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Drei Helfer der Anschläge in Katalonien zu hohen Haftstrafen verurteilt
Rund vier Jahre nach den islamistischen Anschlägen in Barcelona und einer weiteren katalanischen Stadt sind drei Helfer der Attentäter zu Haftstrafen zwischen acht und 53 Jahren verurteilt worden. Die Angeklagten Mohamed Houli Chemlal und Driss Oukabir wurden am Donnerstag wegen Mitgliedschaft in einer dschihadistischen Zelle zu 46 und 53 Jahren Haft verurteilt. Der dritte Angeklagte, Said Ben Iazza, erhielt wegen Unterstützung der Zelle eine achtjährige Gefängnisstrafe. Er hatte den Tätern ein Fahrzeug und Papiere besorgt.
FDP-Abgeordnete unterstützt für Neuwahl nötige Auflösung von Thüringer Landtag
In der Debatte um die geplante Neuwahl in Thüringen und die dafür nötige Auflösung des Landtags hat eine FDP-Abgeordnete Rot-Rot-Grün ihre Unterstützung zugesichert. Die Abgeordnete Ute Bergner erklärte am Donnerstag in Erfurt "verbindlich", dass sie dem Antrag auf Auflösung des Parlaments zustimmen werde. Linke, SPD und Grüne sehen angesichts der knappen Mehrheiten allerdings die CDU weiterhin in der Pflicht und pochen auf gemeinsame Vereinbarungen.
Britischer Premier Johnson verteidigt sich gegen Vorwürfe von Ex-Chefberater
Nach verheerenden Aussagen des Ex-Chefberaters von Boris Johnson über die Corona-Strategie der britischen Regierung hat sich der Premierminister gegen die Vorwürfe verteidigt. "Einige der Kommentare, die ich gehört habe, haben nichts mit der Realität zu tun", sagte Johnson am Donnerstag vor Reportern. Ex-Chefberater Dominic Cummings hatte Johnsons Kabinett am Vortag bei einer Ausschussanhörung "katastrophale" Versäumnisse in der Corona-Pandemie vorgeworfen. Besonders schlecht kam Gesundheitsminister Matt Hancock weg, der vor dem Parlament Fehler bestritt.
Britischer Gesundheitsminister verteidigt sich gegen Vorwürfe von Ex-Chefberater
Nach verheerenden Aussagen des Ex-Chefberaters des britischen Premierministers Boris Johnson über die Corona-Strategie der Regierung hat Gesundheitsminister Matt Hancock sich gegen den Vorwurf der Lüge verteidigt. "Ich war immer ehrlich zu den Menschen, in der Öffentlichkeit und im Privaten, jeden Tag" seit Beginn der Pandemie, sagte Hancock am Donnerstag vor dem Parlament. Ex-Chefberater Dominic Cummings hatte am Vortag bei einer Ausschussanhörung gesagt, Hancock habe wiederholt gelogen.
Hongkongs Behörden verbieten zweites Jahr in Folge Tiananmen-Mahnwache
Das zweite Jahr in Folge haben die Behörden in Hongkong die Mahnwache zur Erinnerung an die brutale Niederschlagung der Proteste auf dem Pekinger Tiananmen-Platz verboten. Wie auch im vergangenen Jahr sei die für den 4. Juni geplante Gedenkveranstaltung offiziell wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden, erklärten die Organisatoren am Donnerstag. Sie sehen darin allerdings nur einen Vorwand, erneute Demonstrationen in der chinesischen Sonderverwaltungszone zu verhindern.
Macron erkennt Verantwortung Frankreichs für Genozid in Ruanda an
Frankreich hat erstmals offiziell eine politische Mitverantwortung für den Völkermord in Ruanda vor fast drei Jahrzehnten eingeräumt. Präsident Emmanuel Macron sagte am Donnerstag bei einer Rede in der ruandischen Hauptstadt Kigali, er erkenne "mit Demut und Respekt" die Verantwortung seines Landes für den Genozid mit mehr als 800.000 Toten im Jahr 1994 an. Er äußerte die Hoffnung, dass die Überlebenden "uns das Geschenk machen, dass sie uns verzeihen".
