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Handelsverband fordert Investitionsoffensive für deutsche Innenstädte
Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert von der künftigen Bundesregierung eine Investitionsoffensive für deutsche Innenstädte. "Unsere Innenstädte sind hart getroffen von den Auswirkungen der Corona-Krise", erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Montag. In der neuen Legislaturperiode müssten die Innenstädte deshalb in den Fokus der Politik rücken. Der HDE forderte ein steuerliches Abschreibungsprogramm für Investitionen in städtebauliche Maßnahmen in Innenstädten.
Dieselpreis steigt auf Allzeithoch
Diesel kostet so viel wie nie - und auch der Benzinpreis kratzt am Allzeithoch. Autofahrer mussten am Sonntag im bundesweiten Durchschnitt 1,555 Euro pro Liter Diesel zahlen und damit mehr als je zuvor, wie der ADAC am Montag mitteilte. Für Benzin der Sorte Super E10 wurden demnach im Durchschnitt 1,667 Euro pro Liter fällig. Das sind nur wenige Zehntelcent vom Allzeithoch entfernt.
Erster Strang von Nord Stream 2 bereit für Gastransport
Der erste Strang der umstrittenen Pipeline Nord Stream 2 ist bereit für den Transport von Gas. Die Befüllung mit sogenanntem technischen Gas sei erfolgreich abgeschlossen worden, teilte die Nord Stream 2 AG am Montag in Zug in der Schweiz mit. Für den zweiten Strang laufen demnach die technischen Vorbereitungen.
Umsatz im Gastgewerbe im August weiter gestiegen
Der Umsatz im Gastgewerbe ist angesichts der zunehmenden Lockerung der Corona-Beschränkungen auch im August weiter gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, legte der Umsatz gegenüber dem Vormonat Juli kalender-, saison- und preisbereinigt um 5,9 Prozent zu. Weiterhin lag er damit aber noch 16,5 Prozent unter dem Niveau des Februars 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.
Verlags-Chef Beck beklagt Papiermangel
Die Rohstoffknappheit trifft auch die Verlage: Ihnen fehlt das Papier, um Bücher zu drucken. "Das ist ein großes Problem“, sagte Jonathan Beck, Chef des Publikumsverlags bei C.H. Beck, dem "Handelsblatt" vom Montag. "Bei vielen Büchern wissen wir jetzt schon, dass vor Weihnachten kein Nachdruck mehr möglich ist", sagte Beck. "Wenn der jetzige Bestand verkauft sein wird, kommt erst nächstes Jahr Nachschub."
Facebook will für "Metaversum" 10.000 Arbeitsplätze in der EU schaffen
Mit der Schöpfung eines "Metaversums" will der stark unter Druck geratene US-Internetriese Facebook aus der Defensive kommen - und für den Aufbau der kollektiv nutzbaren virtuellen Welt tausende Jobs in Europa schaffen. Wie der Konzern ankündigte, sollen in den kommenden fünf Jahren 10.000 "hochqualifizierte" Arbeitsplätze in der Europäischen Union entstehen, um die virtuelle Welt "Metaverse" aufzubauen.
Facebook kündigt Schaffung von 10.000 Arbeitsplätzen in Europa an
Der US-Internetriese Facebook will nach eigenen Angaben in den kommenden fünf Jahren 10.000 neue Arbeitsplätze in der Europäischen Union schaffen. Laut einem am Montag veröffentlichten Blog-Beitrag des Unternehmens sollen die "hochqualifizierten Jobs" entstehen, um die virtuelle Welt "Metaverse" aufzubauen. Chancen auf eine Anstellung haben demnach unter anderem "hochspezialisierte Ingenieure".
