Vorgestellt
Letzte Nachrichten
Umweltministerin wirbt für gemeinsamen Aufbruch in neue Agrarpolitik
Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sieht im Abschlussbericht der Zukunftskommission Landwirtschaft "die Chance für einen neuen gemeinsamen Aufbruch in der Agrarpolitik". Dass die derzeitige Landwirtschaft weder ökonomisch noch ökologisch tragfähig sei, "ist jetzt breiter Konsens unter allen Beteiligten", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) vom Dienstag. "Es ist für alle besser, das Agrarsystem zu ändern, als es beizubehalten", fügte die Ministerin hinzu.
Verkehrssicherheitsrat: Tempolimit könnte Menschenleben retten
Die Union stößt mit ihrem Nein zu einem Tempolimit 130 auf Autobahnen auf Widerstand. "Ein Tempolimit auf Bundesautobahnen wäre eine geeignete und dazu auch kostengünstig und einfach umzusetzende Maßnahme, die Verkehrssicherheit zu erhöhen", sagte der Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), Walter Eichendorf den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Dienstag. Auf diese Weise würden weniger Menschen getötet oder schwer verletzt.
Ifo-Institut: Zahl der Kurzarbeiter im Juni auf niedrigstem Stand seit Februar 2020
Die Zahl der Kurzarbeiterinnen und Kurzarbeiter ist laut einer Schätzung des Münchner Ifo-Instituts im Juni kräftig gesunken. Im vergangenen Monat sei die Zahl von 2,3 auf 1,5 Millionen Menschen zurückgegangen, erklärte das Wirtschaftsforschungsinstitut am Dienstag in München. Das ist demnach die niedrigste Zahl seit Februar 2020.
Beratungen über Ausweitung der Ölförderung festgefahren
Die Beratungen der wichtigsten ölproduzierenden Länder über eine Erhöhung der Fördermenge stecken offenbar in einer Sackgasse. Die eigentlich geplante Fortsetzung des Ministertreffens sei am Montag erneut vertagt worden, ein neuer Termin stehe noch nicht fest, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus dem Umfeld der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und ihren Partnerländern. Vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage nach Öl und wachsender Inflationssorgen beraten die Länder seit Donnerstag über eine mögliche Ausweitung der Fördermenge ab August.
Übergabe des Abschlussberichts der Zukunftskommission Landwirtschaft an Merkel
Die Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) übergibt am Dienstag (11.00 Uhr) virtuell ihren Abschlussbericht an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie hatte die Kommission 2020 eingesetzt; Vertreter von 30 Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz, Wissenschaft, Wirtschaft und Verbraucherschutz berieten in den vergangenen Monaten über die Zukunft der Agrarwirtschaft in Deutschland angesichts von Klimakrise und Artenschwinden, aber auch angesichts von Protesten der Bauern gegen ihrer Meinung nach zu weit gehende staatliche Auflagen.
Andy Jassy übernimmt die Unternehmensleitung von Amazon
Amazon-Urgestein Andy Jassy hat am Montag die Leitung des Online-Händlers übernommen. Der 53-Jährige ist seit 24 Jahren bei Amazon; er fing dort drei Jahre nach der Gründung an, und zwar im Marketing. Amazon entwickelte sich seitdem vom kleinen Startup zum Mammutkonzern.
Porsche und kroatischer Autobauer Rimac starten Joint Venture
Volkswagen gibt seine Luxus-Marke Bugatti in ein Gemeinschaftsunternehmen seiner Tochter Porsche und dem kroatischen Luxusautobauer Rimac ab. Das künftige Joint Venture soll zwei "Hypercar-Modelle" produzieren, wie Porsche und Rimac am Montag mitteilten. Die Firma Bugatti-Rimac soll im vierten Quartal 2021 an den Start gehen.
Hacker verlangen nach Attacke auf US-IT-Firma Kaseya 70 Millionen Dollar
Nach dem am Freitag entdeckten massiven Cyberangriff auf die US-IT-Firma Kaseya haben Hacker im Darknet ein "Lösegeld" von 70 Millionen Dollar (59 Millionen Euro) in Bitcoin gefordert. In einer Nachricht auf der Seite "Happy Blog" im Darknet, die bereits in der Vergangenheit mit der Hackergruppe REvil in Verbindung gebracht worden war, erklärten die Hacker, sie hätten "mehr als eine Million Systeme" manipuliert - bei Zahlung der 70 Millionen Dollar werde eine Entschlüsselungs-Software online gestellt "und in weniger als einer Stunde kann sich jeder von dem Angriff erholen".
