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AFP-Umfrage: Chinas Wachstum verlangsamt sich im zweiten Quartal
Chinas Wirtschaftswachstum hat sich nach Einschätzung von Analysten im zweiten Quartal abgeflacht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Volksrepublik legte von April bis Juni um 7,7 Prozent im Vorjahresvergleich zu, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur AFP unter zwölf Analysten ergab. Im ersten Quartal hatte das Plus 18,3 Prozent betragen - ein Rekordanstieg, der aber zum großen Teil dem Vergleich zum Vorjahresquartal geschuldet war, als Chinas Wirtschaft wegen der Corona-Pandemie stark eingebrochen war.
BDI-Präsident lehnt Klimazölle der EU ab
Vor der Vorstellung der Pläne der EU-Kommission für eine erhebliche Reduzierung des Treibhausgas-Ausstoßes hat der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) vor Klimazöllen gewarnt. Hier müsse "die Exportnation Deutschland, die Exportregion Europa sehr vorsichtig sein, denn typischerweise führen Zölle auf der einen Seite zu Zöllen auf der anderen Seite", sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin".
Deutschlands Arbeitgeber setzen beim Impfen auf Freiwilligkeit
Die deutsche Wirtschaft will Beschäftigte nicht zum Impfen zwingen. "Als Arbeitgeber setzen wir weiter auf Freiwilligkeit", erklärte der Arbeitgeberverband BDA auf Anfrage der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). Gerade für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit gefährdeten Personengruppen arbeiteten, sei die Bereitschaft zur Impfung ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein und Rücksichtnahme.
EU-Kommission stellt Pläne für klimafreundlichere Wirtschaft vor
Die Europäische Kommission stellt am Mittwoch in Brüssel ihre Pläne für eine erhebliche Reduzierung des Treibhausgas-Ausstoßes vor. Das Klimapaket sieht neben neuen Zöllen, Steuern und Zielvorgaben etwa auch das faktische Ende des Verbrennungsmotors vor. So soll die europäische Wirtschaft darauf vorbereitet werden, bis 2030 mindestens 55 Prozent weniger Treibhausgas im Vergleich zu 1990 auszustoßen.
Website von Hackergruppe REvil offline
Knapp zwei Wochen nach den massiven Cyberangriff auf die US-IT-Firma Kaseya ist die Website der hinter der Attacke vermuteten Hackergruppe offline gegangen. Die Gruppe REvil sei "offenbar aus dem Darknet verschwunden", schrieb der Cybersicherheits-Experte Allan Liska von der Firma Recorded Future auf Twitter. Die Website sei seit Dienstagmorgen nicht mehr erreichbar.
Boeing muss Nachbesserungen an 787 Dreamliner vornehmen
Wegen neuer Probleme bei der 787 Dreamliner bremst der US-Flugzeugbauer Boeing die Produktion der Maschinen. Boeing erklärte am Dienstag, bei noch nicht ausgelieferten Flugzeugen dieses Typs seien "Überarbeitungen" notwendig. Deswegen würden "Produktionsressourcen" für einige Wochen umgeschichtet. Nähere Angaben zu dem Problem machte Boeing nicht.
Auch Fiat-Chrysler im Dieselskandal in Frankreich beschuldigt
Die französische Justiz hat im Diesel-Abgasskandal auch gegen den Fiat-Chrysler-Konzern ein formelles Ermittlungsverfahren eröffnet. Der US-italienische Hersteller wird der Täuschung im Zusammenhang mit dem Verkauf von Dieselautos in Frankreich in den Jahren 2009 bis 2015 beschuldigt, wie ein Konzernanwalt mitteilte. Der Konzern bestreitet die Vorwürfe.
Uwe Hochgeschurtz wird neuer Chef von Opel
Der bisherige Chef des Automobilkonzerns Renault in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Uwe Hochgeschurtz, wird neuer Chef von Opel. Hochgeschurtz werde den Job "mit Wirkung zum 1. September" antreten, teilte Opel-Mutter Stellantis am Dienstag mit. Er wird Nachfolger von Michael Lohscheller; er habe sich entschieden, "eine andere Herausforderung außerhalb des Stellantis-Konzerns anzunehmen".
