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Ex-Twitter Chef Dorsey gibt seinem Bezahldienst einen neuen Namen
Nur wenige Tage nach seinem Rücktritt als Chef von Twitter hat Jack Dorsey das zweite von ihm mitgegründete Unternehmen umbenannt: Aus dem Online-Bezahldienst Square wird Block, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte - auch in Anlehnung an die Blockchain-Technologie. Die Namensänderung werde am 10. Dezember wirksam.
Verbraucherverbände sollen gegen Facebook klagen dürfen
Verbraucherverbände sollen auch gegen Datenschutzverstöße vorgehen dürfen. Das geht aus einem am Donnerstag beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg vorgelegten richterlichen Rechtsgutachten hervor. Der sogenannte EuGH-Generalanwalt Jean Richard de la Tour stärkt damit dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) im Streit mit Facebook den Rücken. (Az: C-319/20)
Zahlungsentgelte im elektronischen Zahlungsverkehr generell unzulässig
Im elektronischen Zahlungsverkehr müssen Kunden keine zusätzlichen Zahlungsentgelte hinnehmen. Diese sind seit 2018 generell unzulässig, wie am Donnerstag der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschied. Das gelte auch für Zahlungen bei vor dem 13. Januar 2018 geschlossen Altverträgen. (Az: C-484/20)
IW erwartet Milliardeneinbußen im Einzelhandel und Gastgewerbe durch 2G
Eine umfassende Anwendung der 2G-Regel dürfte dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) zufolge zu deutlichen Gewinneinbußen im Einzelhandel und im Gastgewerbe führen. "Wir gehen davon aus, dass 2G beim stationären Einzelhandel zu Umsatzeinbußen im Dezember von etwa 5,3 Milliarden Euro führen würde", sagte IW-Experte Christian Rusche am Donnerstag. Auch in Gastronomie und Hotellerie sei die Lage "prekär".
Wirtschaftsverbände fordern Verschiebung von Mindestlohn-Erhöhung
Mehrere Wirtschaftsverbände fordern eine Verschiebung der von der Ampel-Koalition geplanten Mindestlohn-Erhöhung. Die Anhebung auf zwölf Euro pro Stunde durch die Politik sei ein "beispielloser Eingriff in die Tarifhoheit, der "tausende Jobs in Gefahr" bringe, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, Stefan Genth, der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag. Einfache Tätigkeiten wie das Kassieren an der Supermarktkasse drohten automatisiert zu werden.
Ifo-Umfrage: Lage in der Autoindustrie hat sich verschlechtert
Die Lage in der deutschen Autoindustrie hat sich laut Umfrage des Ifo-Instituts wieder verschlechtert. Der entsprechende Indikator des Instituts fiel von 17,4 Punkten im Oktober auf 9,6 Punkte im November, wie das Ifo am Donnerstag mitteilte. Demnach ist der Abwärtstrend vor allem durch die Situation der Zulieferer geprägt: Die Zulieferer schätzten ihre Lage deutlich schlechter ein als die Hersteller.
Umfrage: Mehr als 80 Prozent der Arbeitnehmer loben telefonische Krankschreibung
Nach den Erfahrungen in der Pandemie stoßen telefonische Krankschreibungen und ärztliche Videosprechstunden bei den Beschäftigten in Deutschland auf große Zustimmung. Laut einer am Donnerstag in Hamburg veröffentlichten Studie für die Krankenkasse DAK-Gesundheit unter ihren eigenen Versicherten begrüßen mehr als 80 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer diese Instrumente und wollen sie nutzen. Ein Viertel ist dazu sogar generell bereit - also nicht nur bei bestimmten Symptomen und Erkrankungen.
Tinder-Mutterkonzern will in Rechtsstreit 440 Millionen Dollar an Gründer zahlen
Die Muttergesellschaft der Dating-App Tinder will mehr als 400 Millionen Dollar an Gründer des Dienstes zahlen, um finanzielle Streitigkeiten um die Unternehmensbewertung beizulegen. Wie am Mittwoch bei der US-Börsenaufsicht vorgelegten Dokumente zeigten, sollen die Mitgründer Sean Rad, Justin Mateen und Jonathan Badeen sowie sieben weitere ehemalige Mitarbeiter insgesamt 441 Millionen Dollar (390 Millionen Euro) erhalten, wenn sie alle rechtlichen Verfahren einstellen.
