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Streik in weltgrößter Kupfermine in Chile abgewendet
Ein Streik in der produktionsstärksten Kupfermine der Welt im Norden Chiles ist vorerst abgewandt worden. Die führende Gewerkschaft in der Kupfermine Escondida in der Region Antofagasta verkündete am Freitag (Ortszeit) eine Einigung mit der Betreiberfirma BHP. Das britisch-australische Unternehmen habe das letzte Angebot der Gewerkschaft, die mehr als 2000 Minenarbeiter vertritt, angenommen.
Microsoft legt Beschwerde gegen US-Regierungsauftrag an Amazon ein
Der US-Konzern Microsoft geht gegen einen milliardenschweren Auftrag der Regierung an die Cloud-Sparte des Konkurrenten Amazon vor. Microsoft erklärte am Donnerstag (Ortszeit), das Unternehmen habe Beschwerde beim US-Rechnungshof eingelegt. "Wir prüfen unsere rechtlichen Möglichkeiten und werden verantwortungsvoll vorgehen", teilte das Unternehmen weiter mit.
Vorerst keine weiteren Bahnstreiks bis Anfang kommender Woche
Fahrgäste der Bahn müssen bis Anfang kommender Woche nicht mit neuen Streiks rechnen. "Am Wochenende wird die GDL zu keinem Streik aufrufen", teilte die Lokführergewerkschaft am Freitag mit. Stattdessen werde es am Dienstag eine Protestveranstaltung vor dem Bahntower in Berlin geben, um "dem Management die rote Karte zu zeigen", sagte GDL-Chef Claus Weselsky. Er drohte mit weiteren Arbeitskampfmaßnahmen, sollte die Bahn nicht "schnellstens ein verhandelbares Angebot" vorlegen.
Griechenlands Regierung rechnet trotz Corona und Bränden mit 3,6 Prozent Wachstum
Griechenlands Regierung rechnet trotz der Corona-Pandemie und der verheerenden Waldbrände in Teilen des Landes mit einem Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent in diesem Jahr. Finanzminister Christos Staikouras verwies am Freitag im Fernsehsender Mega TV auf die gute Touristensaison: "Es ist ein gutes Jahr verglichen mit dem letzten Jahr - verglichen mit unseren Schätzungen ist es sogar viel besser."
Übernahmen deutscher Unternehmen durch chinesische Investoren stark zurückgegangen
Nach einem Höchststand 2016 ist die Zahl der Übernahmen deutscher Unternehmen durch chinesische Investoren in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen. 2020 gab es elf Unternehmen hierzulande, die von Geldgebern aus China übernommen wurden, wie eine am Freitag veröffentlichte Studie der Hans-Böckler-Stiftung ergab. Das ist der niedrigste Wert seit zehn Jahren.
Dax erstmals über 16.000 Punkten
Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat erstmals die Marke von 16.000 Punkten übersprungen. Am Freitagvormittag kletterte das Börsenbarometer auf 16.003,4 Punkte. Ende März war der Index der 30 wertvollsten Unternehmen an der Börse in Frankfurt am Main erstmals über 15.000 Punkte gesprungen.
In 40 Prozent der Familienunternehmen sitzt keine Frau im Aufsichtsrat
In vier von zehn deutschen Familienunternehmen ist im Aufsichtsrat keine einzige Frau vertreten. Die Personalberatung Russell Reynolds Associates untersuchte die Lage in 100 Familienunternehmen, die demnach nach Sektoren und Größe repräsentativ für die deutsche Firmenlandschaft sind, und veröffentlichte am Freitag ihre Ergebnisse. In 29 Prozent der Firmen gibt es demnach eine Frau im Aufsichtsrat, in 21 Prozent zwei Frauen und in zehn Prozent drei Frauen.
Lokführergewerkschaft GDL droht mit weiteren Streiks
Im hart geführten Tarifstreit zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und der Deutschen Bahn ist weiterhin keine Annäherung in Sicht. Die GDL drohte am Freitag mit weiteren Arbeitskampfmaßnahmen, sollte die Bahn nicht "schnellstens ein verhandelbares Angebot" vorlegen. Bis Anfang kommender Woche bleiben Fahrgäste aber von neuen Streiks verschont. Die Ausstände am Mittwoch und Donnerstag betrafen laut Bahn Millionen Menschen - am Freitag lief der Zugbetrieb wieder "weitgehend" normal.
