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Autohändler kritisieren andauernde Schließung ihrer Autohäuser
Deutschlands Autohändler haben mit Unverständnis auf die Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns reagiert. Autohäuser seien mit ihren großen Verkaufsräumen, der geringen Kundenfrequenz und Schutzauflagen laut Robert-Koch-Institut fast so sicher wie Aufenthalte im Freien, erklärte am Dienstag der Präsident des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Jürgen Karpinski. Die Geduld und das Verständnis seien aufgebraucht.
Einzelhandel kritisiert "Tunnelmodus" von Bund und Ländern
Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat den verlängerten Lockdown für den Einzelhandel scharf kritisiert. Nach wie vor konzentriere sich die Corona-Politik ausschließlich auf die Inzidenzen und honoriere nicht ausreichend, dass die Ansteckungsgefahren im Einzelhandel auch von Experten als niedrig beurteilt werden, erklärte der Verband am Dienstag in Berlin. "Bund und Länder agieren nur noch im Tunnelmodus. Die alleinige Fixierung auf die Corona-Inzidenzwerte wird der komplexen Lage nicht gerecht."
Freie Bauern rufen zu Demonstration gegen Insektenschutzprogramm in Berlin auf
Die Organisation Freie Bauern Deutschland hat für Dienstag (12.00 Uhr) zur Demonstration in Berlin gegen das von der Bundesregierung geplante Insektenschutzprogramm aufgerufen. Das Programm nütze den Insekten nichts, senke die landwirtschaftlichen Erträge und ermögliche damit Agrarimporte aus Überssee, für die der Regenwald brenne, heißt es in dem Aufruf. Am Freitag berät der Bundesrat über das Insektenschutzprogramm.
Verbände fordern hohe Investitionen in Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern
Die Automobilindustrie hat gemeinsam mit der Energie- und der Wohnungswirtschaft umfangreiche Investitionen in die Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Mehrfamilienhäusern gefordert. In einem Brief an mehrere Bundesminister hieß es am Montag, auch diese Gebäude müssten "für die Anforderungen von morgen fit gemacht werden, um die Potenziale für die Elektromobilität zu heben". Das Schreiben richteten sie an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD).
Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch geht zurück
In Deutschland geht der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch zurück: Wie das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) am Montag mitteilte, lag der Verzehr 2020 mit im Schnitt 57,3 Kilogramm "so niedrig wie noch nie" seit Beginn der Berechnung 1989. Demnach wurde im vergangenen Jahr Fleisch mit einem Schlachtgewicht von 8,5 Millionen Tonnen erzeugt (minus 1,6 Prozent).
Tausende Amazon-Beschäftigte in Italien in den Streik getreten
In Italien sind am Montag tausende Beschäftigte des Onlinehändlers Amazon aus Protest gegen ihre Arbeitsbelastung erstmals in einen landesweiten Streik getreten. Nach Angaben der Gewerkschaften CGIL, CISL und UIL beteiligten sich "im Schnitt 75 Prozent, in einigen Gebieten 90 Prozent" der Belegschaft an dem Ausstand. Der US-Konzern beschäftigt in Italien 9500 Menschen, nach Gewerkschaftsangaben könnten es mit allen Auslieferern und Fahrern zusammen aber bis zu 40.000 Betroffene sein.
Fast 35 Millionen Tiere lebten 2020 in Deutschlands Haushalten
Fast die Hälfte aller Haushalte hat im vergangenen Jahr einen tierischen Mitbewohner gehabt. Wie der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) und der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZZF) am Montag mitteilten, lebten die Menschen 2020 mit 34,9 Millionen Hunden, Katzen, Kleinsäugetieren und Vögeln zusammen - knapp eine Million mehr als im Vorjahr. In 47 Prozent aller Haushalte gab es demnach mindestens ein Tier.
Berichte über Lebensmittelkontrollen in Berlin dürfen veröffentlicht werden
Das Berliner Verwaltungsgericht hat mehrere Eilanträge von Berliner Restaurantbetreibern abgelehnt. Mit ihren Anträgen wollten die Gastronomen verhindern, dass die Berliner Bezirksämter Informationen über lebensmittelrechtliche Überprüfungen und eventuelle Beanstandungen in ihren Betrieben an die Öffentlichkeit weitergeben, wie das Verwaltungsgericht in Berlin am Montag erklärte. Die Veröffentlichung der Kontrollberichte sei jedoch "durch legitime Zwecke des Verbraucherschutzes gerechtfertigt", erklärte das Gericht zur Urteilsbegründung.