Autoexperte hält 90 Prozent Elektro-Neuzulassungen im Jahr 2030 für möglich
Der Autoexperte Stefan Bratzel hält einen Neuzulassungsanteil von Elektrofahrzeugen von 90 Prozent im Jahr 2030 für möglich. "Ein schneller Markthochlauf der Elektromobilität bis zum Jahr 2030 ist möglich, aber sehr voraussetzungsvoll", erklärte Bratzel am Dienstag. Im Rahmen einer Studie des Center of Automotive Management (CAM) zur Elektromobilität in Europa kam Bratzel zu dem Schluss, dass insbesondere staatliche Förderungen, Batteriepreise und der Ausbau der Ladeinfrastruktur von Bedeutung sind.
Altmaier legt deutlich höhere Stromverbrauchsprognose vor
Die Bundesregierung hat eine neue, deutlich höhere Prognose über den Stromverbrauch im Jahr 2030 vorgelegt. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erklärte am Dienstag in Berlin, die Neufassung des Klimaschutzgesetzes und "unsere neuen ambitionierten Klimaziele" erforderten eine Anpassung der Analysen. Die Grünen-Energiepolitikerin Julia Verlinden forderte: "Wir brauchen ein Vielfaches an Sonnen- und Windenergie"; dafür brauche es "jetzt klare Rahmenbedingungen".
Bundesgerichtshof befasst sich mit Verjährung bei Dieselklage gegen VW
Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat am Dienstag über eine der vielen Dieselklagen gegen VW verhandelt. Es ging allerdings nicht konkret um das Auto, sondern um die Frage, ob der Fall zum Zeitpunkt der Klage schon verjährt war. Diese wurde nämlich erst 2019, mehr als drei Jahre nach Bekanntwerden des Dieselskandals, eingereicht - nachdem der Kläger sich zuvor zu einer Musterfeststellungsklage an- und wieder abgemeldet hatte. (Az. VI ZR 1118/20)
Zwischen 325 und 1580 Euro im Monat: Große Spannbreite beim Geld für Azubis
Von monatlich 325 Euro für neue Auszubildende im thüringischen Friseurhandwerk bis hin zu 1580 Euro für Azubis im westdeutschen Bauhauptgewerbe im vierten Lehrjahr: Bei der Ausbildung gibt es teils erhebliche Unterschiede je nach Branche und Region. In sechs großen Branchen bekommen Azubis bereits im ersten Ausbildungsjahr mehr als 1000 Euro im Monat, wie eine am Dienstag veröffentlichte Auswertung des WSI-Tarifarchivs der Hans-Böckler-Stiftung zeigt.
Energiepreise in Deutschland verteuern sich im Jahresvergleich um 14 Prozent
Die Energiekosten für Haushalte in Deutschland sind in den vergangenen zwölf Monaten nach Berechnung von Verivox im Schnitt um rund 14 Prozent gestiegen. Für einen Drei-Personen-Haushalt ergaben sich Mehrkosten von knapp 500 Euro, wie das Vergleichsportal am Dienstag erklärte. Einbezogen in die Berechnung wurden Kosten für Heizung, Strom und Sprit.
Verbändebündnis fordert Bekenntnis aller Parteien zu Tempolimit - auch in Städten
Ein Bündnis aus Umwelt- und Verkehrsverbänden sowie der Gewerkschaft der Polizei in Nordrhein-Westfalen fordert vor der Bundestagswahl von allen Parteien das Bekenntnis zu einem Tempolimit. Mit einem strikt kontrollierten Tempolimit von 120 Kilometer pro Stunde auf Autobahnen, Tempo 80 außerorts und Tempo 30 in der Stadt ließen sich bis 2034 insgesamt bis zu 100 Millionen Tonnen CO2 einsparen, erklärte das Bündnis am Dienstag. Zudem verbessere sich die Sicherheit im Verkehr.