DB: Millionen Menschen von GDL-Streik betroffen
Vom Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Mittwoch und Donnerstag sind mehrere Millionen Menschen betroffen gewesen. "Berufspendler mussten im städtischen Nahverkehr von der Bahn auf das Auto ausweichen, Urlaubsreisende auf andere Fernzüge umsteigen, weil der gebuchte Zug wegen des Streiks gar nicht fuhr", erklärte die Deutsche Bahn (DB) am Freitag. An normalen Tagen nutzen demnach rund 4,6 Millionen Fahrgäste die Züge des Nah- und Fernverkehrs der DB.
Energieverbrauch privater Haushalte für das Wohnen steigt an
Der Energieverbrauch privater Haushalte für das Wohnen ist zuletzt angestiegen: Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte, lag der Verbrauch 2019 bei 722 Milliarden Kilowattstunden und damit rund 1,1 Prozent über dem Verbrauch von 2018. Zwischen 2012 und 2019 stieg der temperaturbereinigte Anstieg demnach um zehn Prozent an.
Disneys Streamingdienst steigert Zahl der Abonnenten auf 116 Millionen
Disney bleibt mit seinem Streamingdienst Disney+ auf Erfolgskurs. Im Geschäftsquartal von Anfang April bis Anfang Juli verdoppelte sich die Zahl der Abonnentinnen und Abonnenten im Vorjahresvergleich auf rund 116 Millionen weltweit, wie der Unterhaltungskonzern am Donnerstag mitteilte. Auch die Videoplattformen ESPN+ und Hulu gewannen mehr zahlende Kundinnen und Kunden hinzu.
Facebook verlängert Homeoffice-Regelung erneut - jetzt bis Januar
Facebook verlängert seine Homeoffice-Regelung wegen der hohen Infektionszahlen durch die Delta-Variante erneut. Eine Rückkehr der Beschäftigten in die Büros sei nun Anfang 2022 geplant, teilte Facebook am Donnerstag mit. Priorität habe die Sicherheit jedes Einzelnen. Bislang galt die Homeoffice-Regelung bei dem Online-Netzwerk bis Oktober.
Handwerkspräsident meldet "Entspannung" bei Versorgung mit Holz
Der Holzengpass auf Deutschlands Baustellen geht nach Angaben von Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer zurück. "Wir sehen - Chips und Elektroteile einmal ausgenommen – zumindest für einige Baumaterialien wie etwa beim Holz mittlerweile in der Tat etwas Entspannung", sagte Wollseifer der "Augsburger Allgemeinen" vom Freitag. Ende September falle endlich das Holz-Einschlagsverbot, ab dann würde mehr Holz in den Kreislauf kommen. "Die Knappheit wird schrittweise nachlassen."
FDP für Schlichtung im Tarifstreit zwischen Bahn und GDL
Im Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL plädiert die FDP für eine Schlichtung. "Der Streik hat Deutschland quasi für zwei Tage lahmgelegt. Angesichts von Corona und der wirtschaftlichen Situation war das ein Tiefschlag", sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP im Bundestag, Oliver Luksic, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). Eine möglichst schnelle und faire Lösung wäre im Interesse aller.
Bahnverkehr nach Streikende "weitgehend normal" angelaufen
Nach dem Ende des Streiks der Lokführergewerkschaft GDL ist der Bahnverkehr am Freitagmorgen nach Unternehmensangaben "weitgehend normal" gestartet. "Ziel ist es, im Laufe des Freitags sowohl im Fern- als auch im Regionalverkehr sowie bei den S-Bahnen wieder das komplette Fahrplanangebot zu fahren", teilte die Bahn mit. Es könne aber vereinzelt noch zu Einschränkungen kommen. Die Bahn rief die Fahrgäste auf, sich vor Fahrtantritt im Internet oder per Hotline über ihre Zugverbindungen zu informieren.
Fridays for Future demonstriert in Frankfurt gegen klimaschädliche Investitionen
Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future demonstriert am Freitag (14.00 Uhr) in der Finanz- und Bankenmetropole Frankfurt am Main gegen Investitionen in klimaschädliche Industriezweige. Laut Fridays for Future wollen sich Ortsgruppen aus dem ganzen Bundesgebiet zu einem großen Protestzug durch das Bankenviertel zusammenfinden.