Facebook-Mutter geht gegen Impfgegner-Netzwerk in Italien und Frankreich vor
Die Facebook-Muttergesellschaft Meta ist laut eigenen Angaben gegen eine internationale Kampagne von Corona-Impfgegnern vorgegangen. Wie das US-Unternehmen am Mittwoch mitteilte, löschte es in Frankreich und Italien Konten von seinen Plattformen, die mit einer Bewegung namens "V_V" in Verbindung standen. Die Mitglieder des Netzwerks hätten medizinisches Personal, Journalisten und Politiker, die zum Impfen aufriefen, "massenhaft belästigt" und als "Nazis" beschimpft.
Whistleblowerin Haugen warnt vor "Paralyse" bei Regulierung der Online-Riesen
Die ehemalige Facebook-Mitarbeiterin und Whistleblowerin Frances Haugen hat Mitglieder es US-Kongresses aufgefordert, sich bei der Regulierung von großen Online-Plattformen nicht in langwierigen Debatten zu verstricken. "Facebook will, dass Sie in eine Analyse-Paralyse verfallen, dass Sie bei falschen Entscheidungsmöglichkeiten hängen bleiben und nicht handeln", sagte Haugen am Mittwoch vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses.
Kanalinsel Guernesey erteilt 40 Schiffen französischer Fischer Fanglizenzen
Die britische Kanalinsel Guernesey hat 40 Schiffen von französischen Fischern Fanglizenzen für ihre Hoheitsgewässer erteilt. Diese Schiffe sowie drei weitere, kleinere Boote erhalten grünes Licht für eine Fortsetzung ihrer Aktivität über den 1. Februar 2022 hinaus, wie die Regierung der Insel am Mittwoch mitteilte. Frankreichs Fischereiministerin Annick Girardin begrüßte die Ankündigung als "exzellente Neuigkeit".
Erdogan verteidigt seine Wirtschaftspolitik als "riskant aber richtig"
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat seine Niedrigzinspolitik als "riskant aber richtig" verteidigt. Die Welt wisse, dass ihm hohe Zinsen nicht geheuer seien, sagte der Staatschef am Mittwoch im Parlament in Ankara. "Ich war noch nie dafür. Ich war es gestern nicht und werde es morgen nicht sein", fuhr er fort. Die von ihm verfolgte Wirtschaftspolitik sei der richtige Weg.
Bericht: Auskunfteien nutzen Handyvertragsdaten zur Bonitätsprüfung
Auskunfteien wie beispielsweise die Schufa nutzen laut einer gemeinsamen Recherche von NDR und "Süddeutscher Zeitung" Handyvertragsdaten von Millionen von Menschen zur Bonitätsprüfung. Datenschutzbehörden und Verbraucherschützer halten diese Praxis für nicht rechtens, wie der NDR am Mittwoch mitteilte. Millionen Menschen seien von dem Vorgehen betroffen. Das unter der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nötige Einverständnis der Verbraucher sei nicht eingeholt worden.
Finanzwende: Kaum Unterschiede zwischen konventionellen und nachhaltigen Fonds
Vermeintlich nachhaltige Finanzprodukte liegen im Trend: Innerhalb der vergangenen zwei Jahre verdoppelte sich das Vermögen von als nachhaltig beworbenen Publikumsfonds und ETFs, wie die Bürgerbewegung Finanzwende am Mittwoch erklärte. Viele dieser Finanzprodukte seien in Wirklichkeit jedoch nahezu gleich aufgebaut wie konventionelle Produkte - und enthielten teilweise millionenschwere Investitionen in fossile Energien.
OECD warnt vor Auswirkungen geringer Impfquote auf die Wirtschaft
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat vor den negativen Folgen einer niedrigen Impfquote für die Weltwirtschaft gewarnt. "Dass es nicht gelungen ist, überall auf der Welt eine rasche und wirksame Durchimpfung der Bevölkerung zu gewährleisten, kommt die Welt nun teuer zu stehen", heißt es in der am Mittwoch in Paris und Berlin veröffentlichten Konjunkturprognose der OECD.