Deutschland: Inflationsrate im Juni aktuell 2,3 Prozent
Nach dem kontinuierlichen Anstieg der Inflationsrate seit Jahresbeginn hat sich der Anstieg der Verbraucherpreise im Juni etwas abgeschwächt. Die Teuerung betrug 2,3 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte und damit seine vorläufigen Angaben von Ende Juni bestätigte. Im Mai hatte die Inflationsrate noch 2,5 Prozent betragen. Deutlich teurer als ein Jahr zuvor waren im Juni vor allem Energieprodukte, die um 9,4 Prozent zulegten. Hierbei wirkte sich neben der im Januar eingeführten CO2-Abgabe auch aus, dass die Preise für Energieprodukte ein Jahr zuvor wegen des in der Corona-Pandemie zeitweilig eingebrochenen Ölpreises deutlich niedriger lagen. Teurer binnen Jahresfrist wurden im Juni nun vor allem Heizöl (plus 42,5 Prozent) und Kraftstoffe (23,5 Prozent). Die Strompreise blieben nach Angaben des Bundesamtes unverändert. Unterdurchschnittlich teurer wurden hingegen Nahrungsmittel, die im Juni im Schnitt um 1,2 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats lagen. Günstiger als ein Jahr zuvor war frisches Gemüse mit minus 2,3 Prozent; merklich teurer wurden Speisefette und Speiseöle (plus 5,6 Prozent). Darüber hinaus verteuerten sich laut Statistik auch Bekleidungsartikel (3,6 Prozent) und Fahrzeuge (3,1 Prozent). Billiger wurden dagegen Mobiltelefone (minus 5,8 Prozent). Die Preise für Dienstleistungen insgesamt lagen im Juni um 1,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Nettokaltmieten, die laut Bundesamt "aufgrund des großen Anteils an den Konsumausgaben der privaten Haushalte" bedeutsam sind, verteuerten sich um 1,4 Prozent. Im Vergleich zum Mai 2021 stieg der Verbraucherpreisindex im Juni um 0,4 Prozent - nochmals teurer wurden gegenüber dem Vormonat insbesondere Heizöl (3,3 Prozent) und Kraftstoffe (1,7 Prozent). Bis einschließlich Mai war die Inflationsrate seit Jahresbeginn stetig angestiegen - vor allem wegen höherer Energiepreise. Im Januar 2021 hatten die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,0 Prozent zugelegt, im Februar um 1,3 Prozent, im März um 1,7 Prozent und im April dann um 2,0 Prozent. Im Gesamtjahr 2020 war der Preisanstieg mit 0,5 Prozent noch so gering ausgefallen wie zuletzt in der Finanz- und Wirtschaftskrise. Neben dem Ölpreisverfall auf dem Weltmarkt wirkte sich dabei auch die zeitweise Absenkung der Mehrwertsteuer in der zweiten Jahreshälfte auf die Verbraucherpreise aus. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte erst in der vergangenen Woche ihr Inflationsziel geändert und auf exakt zwei Prozent festgelegt; Abweichungen nach oben und nach unten sollen künftig gleichermaßen verhindert werden. Seit 2003 hatte die EZB bei der Inflation das Ziel "unter, aber nahe zwei Prozent" verfolgt. (A.Stefanowych--DTZ)
Google soll in Frankreich Bußgeld von 500 Millionen Euro zahlen
Der US-Internetkonzern Google soll in Frankreich im Urheberrechtsstreit mit der Presse ein Bußgeld von 500 Millionen Euro zahlen. Die Kartellbehörde in Paris teilte am Dienstag mit, Google habe es versäumt, "in guter Absicht" über individuelle Lizenzabkommen mit Medienhäusern zu verhandeln. Es sei das höchste Bußgeld, das die Behörde jemals verhängt habe, sagte Kartellamtschefin Isabelle De Silva. Google äußerte sich "sehr enttäuscht".
Google Maps zeigt zukünftig Informationen zu DB-Fernverkehr in Echtzeit an
Google Maps und die Deutsche Bahn vertiefen ihre Zusammenarbeit: Zukünftig sollen in der Google Maps-App Informationen zu den Fernverkehrszügen der Bahn in Echtzeit angezeigt werden. Ist eine Reise in Google Maps geplant, soll außerdem ein Link direkt zur DB-Ticketbuchung den Fahrkartenkauf erleichtern, wie die Deutsche Bahn am Dienstag erklärte. Insgesamt sollen die Informationen zu rund 800 täglichen ICE, IC und EC-Zügen in Google Maps eingepflegt werden.
Lufthansa verwendet künftig genderneutrale Sprache an Bord
Die Lufthansa will zukünftig an Bord ihrer Flugzeuge im Umgang mit Flugreisenden genderneutrale Sprache verwenden. Die Vorgabe gelte für alle Airlines der Lufthansa-Gruppe, darunter Swiss, Austrian Airlines und Eurowings, bestätigte ein Unternehmenssprecher am Dienstag auf Anfrage. "Die Crews sind gehalten, eine Ansprache zu wählen, die alle Passagiere anspricht", sagte der Sprecher. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.