Samsung-Erbe auf Bewährung aus Gefängnis entlassen
Der wegen Korruption zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilte Erbe des Elektronikkonzerns Samsung, Lee Jae Yong, ist auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen worden. "Ich habe den Menschen zu viele Sorgen bereitet. Es tut mir wirklich leid", sagte Lee am Freitag zu Journalisten vor dem Gefängnis im Süden von Seoul. Anschließend wurde er in einer schwarzen Limousine weggefahren.
Hacker hinter größtem Kryptowährungs-Raub in der Geschichte handelte "aus Spaß"
Der Hacker, der mutmaßlich hinter dem Diebstahl von Kryptowährungen in einem Rekordwert von 613 Millionen Dollar (522 Millionen Euro) steht, hat nach eigenen Angaben "aus Spaß" gehandelt. Der erfolgreiche Angriff auf den US-Dienstleister Poly Network werde "immer einer der besten Momente meines Lebens bleiben", schrieb der "Mr White Hat" genannte Hacker auf Twitter. Er versprach inzwischen nach Angaben von Poly Network, die gesamte Beute zurückzugeben.
Adidas verkauft Reebok für 2,1 Milliarden Euro
Der Sportartikelkonzern Adidas verkauft das US-Unternehmen Reebok für 2,1 Milliarden Euro an die Authentic Brands Group (ABG). Das teilte Adidas am Donnerstag an seinem Hauptsitz in Herzogenaurach mit. Der Großteil des Kaufpreises werde bei Vollzug der Transaktion in bar gezahlt, der Rest setzte sich aus aufgeschobenen und bedingten Gegenleistungen zusammen, hieß es weiter.
Kein Dax-Chef redet so schön wie Nikolai Setzer von Continental
"Investment-Grade-Ratings", "Travel-Retail-Bereich" oder "Markenpurpose": Die Geschäftsführer der deutschen Dax-Konzerne drücken sich nicht immer sehr verständlich aus. Ein Positivbeispiel ist laut einer aktuellen Studie von Wissenschaftlern der Stuttgarter Universität Hohenheim der Geschäftsführer des Autozulieferers Continental, Nikolai Setzer. Insgesamt waren die Reden der Spitzenmanager weniger verständlich als im letzten Jahr, kritisierten die Experten am Donnerstag.
Bestimmte Beweismittel im Wirecard-Skandal bleiben geheim
Der Wirecard-Untersuchungsausschuss des Bundestags ist vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe mit dem Antrag gescheitert, bestimmte Beweismittel veröffentlichen zu lassen. Der Ermittlungsrichter des BGH habe den Antrag auf Aufhebung des Geheimhaltungsgrads "geheim" am 6. August als unzulässig verworfen, teilte der BGH am Donnerstag auf Anfrage mit. Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagsausgabe) berichtet, dass der BGH die Veröffentlichung eines Berichts über die Arbeit der Wirtschaftsprüfer abgelehnt habe.
Swiss Re schätzt Schäden durch Naturkatastrophen im ersten Halbjahr auf 40 Milliarden Dollar
Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re schätzt die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen weltweit im ersten Halbjahr auf 40 Milliarden Dollar (34 Milliarden Euro). Dies sei die zweithöchste Summe seit dem ersten Halbjahr 2011, teilte Swiss Re am Donnerstag mit. Winterstürme, starke Hitzewellen und schwere Überschwemmungen rund um den Globus signalisieren demnach weiterhin die wachsenden Risiken durch Gefahren, die durch die rasante Stadtentwicklung und den Klimawandel angeheizt werden.
Experten rechnen wegen coronabedingter Einnahmeausfälle mit Anhebung der Grundsteuer
Experten der Unternehmensberatung EY rechnen wegen der coronabedingten Einnahmeausfälle der Kommunen mit einer deutlichen Erhöhung der Grundsteuer in den kommenden Jahren. Im Krisenjahr 2020 habe bundesweit bereits jede zehnte Kommune die Grundsteuer erhöht, ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr, teilte EY am Donnerstag mit. Für die Bürgerinnen und Bürger stieg der durchschnittliche Betrag damit von 169 auf 172 Euro jährlich.