Hongkonger Parlament besiegelt von China verordnete Wahlrechtsreform
In Hongkong hat das China-treue Parlament eine radikale Wahlrechtsänderung beschlossen, mit der sich Peking weitgehende Kontrolle über die Parlamentswahlen in der Sonderverwaltungszone verschafft. 40 Abgeordnete stimmten am Donnerstag für das von China vorgegebene, neue Wahlgesetz, zwei Abgeordnete stimmten dagegen. Die Gesetzesänderung erschwert es Oppositionskandidaten, ins Parlament einzuziehen.
Maas: Aus für EU-Verhandlungen mit der Schweiz "heftiger Rückschlag"
Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich enttäuscht über die Entscheidung der Schweiz gezeigt, die Verhandlungen mit der EU über ein Rahmenabkommen zu den beiderseitigen Beziehungen zu beenden. Dies sei "ein wirklich heftiger Rückschlag", sagte Maas beim Treffen mit seinen EU-Kollegen in Lissabon. Damit würden "die Beziehungen zwischen der EU und der Schweiz schwieriger werden".
Spahn: Impfungen bei Kindern und Jugendlichen sind "individuelle Entscheidung"
In der Debatte um Corona-Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekräftigt, dass Impfungen eine "individuelle Entscheidung" bleiben werden. Es werde "definitiv keine verpflichtenden Impfungen" an Schulen oder Kitas geben, sagte Spahn am Donnerstag in Berlin. Die Impfungen für Kinder und Jugendliche werden ein zentrales Thema beim Impfgipfel von Bund und Ländern sein, der am Nachmittag beginnen soll.
Sexarbeiterinnen fordern sofortige Bordellöffnungen
Der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD) hat angesichts der sinkenden Corona-Inzidenzzahlen ein sofortiges Ende des coronabedingten Prostitutionsverbots gefordert. "Man kann mit negativem Corona-Test in den Biergarten oder zur Kosmetikerin, aber Sexarbeit bleibt verboten, ohne eine stichhaltige Begründung", sagte BesD-Sprecherin Johanna Ebeling der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Donnerstag. "Wir fordern eine Gleichbehandlung, so dass auch Bordelle für negativ Getestete wieder geöffnet werden können." Ebeling verwies darauf, dass andere "körpernahe Dienstleistungen" schon wieder zugelassen seien. "Der Zeitpunkt dafür ist gekommen, denn die Zahlen sind runtergegangen, und es sind immer mehr Menschen geimpft." Der Berufsverband der Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter habe "in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern ein bundesweit einheitliches Hygiene- und Testkonzept entwickelt, um coronasichere sexuelle Dienstleistungen zu ermöglichen", erklärte die Sprecherin. "Es ist alles vorbereitet." Ebeling warf der Politik Scheinheiligkeit vor: "Es gibt offenbar Versuche, aus moralischen Gründen die Öffnung zu blockieren und nicht aus Infektionsschutzgründen", sagte sie. "Dabei bietet die Legalität den Sexarbeiterinnen einen vielfach besseren Schutz vor Gewalt und Erpressung." (P.Tomczyk--DTZ)
Regierung plant rund 6,4 Millionen Impfdosen für Minderjährige ein
Das Bundesgesundheitsministerium rechnet für die Corona-Impfungen von Jugendlichen zwischen zwölf und 18 Jahren mit einem Bedarf von knapp 6,4 Millionen Impfdosen des Herstellers Biontech. Dies geht aus Unterlagen hervor, die das Ministerium den Ländern zur Vorbereitung des Impfgipfels am Donnerstag zugesandt hat und die der Nachrichtenagentur AFP vorliegen. Bis Ende August soll demnach möglichst die gesamte Altersgruppe ein Impfangebot erhalten.
Spahns Ministerium rechnet sechs Millionen Dosen für Impfung Minderjähriger ein
Das Bundesgesundheitsministerium rechnet für die Erst- und Zweitimpfung von Kindern und Jugendlichen gegen Corona mit einem Bedarf von insgesamt mehr als sechs Millionen Impfdosen des Herstellers Biontech. Dies geht aus Unterlagen hervor, die das Ministerium von Jens Spahn (CDU) den Ländern zur Vorbereitung des Impfgipfels am Donnerstag zugesandt hat und die der Nachrichtenagentur AFP vorliegen.