BGH: Dieselklage gegen Daimler muss neu verhandelt werden
Der Einbau eines sogenannten Thermofensters an sich ist noch keine sittenwidrige Schädigung. Das stellte der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag in Karlsruhe erneut fest. Dennoch hob der sechste Zivilsenat ein Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz auf, das einem Mercedes-Käufer Schadenersatz verwehrt hatte; das Oberlandesgericht muss nun erneut über die Sache verhandeln. (Az. VI ZR 128/20)
Chinas Exporte legen im Juni überraschend kräftig zu
Chinas Exporte haben im Juni die Erwartungen von Analysten übertroffen und deutlich zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Ausfuhren um 32,2 Prozent, wie die Zollbehörde am Dienstag mitteilte. Experten hatten lediglich mit einem Zuwachs von rund 23 Prozent für Juni gerechnet; im Mai hatte das Plus bei 27,9 Prozent im Vorjahresvergleich gelegen.
Dehoga jammert wegen "Perspektive" für Gastronomie
Trotz steigender Inzidenzzahlen hat der Hotel- und Gaststättenverband eine dauerhafte Lösung für Gastbetriebe gefordert. "Entscheidend ist jetzt, dass die Politik für dauerhafte Öffnungen sorgt und der Branche, Betrieben wie Mitarbeitern, wieder Perspektiven gibt", sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges nach Information von Deutsche Tageszeitung, in einem aktuellen Interview. "Wir sind zuversichtlich, dass die Mitarbeiter dann auch wieder zurückkehren", fügte sie hinzu. Zahlreiche Angestellte aus dem Gastgewerbe seien in die Logistikbranche oder in den Einzelhandel gewechselt, sagte Hartges. So habe es etwa Kampagnen großer Einzelhändler gegeben, die gezielt um Arbeitskräfte aus dem Gastgewerbe geworben hätten. "Darüber hinaus haben wir Mitarbeiter nach Österreich, in die Schweiz und nach Südtirol verloren, denn hier durften gastgewerbliche Betriebe schon sehr viel früher als bei uns Deutschland wieder öffnen." Besonders Köche und qualifiziertes Servicepersonal fehlen laut Hartges. Aber auch die Saisonkräfte aus dem Ausland und die studentischen Hilfskräfte seien noch nicht alle wieder zurück. "Die Politik ist aufgerufen, für wirtschaftsfördernde Rahmenbedingungen zu sorgen. Dazu gehört es, die Arbeitgeber zu entlasten und sie zu unterstützen", forderte die Dehoga-Hauptgeschäftsführerin. (A.Stefanowych--DTZ)
Küstenökosysteme ersparen Klimafolgenkosten in Milliardenhöhe
Küstenökosysteme wie Seegraswiesen, Salzmarschen und Mangrovenwälder können als CO2-Speicher den Klimawandel abmildern - und so weltweit milliardenschwere Folgekosten verhindern. Allein die Ökosysteme vor der Küste Australiens ersparen dem Rest der Welt Klimafolgekosten in Höhe von rund 23 Milliarden Dollar (rund 19,4 Milliarden Euro) jährlich, wie eine am Montag vom Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel vorgestellte Studie ergab.
Fluggesellschaft Ryanair will 2000 neue Piloten einstellen
Im Zuge der erhofften Erholung von den Auswirkungen der Corona-Pandemie will die irische Fluggesellschaft Ryanair 2000 neue Piloten einstellen. Die Piloten sollen die neu geplante Flotte von Boeing 737 MAX-Flugzeugen steuern, wie das Unternehmen am Montag erklärte. Mit den neuen Flugzeugen sollen Kosten und Kerosinverbrauch abgesenkt werden. Auch Geräusch- und CO2-Emissionen sollen sich so verringern.
Lagarde: EZB ist zum Kurswechsel in Kommunikation über zukünftige Geldpolitik bereit
Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) Christine Lagarde erwartet ab Juli eine Anpassung in der Kommunikation der EZB mit Blick auf die zukünftige Geldpolitik der Institution. Diese Anpassung entspreche dem neu definierten Inflationsziel der EZB von zwei Prozent auf mittelfristige Sicht, wie Lagarde in einem Interview mit dem Fernsehsender "Bloomberg TV" in der Nacht auf Montag sagte.
Umfrage: Unternehmen blicken zuversichtlich in die Zukunft
Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland hat sich laut einer Umfrage deutlich verbessert. 51 Prozent der Unternehmen rechnen in diesem Jahr mit einer höheren Produktion als im Vorjahr, wie eine vom Institut für Wirtschaftsforschung (IW) am Montag veröffentlichte Befragung ergab. Zudem planen demnach 42 Prozent der Firmen, mehr zu investieren als 2020. Mit mehr Beschäftigten rechnen 43 Prozent der Unternehmen.