Gutachten: Überdüngung verursacht Umweltkosten in Milliardenhöhe
Durch Überdüngung in der deutschen Landwirtschaft entstehen einer Untersuchung zufolge jedes Jahr Umweltschäden in Höhe von rund drei Milliarden Euro. Zu diesem Schluss kommt ein am Montag veröffentlichtes Gutachten des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Das aktuelle Düngerecht sei demnach unzureichend, um gültige EU-Vorgaben zum Schutz des Grundwassers vor Nitrat umzusetzen.
Übernahmekampf um britische Supermarktkette Morrisons
Um die britische Supermarktkette Morrisons ist ein Übernahmekampf entbrannt - mindestens drei Beteiligungsgesellschaften sind an Morrisons interessiert und bereit, Milliarden dafür zu zahlen. Britische Supermarktketten seien "ein Schnäppchen", verglichen mit den Unternehmen der Branche in den USA, erklärte am Montag Analystin Susannah Streeter vom Beratungsunternehmen Hargreaves Lansdown. Morrisons, viertgrößte Supermarkkette des Landes, habe eine gut organisierte Lieferkette und besitze auch zahlreiche Laden-Immobilien.
Auch größerer Dieselmotor von VW kommt auf gerichtlichen Prüfstand
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat grünes Licht für die Fortführung einer Diesel-Klage gegen Volkswagen für einen Motor mit drei Litern Hubraum gegeben. Nach dem am Montag in Karlsruhe veröffentlichten Beschluss dürfen Gerichte dies nicht allein mit dem Hinweis abtun, es habe hier keinen Rückruf durch das Kraftfahrt-Bundesamt gegeben. (Az: VI ZB 22/20)
Daimler, Volvo und Traton wollen Ladenetz für Elektro-Lkw in Europa aufbauen
Die Lkw-Bauer Daimler, Volvo und die VW-Tochter Traton wollen bei der Ladeinfrastruktur für Elektro-Lastwagen gemeinsam aufs Tempo drücken. Wie die drei Unternehmen am Montag ankündigten, unterzeichneten sie eine Absichtserklärung über Aufbau und Betrieb eines öffentlichen Ladenetzes für batterieelektrische schwere Fernverkehrs-Lkw und Reisebusse in Europa. Entstehen sollen demnach 1700 "Hochleistungs-Ladepunkte".
Rund 25 Prozent mehr Pkw-Neuzulassungen im Juni - Vorkrisenniveau noch immer weit entfernt
In Deutschland sind im Juni erneut deutlich mehr Autos neu zugelassen worden als im Vorjahr - die Zahlen lagen aber weiterhin deutlich unter Vorkrisenniveau. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) meldete am Montag für Juni rund 274.000 Neuzulassungen, das waren knapp 25 Prozent mehr als im Juni 2020. Im Mai hatte der Anstieg bereits rund 37 Prozent betragen.
Schweinefleisch aus Lebensmittelhandel teils mit antibiotikaresistenten Keimen belastet
Die Umweltorganisation Greenpeace hat im Rahmen einer Stichprobe von Fleischprodukten aus dem deutschen Lebensmittelhandel in 23 Prozent der Schweinefleischproben antibiotikaresistente Keime nachgewiesen. Insgesamt seien 50 Fleischproben auf verschiedene resistente Keime untersucht worden, erklärte Greenpeace am Montag. In zehn der 44 Proben von Schweinefleisch seien Bakterien mit Resistenzen gegen gängige Mittel zur Behandlung von Infektionskrankheiten bei Menschen gefunden worden. Sechs Geflügelfleischproben waren hingegen negativ.
Norwegischer Fonds stößt Anteile wegen Aktivitäten in jüdischen Siedlungen ab
Norwegens größter Pensionsfonds (KLP) trennt sich von seinen Anteilen an 16 Unternehmen wegen deren Verbindungen zu jüdischen Siedlungen im Westjordanland. Verkauft wurden unter anderem Beteiligungen am Telekommunikationsdienstleister Motorola Solutions und dem Mobilfunkanbieter Cellcom Israel, wie die KLP am Montag mitteilte.