Antisemitische Beleidigungen in Hamburg und Bremen
In Hamburg und Bremen ist es zu zwei antisemitischen Beleidigungen gekommen. In der Hamburger Innenstadt wurde ein 20-jähriger Kippaträger nach Angaben der Polizei vom Donnerstag an einer Ampel aus einem Auto heraus beschimpft. In Bremen wurde ein 70-Jähriger, der laut Polizei eine Schutzmaske mit einem Davidstern trug, unflätig beleidigt.
Verständigung in Prozess gegen mutmaßliche IS-Angehörige in Berlin
Vor dem Berliner Kammergericht ist zum Auftakt eines Prozesses gegen eine 31-jährige mutmaßliche Angehörige der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) eine Verständigung zustande gekommen. Die Verteidigung habe einem Strafmaß zwischen drei Jahren sowie drei Jahren und neun Monaten zugestimmt, sagte eine Gerichtssprecherin am Donnerstag. Bedingung sei ein umfassendes Geständnis. Die Frau soll im Dezember 2014 mit ihrer damals dreijährigen Tochter von Berlin nach Syrien gereist sein.
Deutschland. Anzeige gegen Gesundheitsamtsmitarbeiter nach Schnelltest könnte Bumerang werden
Der hartnäckige Versuch einer Mutter aus Niedersachsen, einen Mitarbeiter des Auricher Gesundheitsamts nach einem Corona-Schnelltest an ihrem Kind wegen einer Körperverletzung im Amt anzuzeigen, könnte sich für die Beteiligten anders entwickeln als geplant. Das Oberlandesgericht (OLG) in Oldenburg verwarf nach Angaben vom Donnerstag einen Antrag der Frau, mit dem sie eine Anklage erzwingen wollte, als unbegründet und unzulässig.
Maas droht Lukaschenko mit großer "Sanktionsspirale" der EU
Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko mit massiven Wirtschaftssanktionen der EU gedroht. Ohne ein Einlenken Lukaschenkos würden Strafmaßnahmen gegen Verantwortliche für die erzwungene Landung eines Ryanair-Flugzeuges nur "der Beginn einer großen und langen Sanktionsspirale sein", warnte Maas am Donnerstag beim Treffen mit seinen EU-Kollegen in Lissabon. Ziel sei es dann, "die Wirtschaftsstruktur und den Zahlungsverkehr in Belarus mit Sanktionen ganz erheblich" zu treffen.
US-Untersuchung zum Ursprung des Coronavirus sorgt für Unmut in Peking
Eine angekündigte Untersuchung des US-Geheimdiensts zum Ursprung des Coronavirus sorgt in Peking für Unmut: Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums wies am Donnerstag die Notwendigkeit einer solchen Untersuchung entschieden zurück. Hintergrund der von US-Präsident Joe Biden angeordneten Untersuchung ist die Frage, ob möglicherweise ein Laborunfall in der chinesischen Stadt Wuhan zu der weltweiten Corona-Pandemie mit mehr als 3,4 Millionen Toten führte. Facebook kündigte indessen an, Behauptungen, wonach das Virus menschengemacht sei, nicht mehr aus dem Online-Netzwerk zu entfernen.
Peking reagiert empört auf neue US-Untersuchung zur Herkunft des Coronavirus
Die Regierung in Peking hat empört auf die Anordnung einer neuen Geheimdienst-Untersuchung zum Ursprung des Coronavirus durch US-Präsident Joe Biden reagiert. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums wies am Donnerstag die Notwendigkeit einer solchen Untersuchung entschieden zurück. Hintergrund von Bidens Entscheidung ist die Frage, ob möglicherweise ein Laborunfall in der chinesischen Stadt Wuhan zu der weltweiten Corona-Pandemie mit mehr als 3,4 Millionen Toten führte.