Neue Airline soll Süden Jordaniens mit Europa und arabischen Flughäfen verbinden
Eine neue Airline soll den bei Touristen beliebten Süden von Jordanien mit Flughäfen in Europa und der arabischen Welt verbinden. Wie die Nachrichtenagentur Petra berichtete, wurde am Sonntag in Jordanien ein Vertrag zur Gründung der Fluggesellschaft Fly Aqaba unterzeichnet. Das Gründungskapital stammte nach Angaben des Präsidenten der Sonderaufsichtsbehörde der Wirtschaftszone Akaba, Najef Bachit, von jordanischen und saudiarabischen Investoren und hatte ein Gesamtvolumen von umgerechnet 17 Millionen Euro.
US-Verkehrsminister: Lieferkettenprobleme werden bis ins kommende Jahr fortdauern
Die Beeinträchtigungen der globalen Lieferketten werden nach Einschätzung von US-Verkehrsminister Pete Buttigieg bis ins kommende Jahr hinein andauern. Der Minister betonte am Wochenende in mehreren politischen Talkshows, die Regierung von Präsident Joe Biden tue alles, um die Häfen sowie den Transport auf Schienen und Straßen zu entlasten. Dabei würden "all unsere Optionen neu bewertet".
Verbraucherzentrale: Heizkostenanstieg von mehr als 200 Euro im Jahresvergleich
Deutsche Verbraucher müssen wegen steigender Gaspreise mit deutlich höheren Heizkosten rechnen. Aufs Gesamtjahr 2021 gerechnet zahlt ein typischer Familienhaushalt in einem 120 Quadratmeter großen Einfamilienhaus voraussichtlich 1260 Euro für Heizung und Warmwasser; im vergangenen Jahr waren es noch 990 Euro, wie aus einer Beispielrechnung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) für die "Welt am Sonntag" hervorgeht.
Handelsverband lehnt bundesweite 2G- oder 3G-Beschränkungen im Handel ab
Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat bundesweite Corona-Zugangsbeschränkungen für Geschäfte abgelehnt. Gerade in Läden mit hohen Kundenfrequenzen wie dem Lebensmittelhandel, bei Möbel- oder Bekleidungsgeschäften ergebe eine 3G- oder 2G-Regelung keinen Sinn, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagsausgaben). "Die Kontrolle der Impfpässe und der Tests würde bei diesen Branchen zu langen Schlangen vor den Geschäften führen."
Bitcoin-Kurs springt auf über 60.000 Dollar
Der Kurs der Digitalwährung Bitcoin ist am Freitag erstmals seit April wieder über die 60.000-Dollar-Marke gesprungen. Der Kurs näherte sich einem neuen Allzeithoch. Der Grund: Es wird erwartet, dass die US-Börsenaufsicht SEC börsengehandelte Indexfonds (ETF) genehmigen könnte, die an die Kryptowährung gekoppelt sind.
Italiens neue Airline ITA gestartet
Vom Flughafen Mailand ist am Freitag die erste Maschine der neuen italienischen Fluggesellschaft ITA gestartet. Sie flog nach Bari im Süden des Landes, nur wenige Stunden nach der letzten Landung der Alitalia in Rom. Die neue ist weitgehend die alte Airline - allerdings mit dem Vorteil, dass sie von Schulden befreit ist und vom Staat eine neue Kapitalspritze bekam.
Moskau führt Bezahlung per Gesichtserkennung in der Metro ein
Fahrgäste der Metro in Moskau können nun auch per Gesichtserkennung zahlen: Die russische Hauptstadt hat am Freitag mit der umstrittenen Technologie im Nahverkehr begonnen. "Um in die Metro zu kommen, brauchen Passagiere weder eine Karte noch ein Smartphone, sie müssen nur in die Kamera am Drehkreuz schauen", erklärte der für Verkehr zuständige stellvertretende Bürgermeister Maxim Lixutow.