NGG fordert bis zu 6,5 Prozent mehr Geld für Lebensmittelindustrie und Gastgewerbe
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat für die Beschäftigten der Lebensmittelindustrie und des Gastgewerbes Lohnerhöhungen von bis zu 6,5 Prozent gefordert. Der Hauptvorstand der Gewerkschaft beschloss am Mittwoch eine Empfehlung für die Tarifrunde 2022, die auch eine Laufzeit der Tarifverträge von zwölf Monaten beinhaltet. Auch das Bäcker- und Fleischerhandwerk soll nach dem Willen der NGG von den höheren Löhnen profitieren.
EU will Chinas Neuer Seidenstraße Konkurrenz machen
Mit einem Investitionsprogramm im Umfang von 300 Milliarden Euro will die Europäische Union China Konkurrenz machen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen will die öffentlichen und privaten Mittel bis zum Jahr 2027 aufbringen, um weltweit den Bau von Straßen, Bahnlinien oder Internetverbindungen voranzutreiben, wie sie am Mittwoch in Brüssel ankündigte. Das Vorhaben wird als europäische Antwort auf Chinas Projekt Neue Seidenstraße gesehen.
Tel Aviv erstmals zur teuersten Stadt der Welt gekürt
Die israelische Mittelmeermetropole Tel Aviv ist bei den Lebenshaltungskosten erstmals zur teuersten Stadt der Welt aufgestiegen. Den zweiten Platz teilen sich Paris und Singapur, wie aus dem jährlichen Ranking der Economist Intelligence Unit (EIU) hervorgeht. Dahinter folgen Zürich und Hongkong.
DIW-Präsident sieht in hoher Inflation Warnung
Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, sieht in der zuletzt deutlich gestiegenen Inflation eine Warnung, wenn auch keinen "Anlass zur Panik". Die derzeitige Entwicklung sei zwar vor allem eine Normalisierung der coronabedingt zu schwachen Preisentwicklung im vergangenen Jahr, er mache sich aber, was die Zukunft angehe, "schon Sorgen", sagte der Ökonom der "Passauer Neuen Presse" vom Mittwoch.
Umsatz der Einzelhändler im Oktober erneut zurückgegangen
Der Umsatz der Einzelhändler in Deutschland liegt weiter über dem Vorkrisenniveau, ist im Oktober aber erneut zurückgegangen. Im Vergleich zum September betrug das Minus preisbereinigt 0,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Schon im September war der Umsatz verglichen mit dem Vormonat gesunken.
BGH verhandelt über Mietzahlung trotz Geschäftsschließung wegen Corona
Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verhandelt am Mittwoch (09.00 Uhr) über die Pflicht eines Unternehmens, trotz coronabedingter Schließung weiter Miete für ein Ladenlokal zu zahlen. Geklagt hat der Vermieter einer Filiale des Textilhändlers Kik im Erzgebirge. Nachdem das Land Sachsen Mitte März 2020 die Geschäfte schließen ließ, zahlte Kik einen Monat lang keine Miete. (Az. XII ZR 8/21)
Scholz warnt vor Verstetigung von Inflationsrate
Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat vor einer Verstetigung der hohen Inflationsrate gewarnt. Ökonomen zeigten sich "noch" davon überzeugt, dass sich die Preissteigerung wieder normalisieren werde, sagte der derzeit noch geschäftsführende Bundesfinanzminister am Dienstagabend bei Bild Live. "Das müssen wir ganz sorgfältig beobachten, um dann die notwendigen Schritte zu ergreifen, falls die sich geirrt haben."
Autoindustrie: Ausbau der Ladeinfrastruktur weit hinter Bedarf
Ziel der Ampel-Koalition sind 15 Millionen Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen bis 2030 - dazu müsse der Ausbau des Ladenetzes jedoch stark beschleunigt werden, forderte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag. "Es geht voran, aber das Tempo stimmt noch nicht", erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller.
Kurzarbeit kürzt auch den Urlaub
Arbeitnehmer, die etwa wegen der Coronapandemie in Kurzarbeit sind, haben auch einen geringeren Urlaubsanspruch. Arbeitgeber dürfen den Urlaub für komplett entfallene Arbeitstage anteilig kürzen, wie am Dienstag das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt entschied (Az.: 9 AZR 234/21).