Feldtests zur Einführung des digitalen Impfpasses gestartet
In Deutschland sind Feldtests zur Einführung eines digitalen Impfpasses gestartet. Es solle in Impfzentren geprüft werden, was gut funktioniere und was gegebenenfalls besser werden müsse, sagte der Abteilungsleiter im Bundesgesundheitsministeriums, Gottfried Ludewig, am Donnerstag beim Besuch eines Zentrums in Potsdam. Er versicherte, dass die Einführung im Zeitplan liege. Vor den Sommerferien solle der Impfpass angeboten werden.
Europäische Aktivisten reichen Beschwerde gegen Gesichtserkennungsunternehmen ein
Datenschützer haben in mehreren europäischen Staaten Beschwerde gegen das auf Gesichtserkennung spezialisierte Unternehmen Clearview AI eingelegt. Clearview hat mehr als drei Milliarden Fotos im Netz gesammelt und daraus eine Biometrie-Datenbank für private Unternehmen und Strafverfolgungsbehörden erstellt, wie die Datenschutzorganisation Privacy International (PI) und drei weitere Gruppen am Donnerstag mitteilten.
Jüngste und älteste Gemeinde 2019 in Schleswig-Holstein
Schleswig-Holstein hat im Jahr 2019 sowohl mit der jüngsten als auch mit der ältesten Gemeinde Deutschlands aufwarten können. Die Gemeinde Kirchspiel Garding auf der Halbinsel Eiderstedt im Kreis Nordfriesland war mit einem Durschnittsalter von 27,7 Jahren die jüngste Gemeinde bundesweit, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Die Gemeinde Nieby an der Ostsee im Kreis Schleswig-Flensburg wies mit 64,2 Jahren das höchste Durchschnittsalter auf.
Erneut Demonstrant bei regierungskritischen Protesten in Kolumbien getötet
Bei den anhaltenden Protesten gegen die Regierung des rechtsgerichteten Präsidenten Iván Duque ist in Kolumbien erneut ein Demonstrant getötet worden. Der 18-jährige Student starb am Mittwoch (Ortszeit) nach Polizeiangaben offenbar an Schussverletzungen, nachdem er am Dienstag an Protesten im Südwesten des Landes teilgenommen hatte. Die Polizei machte keine Angaben, wer auf den Demonstranten geschossen hatte.
US-Präsident fordert Waffenruhe in äthiopischer Region Tigray
US-Präsident Joe Biden hat eine Waffenruhe und ein Ende der Menschenrechtsverletzungen in der äthiopischen Konfliktregion Tigray gefordert. "Ich bin zutiefst besorgt über die eskalierende Gewalt und die Verhärtung der regionalen und ethnischen Spaltungen in mehreren Teilen Äthiopiens", teilte Biden am Mittwoch (Ortszeit) mit. "Die massiven Menschenrechtsverletzungen in Tigray, einschließlich der weit verbreiteten sexuellen Gewalt, sind inakzeptabel und müssen aufhören", betonte der US-Präsident.
"Bild"-Umfrage sieht AfD in Sachsen-Anhalt knapp vor CDU
Anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sieht eine neue Umfrage die AfD knapp vor der regierenden CDU. Laut der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Instituts Insa für die "Bild"-Zeitung kann die CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff bei dem Urnengang am Sonntag kommender Woche mit 25 Prozent der Stimmen rechnen - knapp fünf Punkte weniger als bei der Wahl vor fünf Jahren. Die AfD um Spitzenkandidat Oliver Kirchner wird bei 26 Prozent gesehen - gut anderthalb Punkte mehr als im Jahr 2016.
Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung verliehen
Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ist coronabedingt gleich an zwei Preisträger verliehen worden. Der ungarische Literaturkritiker László F. Földényi erhielt am Mittwoch den Preis 2020, nachdem die Verleihung im vergangenen Jahr wegen der Pandemie abgesagt worden war. Dem britischen Essayisten und Fotografen Johny Pitts wurde der Preis in diesem Jahr zugesprochen. Die Veranstaltung in der Leipziger Nikolaikirche wurde live übertragen.