Finanzmärkte reagieren turbulent auf Entlassung des türkischen Zentralbankchefs
In der Türkei haben die Finanzmärkte am Montag geschockt auf die überraschende Entlassung des Zentralbankchefs reagiert: Die Lira stürzte um fast 15 Prozent gegenüber dem Dollar ab, die Kurse an der Börse in Istanbul brachen so stark ein, dass der Handel automatisch zwei Mal ausgesetzt wurde. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte Zentralbankchef Naci Agbal, einen in der Finanzwelt geachteten früheren Finanzminister, am Freitagabend per Dekret entlassen.
Greenpeace beklagt hohe Belastung von Kosmetikprodukten mit Plastik
BSI und BMI starten Kampagne zur sicheren Nutzung digitaler Angebote
Wie erkenne ich Fake-Shops im Internet und mit welchen Sicherheitsvorkehrungen wird das Online-Gaming zum Vergnügen? Diese und weitere Fragen versucht das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in einer neuen gemeinsamen Kampagne mit dem Bundesinnenministerium zu beantworten. Wer sich in einer digitalen Welt sicher bewegen wolle, müsse "informiert sein", betonte BSI-Präsident Arne Schönbohm am Montag.
Sorge in Brüssel über fehlende Einigung mit Großbritannien über Fischfangquoten
In der EU macht sich Sorge wegen der weiterhin fehlenden Einigung mit Großbritannien über Fischfangquoten in gemeinsam bewirtschafteten Gewässern im Nordatlantik und der Tiefsee breit. "Es wird nicht einfach, es gibt noch große Meinungsverschiedenheiten", sagte der portugiesische Minister für Meeresangelegenheiten, Ricardo Serrao, am Montag vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen. Sollten Brüssel und London sich nicht rechtzeitig einigen, müsste die Fischerei eingestellt werden.
Chef der Schweizer Finanzaufsicht wird neuer Bafin-Chef
Der Chef der Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma, Mark Branson, soll neuer Chef der Bafin werden. Das teilte das Bundesfinanzministerium am Montag mit. Branson soll seinen neuen Posten demnach Mitte des Jahres antreten.
Ikea wegen "Stasi"-Methoden in Frankreich vor Gericht
Mit einer Art "Stasi"-Methoden soll die schwedische Möbelhauskette Ikea jahrelang Mitarbeiter in Frankreich ausspioniert haben. Am Montag begann vor dem Strafgericht von Versailles westlich von Paris ein Prozess gegen die französische Ikea-Niederlassung und frühere Manager des Möbelhauses. Den Angeklagten drohen Haftstrafen von bis zu zehn Jahren. Ikea muss zudem mit einer Geldbuße von bis zu 3,75 Millionen Euro rechnen.
Ikea wegen Bespitzelung von Mitarbeitern in Frankreich vor Gericht
Die schwedische Möbelhauskette Ikea soll in Frankreich jahrelang Mitarbeiter ausspioniert haben. Deshalb hat am Montag vor dem Strafgericht von Versailles ein Prozess gegen den Ikea-Konzern und frühere Manager des Möbelhauses begonnen. Den Angeklagten drohen Haftstrafen von bis zu zehn Jahren. Ikea muss zudem mit einer Geldbuße von bis zu 3,75 Millionen Euro rechnen.
Deliveroo strebt Börsenwert von bis zu 10,25 Milliarden Euro an
Der britische Essenslieferdienst Deliveroo strebt bei seinem Börsengang in London einen Börsenwert von bis zu 8,8 Milliarden Pfund (10,25 Milliarden Euro) an. Deliveroo veröffentlichte am Montag die Preisspanne, in der die Aktien verkauft werden sollen: Pro Anteilsschein will Deliveroo demnach zwischen 3,90 Pfund und 4,60 Pfund (5,35 Euro) verlangen. Das Unternehmen will eine Milliarde Pfund über die Ausgabe neuer Aktien einnehmen.