Dieselkäuferin kann von VW Ersatz der Wertminderung verlangen
Wer einen VW Diesel mit manipulierter Software gekauft hat, dem kann Schadenersatz zustehen - auch wenn er sein Auto behält. Der Bundesgerichtshof erklärte am Donnerstag, dass einer Passat-Käuferin ein sogenannter kleiner Schadenersatzanspruch zustehe. Dabei geht es um die Wertminderung des Fahrzeugs. (Az. VI ZR 40/20)
Britische Wirtschaft im zweiten Quartal um 4,8 Prozent gewachsen
Die britische Wirtschaft hat von den weitgehenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen profitiert und ist im zweiten Quartal stark gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von April bis Juni um 4,8 Prozent zum Vorquartal zu, wie am Donnerstag das britische Statistikamt mitteilte. Zum Vergleich: In Deutschland nahm das BIP im zweiten Quartal nur um 1,5 Prozent zu.
Umfrage: Ein Fünftel der Unternehmen will trotz Corona mehr unbefristete Stellen schaffen
Trotz der negativen Auswirkungen der Coronapandemie plant knapp ein Fünftel aller Unternehmen in Deutschland die Zahl der unbefristet Beschäftigten zu erhöhen: In einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) gaben 19,3 Prozent aller Unternehmen an, sie wollten in den nächsten zwölf Monaten mehr unbefristete Stellen schaffen. Befragt wurden im Spätherbst 2020 knapp 1300 Unternehmen.
China schließt Terminal am weltweit drittgrößten Frachthafen
Die chinesischen Behörden haben nach einem Corona-Fall ein Container-Terminal am drittgrößten Frachthafen der Welt geschlossen. Ein Arbeiter am Meishan-Terminal des Hafens Ningbo-Zhoushan an der Ostküste Chinas sei am Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte die Stadtverwaltung von Ningbo mit. An dem Terminal waren im Jahr 2020 fast 1,2 Milliarden Tonnen Güter umgeschlagen worden.
Umfrage: Immer mehr Unternehmen klagen über Fachkräftemangel
Immer mehr Unternehmen in Deutschland fällt es laut einer Umfrage schwer, geeignetes Personal zu finden. 34,6 Prozent der befragten Firmen gaben an, dass Fachkräftemangel für sie ein Problem sei, wie das Ifo-Institut am Donnerstag erklärte. Im April waren es noch 23,6 Prozent gewesen. Der Fachkräftemangel sei somit so ausgeprägt wie seit dem zweiten Quartal 2018 nicht mehr.
Reiseveranstalter TUI macht weiter Verlust
Der weltweit größte Touristikkonzern TUI macht wegen der Coronapandemie weiterhin Verlust. Von April bis Juni stand unter dem Strich ein Minus von 935 Millionen Euro, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Konzernchef Fritz Joussen zeigte sich angesichts einer hohen Nachfrage nach Urlaubsreisen aber zuversichtlich.
Studie: Ausbildungsgarantie würde 20.000 zusätzliche Fachkräfte pro Jahr bringen
Eine Ausbildungsgarantie nach österreichischem Vorbild könnte nach Einschätzung der Bertelsmann Stiftung in Deutschland jährlich bis zu 20.000 zusätzliche ausgebildete Fachkräfte bringen. Durch eine solche Maßnahme würde auch das Bruttoinlandsprodukt (BIP) langfristig wachsen, teilte die Stiftung am Donnerstag mit. Bereits nach acht Jahren würden zudem die zusätzlichen Staatseinnahmen die Kosten übersteigen.
Zahl der Gründungen größerer Betriebe deutlich gestiegen
Die Zahl der Neugründungen größerer Betriebe ist deutlich gestiegen: Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte, wurden im ersten Halbjahr 2021 gut 65.600 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine "größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen". Das waren 13,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, der stark von der Corona-Pandemie geprägt war, aber auch 2,5 Prozent mehr Gründungen als im ersten Halbjahr 2019.
Bahnstreik sorgt erneut für starke Beeinträchtigungen im Zugverkehr
Streikende Lokführer sorgen den zweiten Tag in Folge für zahlreiche Zugausfälle im Nah- und Fernverkehr. Wie die Bahn am Morgen ankündigte fahren auch am Donnerstag nur rund 25 Prozent der Züge auf Fernstrecken. Im Regionalverkehr sollen mehr Verbindungen bedient werden, jedoch mit starken regionalen Unterschieden. Die Bahn bat daher die Fahrgäste erneut, auf nicht zwingend notwendige Reisen zu verzichten.