HDE-Konsumbarometer: Verbraucherstimmung verbessert sich weiter
Die Stimmung der Verbraucher hat sich auch im Juli aufgrund sinkender Infektionszahlen und bundesweiter Öffnungsschritte weiter verbessert. Das geht aus dem Konsumbarometer hervor, das der Handelsverband Deutschland (HDE) am Montag in Berlin veröffentlichte. Der Juli war der fünfte Monat in Folge mit einem ansteigenden Wert. Das Konsumbarometer erreichte somit den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren.
Preise für Baumaterial im Mai massiv gestiegen
Auf dem Bau haben sich die steigenden Preise für Holz, Stahl oder Dämmmaterialien im Mai deutlich bemerkbar gemacht. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, verteuerten sich die Erzeugerpreise bei Konstruktionsvollholz um 83,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dachlatten waren im Mai um 45,7 Prozent und Bauholz um 38,4 Prozent teurer als ein Jahr zuvor.
Wirtschaft : Langwierige Planungsverfahren hemmend
Wirtschaftsvertreter schlagen wegen langen Genehmigungsprozesse in Deutschland wie im Fall der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin Alarm. "Immer komplexere und langwierigere Planungsverfahren mit mehrfachen Klageerhebungen und nahezu endlosen Gutachterschlachten haben sich in Deutschland zu einem massiven Investitionshemmnis entwickelt", sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands BDI, Holger Lösch, dem "Handelsblatt" vom Montag. Die Komplexität von Genehmigungsverfahren sei aus Sicht der Unternehmen "neben dem komplizierten Steuerrecht das größte Hindernis am Standort Deutschland". Die Dauer der Verfahren habe sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt und gleichzeitig die Personalsituation in den Genehmigungs- und Fachbehörden verschlechtert. "Kam ein Genehmigungsverfahren vor 15 Jahren noch mit durchschnittlich zwei Gutachten aus, so sind es heute fünf bis zehn", sagte Lösch der Zeitung. Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) sprach sich anlässlich der Kritik von Tesla am Genehmigungsverfahren rund um sein Elektroauto-Werk dafür aus, das Planungsrecht in Deutschland zu reformieren. "Wir sind, was die Anwendung des Bundesimmissionsschutzgesetzes und die damit verbundenen Genehmigungsverfahren betrifft, vielleicht in einem Tunnel der Betriebsblindheit und sehen möglicherweise nicht die Punkte, die einer Modernisierung und Entbürokratisierung bedürfen", sagte er dem "Handelsblatt". Er halte es daher für ratsam, nach Abschluss des Tesla-Verfahrens das Planungs- und Genehmigungsrecht noch einmal genau zu analysieren. "Das sollte unter Beteiligung der entsprechenden Bundesministerien geschehen, die ihr Interesse bereits signalisiert haben", sagte der Minister. Steinbach plädierte in diesem Zusammenhang für eine Beschränkung der Klagerechte für Umweltverbände. "Ich halte es zum Beispiel für fragwürdig, mit welcher Berechtigung sich ein bayerischer Umweltverein hier in Brandenburg gegen die Tesla-Ansiedlung engagiert", sagte er. Auch die Länge der juristischen Verfahren gehöre auf den Prüfstand. "Dazu gehört die Frage, inwieweit die Zahl der gerichtlichen Instanzen reduziert werden kann." Das sei nicht nur ein Thema, dass die Tesla-Ansiedlung betreffe. Als weiteres Beispiel nannte Steinbach das Thema der Übertragungsnetze im Strombereich. "Hier werden Trassen über Jahre beklagt, mit dem Ergebnis, dass wir Ausbaugeschwindigkeiten haben, die von jeder Landschnecke getoppt werden", sagte er. "So etwas können wir uns einfach nicht mehr leisten, wenn wir klimaneutral werden wollen." (N.Loginovsky--DTZ)
Wirtschaft kritisiert langen Genehmigungsprozess in Deutschland
Wirtschaftsvertreter kritisieren lange Genehmigungsprozesse in Deutschland: "Immer komplexere und langwierigere Planungsverfahren mit mehrfachen Klageerhebungen und nahezu endlosen Gutachterschlachten haben sich in Deutschland zu einem massiven Investitionshemmnis entwickelt", sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands BDI, Holger Lösch, dem "Handelsblatt" vom Montag. Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) sprach sich für eine Reform des Planungs- und Genehmigungsrechts aus.
