrend": Union mit zehn Punkten Vorsprung vor den Grünen
Die Union hat laut einer Umfrage in der Wählergunst inzwischen einen deutlichen Vorsprung von zehn Prozentpunkten vor den zweitplatzierten Grünen. Im "Sonntagstrend", den das Meinungsforschungsinstitut Insa wöchentlich für die "Bild am Sonntag" erhebt, kommen CSU und CSU in dieser Woche weiterhin auf 28 Prozent, die Grünen hingegen fallen um einen Punkt auf 18 Prozent.
Chiles Präsident setzt verfassunggebende Versammlung ein
In Chile wird am Sonntag die verfassunggebende Versammlung offiziell eingesetzt. Dazu hat Präsident Sebastián Piñera die im Mai gewählten 155 Mitglieder des Gremiums in die Nationalversammlung eingeladen. Die Ausarbeitung einer neuen Verfassung war eine der zentralen Forderungen von Demonstranten im Zuge einer massiven Protestwelle im Jahr 2019.
USA feiern Independence Day - und "Unabhängigkeit" von Coronavirus
Die USA feiern am Sonntag ihren Unabhängigkeitstag. US-Präsident Joe Biden wird am sogenannten Independence Day vor dem Weißen Haus rund tausend Gäste zu einem großen Grillfest empfangen und eine Rede halten. Am Abend gibt es in der Hauptstadt Washington und in vielen anderen US-Städten große Feuerwerke. Biden will an dem Nationalfeiertag, der an die Unabhängigkeitserklärung der USA vom 4. Juli 1776 erinnert, auch die "Unabhängigkeit" vom Coronavirus feiern.
Hunderte protestieren gegen Inhaftierung von Südafrikas Ex-Präsident Zuma
Hunderte Anhänger des früheren südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma haben am Samstag vor dessen Anwesen in Nkandla gegen seine bevorstehende Inhaftierung protestiert. Nach einer Verurteilung durch das Verfassungsgericht wegen Missachtung der Justiz muss Zuma am Sonntag eine 15-monatige Haftstrafe antreten. Der 79-Jährige war trotz gerichtlicher Vorladungen mehrfach den Anhörungen einer Anti-Korruptions-Kommission ferngeblieben, die zu Korruptionsvorwürfen aus seiner neunjährigen Amtszeit ermittelt.
Le Pens Rechtspopulisten zu Parteitag zusammengekommen
Eine Woche nach der herben Niederlage bei den französischen Regionalwahlen sind die Delegierten des rechtspopulistischen Rassemblement National (Nationale Sammlungsbewegung) am Samstag zu einem zweitägigen Parteitag zusammengekommen. Parteichefin Marine Le Pen wird auf dem Parteitag im südfranzösischen Perpignan aller Voraussicht nach als Vorsitzende bestätigt werden, Gegenkandidaten gibt es nicht.