Mieterbund: Unionsfraktion muss Blockade bei Aufteilung von CO2-Kosten aufgeben
Angesichts der von Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet in Aussicht gestellten Beteiligung von Vermietern an Zusatzkosten durch die CO2-Bepreisung beim Heizen hat der Deutsche Mieterbund die Unionsfraktion zum Handeln aufgefordert. Die Bundestagsfraktion der CDU/CSU müsse ihre "Blockadehaltung korrigieren", erklärte Mieterbund-Präsident Lukas Siebenkotten am Montag. Die Unionsfraktion hatte den von der Bundesregierung angestrebten Kompromiss abgelehnt, die Mehrkosten zwischen Mietern und Vermietern hälftig aufzuteilen.
ADAC startet Pannenhilfe für Fahrräder
Deutschlands größter Automobilclub widmet sich verstärkt den Fahrradfahrern: Der ADAC testet im Rahmen eines Pilotprojektes eine Pannenhilfe für Radler. Mitglieder, die in Berlin und Brandenburg mit einer Fahrradpanne liegen bleiben, sollten im Rahmen des Projektes "ab sofort" kostenlose Pannenhilfe erhalten, teilte der ADAC am Montag mit.
Europäische Verbraucherschützer reichen Beschwerde gegen Whatsapp ein
Mit einer Beschwerde gegen die Messengerplattform Whatsapp hat sich der Europäische Verbraucherverband (BEUC) am Montag an die Europäische Kommission gewandt. "Seit mehreren Monaten bombardiert Whatsapp seine Nutzer durchgehend mit aggressiven Nachrichten, um sie dazu zu bewegen, die neuen Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien zu akzeptieren", erklärte die BEUC-Chefin Monique Goyens. "Aber Nutzer wissen gar nicht, was sie da akzeptieren". Nutzerdaten würden so ohne ausreichende Zustimmung weiterverarbeitet, warnte Goyens.
Anteil der Beschäftigten im Homeoffice schon im Juni gesunken
Trotz der erst Ende Juni ausgelaufenen Homeoffice-Pflicht haben schon im vergangenen Monat weniger Beschäftigte zu Hause gearbeitet. Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Ifo-Instituts fiel der Anteil derjenigen, die zumindest teilweise im Homeoffice arbeiteten, im Juni von 31,0 Prozent auf 28,4 Prozent. "Mit dem abklingenden Infektionsgeschehen und der steigenden Impfquote kehren Beschäftigte in die Präsenzarbeit zurück", erklärte Ifo-Experte Jean-Victor Alipour.
Großhandelspreise steigen so stark wie seit 1981 nicht mehr
Die Verkaufspreise im Großhandel sind im Juni so stark gestiegen wie seit fast 40 Jahren nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, legten die Großhandelspreise um 10,7 Prozent gegenüber Juni 2020 zu. Eine noch höhere Vorjahresveränderung hatte es demnach zuletzt im Oktober 1981 in der Folge der zweiten Ölkrise gegeben - damals legten die Preise um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu.
Baustoffpreise und hohe Nachfrage treiben Angebotspreise für Fertighäuser nach oben
Von den steigenden Baustoffpreisen ist nach Angaben des Onlineportals Immoscout24 besonders das Fertighaussegment betroffen. Allein in den drei Monaten von Ende März bis Ende Mai 2021 seien die Angebotspreise von Fertighäusern in Deutschland um 14 Prozent gestiegen, teilte das Portal am Montag mit. Die Quadratmeterpreise lagen Ende Mai bundesweit mit durchschnittlich 3020 Euro rund 15 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahresmonats (2620 Euro pro Quadratmeter).
Gastgewerbe leidet nach Corona-Lockdown unter Personalmangel
Langsam kehrt das Leben nach dem langen Corona-Lockdown in der deutschen Gastronomie zurück, doch nun steht die Branche vor einem neuen Problem: Für den Neustart fehlt das Personal. "Viele Hotels und Restaurants klagen in der Tat über einen Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel", erklärte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Ingrid Hartges, am Montag. Neben Köchen und qualifiziertem Servicepersonal fehlten auch Saisonarbeiter aus dem Ausland und studentische Hilfskräfte.