Türkische Lira stürzt nach Entlassung von Zentralbankchef ab
In der Türkei haben die Finanzmärkte am Montag geschockt auf die Entlassung des Zentralbankchefs reagiert: Die Lira stürzte um 17 Prozent gegenüber dem Dollar ab, die Kurse an der Börse in Istanbul brachen so stark ein, dass der Handel für eine halbe Stunde ausgesetzt werden musste. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte Zentralbankchef Naci Agbal, einen in der Finanzwelt geachteten früheren Finanzminister, am Freitagabend per Dekret entlassen.
Umsatz im Gastgewerbe seit Ausbruch der Corona-Pandemie um die Hälfte eingebrochen
Hotels und Gaststätten leiden mit am stärksten unter den Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Von März 2020 bis Januar 2021 sank der Umsatz im Gastgewerbe um 47,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Die Zahl der Beschäftigten ging in diesem Zeitraum um 19,2 Prozent zurück. Der Hotel- und Gaststättenverband forderte erneut eine Öffnungsperspektive - etwa die Öffnung von Biergärten.
Umsatz im Gastgewerbe von März 2020 bis Januar 2021 um fast die Hälfte eingebrochen
Hotels und Gaststätten leiden mit am stärksten unter den Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Von März 2020 bis Januar 2021 sank der Umsatz im Gastgewerbe um 47,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Die Zahl der Beschäftigten ging in diesem Zeitraum um 19,2 Prozent zurück.
Heftiger Streit um Mallorca-Urlaub
Die Urlaubsreisen nach Mallorca mitten in der Corona-Krise sorgen weiter für hitzige Diskussionen. Der Tourismusbeauftragte der Regierung, Thomas Bareiß (CDU), nannte es "bitter, dass wir Mallorca möglich machen", Hotels in Deutschland aber geschlossen bleiben. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sagte dem Deutschlandfunk: "Da kann ich nur den Kopf schütteln und sagen, das geht so überhaupt nicht."
TUI-Chef verteidigt Mallorca-Reisen als sicher
Der Chef des Reisekonzerns TUI Deutschland, Marek Andryszak hat Reisen auf die spanische Urlaubsinsel Mallorca als sicher verteidigt. "Mallorca ist nachgefragt, aber nicht überlaufen", sagte der Manager der "Bild"-Zeitung vom Montag. "Von den 1000 Hotels, die im Hochsommer geöffnet sind, werden nicht mal zehn Prozent zu Ostern zur Verfügung stehen."
Prozess gegen Ikea Frankreich wegen Bespitzelung von Mitarbeitern
Gegen die französische Niederlassung der schwedischen Möbelhauskette Ikea beginnt am Montag ein Prozess wegen Bespitzelung von Mitarbeitern und Bewerbern. Angeklagt sind neben Ikea Frankreich mehrere frühere Manager. Nach Überzeugung der Ermittler bauten sie ein "Bespitzelungssystem" in den Ikea-Möbelhäusern in Frankreich auf, mit dem Informationen über das Privatleben hunderter Mitarbeiter und Bewerber gesammelt wurden, darunter vertrauliche Daten wie etwa Vorstrafen.
Söder kündigt scharfe Regeln in der CSU für alle Nebentätigkeiten an
CSU-Chef Markus Söder hat wegen der Maskenaffäre der Union scharfe Regeln für die Nebentätigkeiten von Mandatsträgern seiner Partei angekündigt. Alle Kandidaten der CSU für den Bundestag müssen in Zukunft eine Integritätserklärung abgeben, dass sie die Regeln ihrer Partei erfüllen, sagte Söder am Sonntag in München. "Das ist nicht ein zahnloser Tiger, sondern ein scharfes Schwert." Es gehe um "volle Transparenz und Konsequenz".
Bahn führt im April neue Telefonnummern für Kunden ein
Ab April sollen Bahnkunden einfacher und günstiger mit Servicemitarbeitern der Deutschen Bahn (DB) per Telefon sprechen können. Laut einer Konzernmitteilung, die AFP am Sonntag vorlag, bündelt die Bahn ihre meist genutzten Kundendienste zum 1. April unter der neuen Service-Nummer 030-2970. Hier erhalten Kunden demnach jederzeit zum Ortstarif Auskunft über Fahrpläne und Tickets sowie Informationen rund um die Bahncard und weitere Serviceleistungen.
Ifo-Chef beklagt Fehlen proaktiver Politik im deutschen Corona-Management
Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen in Deutschland hat Chef des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, vor einem "Stotter-Lockdown" gewarnt. "Ein Problem der Debatte und der aktuellen Politik besteht darin, dass nur in den Alternativen Öffnung versus Lockdown gedacht wird", sagte Fuest der "Augsburger Allgemeinen" (Samstagsausgabe). Der Ökonom beklagte das Fehlen einer "proaktiveren Politik im Corona-Management" in Deutschland.