Iranisches Akw Buschehr wieder hochgefahren
Das iranische Atomkraftwerk Buschehr ist zwei Wochen nach der vorübergehenden Abschaltung wieder ans Netz gegangen. Die Anlage sei wieder in Betrieb, sagte Akw-Chef Mahmud Dschafari, der auch Vize-Vorsitzender der iranischen Atomenergiebehörde ist, in der Nacht zum Montag der Nachrichtenagentur Insa. Der vor zwei Wochen festgestellte "technische Fehler" sei behoben worden.
Amazon-Gründer Bezos gibt Unternehmensleitung ab
Nach fast drei Jahrzehnten an der Spitze von Amazon gibt Konzerngründer Jeff Bezos am Montag die Leitung des Unternehmens an seinen Nachfolger Andy Jassy ab. Bezos bleibt aber Vorsitzender des Verwaltungsrats und dürfte die Geschicke des Konzerns auch künftig entscheidend mitbestimmen. Der 57-Jährige will sich nach eigenen Angaben künftig anderen Projekten stärker widmen, etwa seinem Raumfahrtunternehmen Blue Origin. Am 20. Juli will er persönlich am ersten bemannten Flug des Unternehmens ins All teilnehmen.
Emirate kritisieren aktuellen Deal der ölfördernden Länder als "ungerecht"
Im Streit um das Ölförderabkommen zwischen den wichtigsten ölproduzierenden Ländern haben die Vereinigten Arabischen Emirate den aktuellen Deal als ungerecht kritisiert. "Die Vereinigten Arabischen Emirate verlangen Gerechtigkeit in der neuen Vereinbarung", sagte Energieminister Suhail Masrui am Sonntag dem TV-Sender Sky News Arabia.
Branchenverband will gegen Tabaksteuer-Ausweitung auf E-Zigaretten klagen
Der Branchenverband der Hersteller von E-Zigaretten hat seine Absicht zu einer Verfassungsbeschwerde gegen die jüngst beschlossene Ausweitung der Tabaksteuer auf seine Produkte bekräftigt. Zur Begründung verwies der Vorsitzende des Verbands, Dustin Dahlmann, in der "Welt am Sonntag" auf "Grundrechtsverstöße" in dem Gesetz, das Bundestag und Bundesrat kürzlich gebilligt hatten. Es liege ein Verstoß gegen das Gebot der Gleichbehandlung vor, argumentierte er.
BDI: Zahl der Hackerangriffe auf deutsche Unternehmen so hoch wie nie zuvor
Deutsche Unternehmen sind nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) stärker denn je Ziel krimineller Attacken. "Noch nie wurde die deutsche Wirtschaft so stark angegriffen wie heute", sagte der Leiter der Abteilung Sicherheit beim BDI, Matthias Wachter, der "Welt am Sonntag". "Die Anzahl der Angriffe ist in der Corona-Pandemie weiter gestiegen, weil Unternehmen im Homeoffice noch verwundbarer sind." Vertreter von Sicherheitsbehörden und Verbänden bestätigen die Entwicklung.
Studie: Schon einmaliger Anbieterwechsel kann Gas-Rechnung deutlich senken
Zur Verringerung steigender Gas-Rechnungen ist laut einer Untersuchung ein regelmäßiger Anbieterwechsel äußerst empfehlenswert. "Auch bei Gaspreisen auf Rekordniveau bietet der Markt enormen Spielraum", sagte der Projekt-Manager beim International Performance Research Institut (Ipri), Sebastian Künkele, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Künkele und seine Kollegen haben im Auftrag des Tarifportals Check24 die Preisentwicklungen in den Jahren 2010 bis 2020 untersucht. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass sich schon ein einmaliger Wechsel lohnt.