USA drohen nach neuerlichem Umsturz in Mali mit Sanktionen
Nach dem neuerlichen Umsturz in Mali hat die Regierung in Washington den Verantwortlichen mit Sanktionen gedroht. Die USA würden "gezielte Maßnahmen gegen hochrangige politische und militärische Vertreter erwägen, die den von Zivilisten geführten Übergang Malis zu demokratischer Regierungsführung behindern", erklärte der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, am Mittwoch. Washington verurteile die Festnahme des bisherigen Übergangspräsidenten Bad Ndaw und des Regierungschefs Moctar Ouane.
Deutschland: Bund und Länder beraten bei Gipfel über Corona-Impfungen
Bund und Länder beraten am Donnerstag (14.00 Uhr) bei einem Gipfel über den Fortgang der Impfungen gegen das Coronavirus. Im Mittelpunkt der Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderregierungschefs dürfte die Frage stehen, ob auch Kinder und Jugendliche ein Vakzin erhalten sollen.
"Global Solutions Summit" mit Merkel und Draghi beginnt in Berlin
In Berlin kommen ab Donnerstag Vertreter der G20-Staaten zum zweitägigen "Global Solutions Summit 2021" zusammen, um über soziale, ökonomische und ökologische Herausforderungen der Post-Pandemiezeit zu diskutieren. Am ersten Tag treten unter anderem Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) auf (ab 14.00 Uhr). Das Programm am Freitag soll Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gemeinsam mit Italiens Ministerpräsident und derzeitigem G20-Vorsitzenden Mario Draghi eröffnen (13.00 Uhr).
Frankreichs Präsident Macron in Ruanda und erstmals in Südafrika
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron reist am Donnerstag nach Ruanda. Er will dort nach eigenen Worten "ein neues Kapitel" der Beziehungen mit dem ruandischen Präsidenten Paul Kagame aufschlagen. Hintergrund ist ein kürzlich veröffentlichter Bericht zum Völkermord in Ruanda vor fast drei Jahrzehnten. In der Untersuchung im Auftrag Macrons wird der damaligen französischen Staatsführung erstmals eine politische Mitverantwortung für den Genozid in Ruanda zugewiesen, da sie enge Verbindungen zu den Verantwortlichen pflegte.
Israelisches Gericht verschiebt Anhörung in umstrittenem Räumungsverfahren
In einem umstrittenen Räumungsverfahren gegen zwei palästinensische Familien im Ost-Jerusalemer Stadtteil Silwan hat ein israelisches Gericht eine Anhörung verschoben. Wie der Anwalt der palästinensischen Familien, Jasid Kawaar, am Mittwoch mitteilte, hatten seine Mandanten zuvor beantragt, den Fall an den Generalstaatsanwalt zu übergeben. Laut Kawaar würden jüdische Siedler in die Häuser der palästinensischen Familien einziehen, sollte der Räumungsklage stattgegeben werden.
Niederländische Richter begutachten erstmals Wrack von Flug MH17
Fast sieben Jahre nach dem Abschuss des Passagierflugzeugs MH17 über der Ukraine haben niederländische Richter zum ersten Mal das Wrack begutachtet. Die Richter inspizierten am Mittwoch Trümmerteile des Flugzeugs, die auf dem niederländischen Militärflughafen Gilze-Rijen von Experten untersucht und auf ein Drahtgestell montiert wurden. Die Richter kletterten auch auf eine Leiter, um von oben in das rekonstruierte Wrack zu schauen.
Streit über Begnadigung für Anführer der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung
In Spanien gibt es Meinungsverschiedenheiten darüber, ob die 2019 verurteilten Führungsfiguren der Unabhängigkeitsbewegung in Katalonien begnadigt werden sollen. Der Oberste Gerichtshof in Madrid erklärte am Mittwoch, er sei gegen "jede Form von Gnade" - egal, ob vollständig oder teilweise. Ministerpräsident Pedro Sáncheüberz sagte dagegen, es gebe "eine Zeit für Strafe und eine Zeit für Harmonie". Die Regierung werde ihre Entscheidung so treffen, dass das friedliche "Zusammenleben aller Spanier" gefördert werde.