Vergleichsportal: Handyempfang an Wanderwegen oft unzureichend
Wanderer in Deutschland haben oftmals schon zum Beginn ihrer Tour schlechten oder gar keinen Mobilfunkempfang. An fast jedem zweiten Startpunkt der 28 "schönsten Wanderwege Deutschlands" machte Verivox Verbindungsprobleme bei mindestens einem der drei großen Netzanbieter aus. Das geht aus einer Untersuchung des Vergleichsportals hervor, die AFP am Samstag vorlag. Die Abdeckung reiche "von gar keinem Netz bis hin zu 5G-Highspeed".
Türkischer Zentralbank-Chef entlassen
Nach nur wenigen Monaten im Amt ist der Chef der türkischen Zentralbank entlassen worden. Naci Agbal werde von Sahap Kavcioglu, einem ehemaligen Abgeordneten der Regierungspartei, abgelöst, heißt es in einem am Freitagabend veröffentlichten Präsidialdekret. Die Entlassung erfolgte einen Tag, nachdem die Zentralbank den Leitzins auf 19 Prozent angehoben hatte, um die fortschreitende Inflation in der Türkei einzudämmen.
British Airways erwägt Verkauf des Hauptsitzes wegen großer Homeoffice-Nachfrage
Die britische Fluggesellschaft British Airways erwägt als Reaktion auf die zunehmende Nachfrage nach Homeoffice den Verkauf ihres Hauptsitzes. "Die weltweite Pandemie hat uns gezeigt, dass viele unserer Kollegen gerne von Zuhause arbeiten und dies auch weiterhin tun wollen, und dies hat unseren Ansatz beschleunigt, agilere und flexiblere Arbeitsweisen anzubieten", erklärte BA am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Greenpeace steigt aus Zukunftskommission Landwirtschaft aus
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace verlässt die von der Bundesregierung eingesetzte Zukunftskommission Landwirtschaft und erhebt dabei Vorwürfe gegen Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU). "Für die Arbeit in einer Kommission, deren Vorschläge erst in ferner Zukunft berücksichtigt werden sollen und die offenkundig nur dazu dient, die Ankündigungs- und Verzögerungspolitik der Bundeslandwirtschaftsministerin zu kaschieren, stehe ich nicht zur Verfügung", erklärte Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser am Freitag.
Russische Zentralbank hebt überraschend den Leitzins
Im Kampf gegen die Inflation und vor allem steigende Lebensmittelpreise hat die russische Zentralbank überraschend den Leitzins angehoben. Er wurde um 0,25 Punkte auf 4,5 Prozent angehoben, wie die Bank am Freitag mitteilte. Es war die erste Leitzins-Erhöhung seit Ende 2018. Die "rasche Erholung der Nachfrage und der erhöhte Inflationsdruck" hätten die Rückkehr zu einer neutralen Geldpolitik erforderlich gemacht, hieß es zur Begründung.
Junge Syrer fühlen sich durch Blockaden von Netflix und Zoom isoliert
Netflix und Zoom gelten derzeit rund um den Globus als Rettungsanker im Lockdown - doch im Bürgerkriegsland Syrien, wo etliche Plattformen wegen Wirtschaftssanktionen gesperrt sind, fühlen sich vor allem junge Menschen zunehmend abgeschnitten. "Wir leben in einer Blase, isoliert von der Außenwelt", beschreibt der 35-jährige Mohammed Habasch die Lage. Eine "ganze Generation junger Syrer" hinke technologisch ihren internationalen Altersgenossen hinterher.
Allianz pro Schiene warnt vor Kollaps des deutschen Gleisnetzes
Die Allianz pro Schiene hat vor einer Überlastung des deutschen Schienennetzes gewarnt: Wie das Verkehrsbündnis am Freitag mitteilte, "müssen die Bahnen eine wachsende Verkehrsleistung auf weniger Gleisen bewältigen". Demnach nahmen der Personenverkehr zwischen 1995 und 2019 um 41 Prozent und der Güterverkehr sogar um 83 Prozent zu, während das Schienennetz in der gleichen Zeit um fast 15 Prozent schrumpfte.