Französischer Champagner muss sich in Russland nun "Sekt" nennen
Wegen eines Namensstreits könnte Russlands Oberschicht demnächst gezwungen sein, auf ihre liebste Champagnermarke zu verzichten. Die russische Niederlassung des französischen Herstellers Moët Hennessy kündigte die Einstellung seiner Lieferungen wegen eines neuen russischen Gesetzes an, das das Wort "Champagner" russischen Schaumweinen vorbehält, während die berühmten Tropfen aus dem französischen Landstrich Champagne sich schnöde "Sekt" nennen sollen.
Womöglich mehr aus 1000 Firmen von Cyberattacke auf US-IT-Unternehmen betroffen
Ein massiver Cyberangriff auf die IT-Firma Kaseya aus den USA könnte Experten zufolge mehr als tausend Unternehmen getroffen haben. Die Software von Kaseya sei durch eine Erpressungs-Software manipuliert worden, "um mehr als tausend Unternehmen zu verschlüsseln", teilte die auf Cybersicherheit spezialisierte Beratungsfirma Huntress Labs am Samstag mit. Betroffen war unter anderem die schwedische Supermarktkette Coop, die vorübergehend 800 Filialen schließen musste. US-Präsident Joe Biden schloss eine russische Urheberschaft für den Angriff nicht aus.
Experten: Womöglich mehr als 1000 Firmen von Cyberangriff auf IT-Firma Kaseya betroffen
Von der Ransomware-Cyberattacke auf die US-IT-Firma Kaseya könnten Experten zufolge mehr als tausend Unternehmen betroffen sein. Die VSA-Software von Kaseya sei manipuliert worden, "um mehr als tausend Unternehmen zu verschlüsseln", teilte die auf Cybersicherheit spezialisierte Beratungsfirma Huntress Labs am Samstag mit. Die Cyberattacke ereignete sich vor dem Wochenende, an dem in den USA der Unabhängigkeitstag gefeiert wird.
Verbot von Einwegprodukten aus Plastik in Kraft getreten
Seit Samstag gilt in Deutschland das neue Verpackungsgesetz, das ein Verbot von bestimmten Einweg-Kunststoffprodukten beinhaltet. Damit soll ein Rückgang des Plastikmülls erreicht werden. Betroffen sind nach Angaben des Umweltbundesamtes unter anderem Besteck, Teller, Trinkhalme, Wattestäbchen und Luftballonstäbe sowie Getränkebecher einschließlich Deckeln. Das Verbot gilt auch für Lebensmittelbehälter zum Mitnehmen und Getränkebecher aus Styropor (Polystyrol). Die Umweltorganisation Greenpeace kritisierte die Vorgaben als unzureichend. Die FDP forderte, Plastik zu recyceln statt zu verbieten.
Bericht: EZB-Negativzins ist laut Rechtsgutachten verfassungswidrig
Die anhaltende Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wird in einem Gutachten als verfassungswidrig gewertet. Diese Geldpolitik bedeute eine Enteignung der Sparer und verletze das im deutschen Grundgesetz und im Europarecht garantierte Recht auf Privateigentum, schlussfolgert der frühere Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof in einem Rechtsgutachten für die Sparda Banken, über das die Zeitung "Welt" am Samstag berichtete.
Ransomware-Cyberattacke auf US-IT-Firma Kaseya
Auf eine Netzwerk-Software der US-IT-Firma Kaseya ist eine Ransomware-Cyberattacke verübt worden, von der etwa 200 Unternehmen betroffen sein sollen. Die Computernetzwerke von rund 200 Firmen seien bei dem Hackerangriff "verschlüsselt" worden, erklärte die auf Cybersicherheit spezialisierte Beratungsfirma Huntress Labs am Freitag (Ortszeit).
Ölförderländer vertagen Gespräche über Ausweitung der Produktion erneut
Die wichtigsten ölproduzierenden Länder haben sich am Freitag erneut nicht auf eine Erhöhung der Öl-Fördermenge einigen können. Die Beratungen seien auf Montag vertagt worden, teilten die Opec-Staaten und ihre Partnerländer mit. Vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage nach Öl und wachsender Inflationssorgen beraten die Staaten seit Donnerstag über eine mögliche Ausweitung der Fördermenge.