Gründertochter Marta Ortega übernimmt Führung von Zara
Die spanische Inditex-Gruppe, größter Modekonzern der Welt mit Marken wie Zara oder Massimo Dutti, wird künftig von der Gründertochter Marta Ortega geführt. Die 37-Jährige werde den Posten im April 2022 antreten, teilte Inditex am Dienstag mit. Marta Ortega ist die Tochter von Amancio Ortega, der Inditex 1985 gegründet hatte. Er hatte im Alter von 13 Jahren als einfacher Hemdenverkäufer angefangen.
Rechtsstreit um Luftreinhaltung in Stuttgart beigelegt
Der langjährige Rechtsstreit um die Luftreinhaltung in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart ist beigelegt worden. "Nach vielen Jahren und vielfältigen Anstrengungen ist es uns gelungen, die Luft in Stuttgart sauberer zu machen", erklärte Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am Dienstag. Im Jahr 2021 würden erstmals an allen Messtationen die Grenzwerte für Stickstoffdioxid eingehalten. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte unter anderem in Stuttgart per Klage Fahrverbote für Diesel-Autos durchgesetzt.
Berufspendler nutzen auch für kurze Arbeitswege am häufigsten das Auto
Auch für kurze Arbeitswege setzen Berufspendlerinnen und -pendler vor allem auf das Auto. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, gaben 40 Prozent der Pendler im Jahr 2020 an, für Strecken unter fünf Kilometern normalerweise das Auto zu nutzen. Für Strecken von fünf bis unter zehn Kilometern lag der Anteil der Pkw-Fahrerinnen und -Fahrer mit 69 Prozent nochmals deutlich höher.
Facebook soll GIF-Dienst Giphy laut britischer Wettbewerbsbehörde wieder verkaufen
Der US-Konzern Facebook soll das Startup Giphy, das Sticker und kurze Filmchen (GIFs) zur Bebilderung und Kommentierung von Online-Mitteilungen anbietet, wieder verkaufen. Das ordnete am Dienstag die britische Wettbewerbsbehörde an. Damit würden "Millionen Nutzer sozialer Medien geschützt sowie Wettbewerb und Innovationen in der Online-Werbung gefördert", erklärte die Competition and Markets Authority (CMA).
Facebook muss Giphy laut Anordnung der britischen Wettbewerbsbehörde verkaufen
Der US-Konzern Facebook soll das Startup Giphy, das Sticker und kurze Filmchen (GIFs) zur Bebilderung und Kommentierung von Mitteilungen anbietet, wieder verkaufen. Das ordnete am Dienstag die britische Wettbewerbsbehörde an. Damit würden "Millionen Nutzer sozialer Medien geschützt sowie Wettbewerb und Innovationen in der Online-Werbung gefördert", erklärte die Competition and Markets Authority (CMA).
Omikron-Angst drückt auf die Stimmung an den Börsen
Die Angst vor möglicherweise weitreichenden Folgen der neuen Corona-Variante Omikron drückt auf die Stimmung an den Börsen. Der Deutsche Aktienindex (Dax) sank bei Handelsbeginn am Dienstag um 1,1 Prozent und am Vormittag weiter um 1,5 Prozent. Für Unruhe sorgten insbesondere die Äußerungen von Moderna-Chef Stéphane Bancel, die aktuellen Impfstoffe seien möglicherweise weniger wirksam gegen Omikron.
Inflation in der Eurozone steigt auf 4,9 Prozent
Die Inflation in der Eurozone hat aufgrund der hohen Energiepreise einen neuen Rekordstand erreicht. Die Verbraucherpreise verteuerten sich im November im Schnitt um 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Dienstag auf Grundlage einer ersten Schätzung mitteilte. Damit stiegen die Verbraucherpreise so stark an wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen von Eurostat zur Inflation im Jahr 1997.
Studie: Deutscher Automarkt von Chipkrise besonders betroffen
Die Corona-Pandemie hat die Autoproduktion weltweit durcheinandergebracht - die deutsche Autoindustrie ist einer aktuellen Studie zufolge jedoch besonders stark betroffen. In diesem Jahr werden demnach in Deutschland acht Prozent weniger Neuwagen verkauft als im Vorjahr, wie der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) am Dienstag erklärte. Eine Erholung sei erst im Jahr 2023 zu erwarten. Trotz des Absatzrückgangs erwirtschafteten die führenden Autounternehmen im dritten Quartal jedoch Rekordgewinne.