Großbritannien lockert Vorgaben für ausländische Lkw-Fahrer
Großbritannien lockert im Bemühen um eine Lösung der Lieferprobleme die Vorgaben für Lkw-Fahrer aus dem Ausland. Verkehrsminister Grant Shapps kündigte am Freitag im Sender Sky News Regelungen an, die noch vor dem Jahresende in Kraft treten und so das Weihnachtsgeschäft entspannen sollen. Damit dürfen die Fahrer künftig mehr Lieferungen pro Aufenthalt tätigen.
Zentralbank nennt Risiken für Chinas Wirtschaft durch Evergrande "beherrschbar"
Nach wochenlanger Aufregung um den völlig verschuldeten Immobilienentwickler Evergrande hat sich Chinas Zentralbank erstmals dazu geäußert. Das Risiko einer Ansteckung für die chinesische Wirtschaft sei "beherrschbar", zitierten chinesische Medien am Freitag Zentralbankvertreter Zou Lan. Evergrande sei "sehr schlecht geführt" worden und habe "blind" expandiert, kritisierte er.
BGH verhandelt über grenzüberschreitende Wärmedämmung bei Bestandsbau
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sich in seiner Verhandlung am Freitag mit der Rechtmäßigkeit einer nachträglichen Wärmedämmung eines Hauses befasst, die die Grundstücksgrenze überschreitet. Das nordrhein-westfälische Landesrecht erlaubt dies in einigen Fällen. Nun muss der BGH in Karlsruhe prüfen, ob dieses Landesrecht mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Ein Urteil in dem Fall will der BGH am 12. November verkünden. (Az. V ZR 115/20)
Absatz von Neuwagen in Europa bricht wegen Chipmangels brutal ein
Der Halbleitermangel bremst die Autohersteller in Europa brutal aus. Im September fiel der Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 23,1 Prozent, wie der Herstellerverband Acea am Freitag in Brüssel mitteilte. Auch der Verkauf der stark nachgefragten Elektroautos leidet, weil die Hersteller nicht genügend Fahrzeuge anbieten können.
BGH: Vernachlässigte marode Gebäude müssen saniert werden
Eine Eigentümergemeinschaft kann ein Gebäude nicht einfach verfallen lassen und dann ein Nutzungsverbot beschließen. Ein solches Verbot sei rechtswidrig, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Freitag in Karlsruhe. Es ging um ein mehr als 40 Jahre altes Parkhaus in Augsburg. (Az. V ZR 225/20)
EEG-Umlage sinkt 2022 deutlich
Die Umlage zur Förderung des Ökostroms in Deutschland sinkt deutlich von 6,5 Cent auf 3,7 Cent pro Kilowattstunde im kommenden Jahr - den niedrigsten Wert seit zehn Jahren. Für die Haushalte wird der Strom aber vermutlich nicht billiger, weil die Beschaffungskosten für Strom auf Rekordhöhe sind und die Netzentgelte steigen dürften. Verbände und auch der scheidende Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) fordern die komplette Abschaffung der Umlage.
Umfrage: 50 Prozent mehr Leerstand in deutschen Innenstädten erwartet
Die Zahl der Einzelhändler in deutschen Innenstädten dürfte nach einer Umfrage weiter sinken und damit zu mehr Leerstand beitragen: Wie die "Wirtschaftswoche" am Freitag unter Berufung auf Ergebnisse der Studie "Zukunftsfeste Innenstädte" berichtete, rechnen Kommunen und Wirtschaftsvereinigungen mit einem Anstieg des Leerstands um fast 50 Prozent. Demnach lag die Quote leerstehender Geschäfte 2019 vor der Corona-Krise bei rund zehn Prozent.
Einigung im Tarifstreit im Baugewerbe erzielt
Im Tarifstreit im Baugewerbe haben die Gewerkschaft IG BAU und die Arbeitgeber eine Einigung erzielt und Streiks damit vorerst abgewendet. Wie beide Seiten in der Nacht zum Freitag mitteilten, gelang ein Kompromiss in der zweiten Schlichtungsrunde. Das erzielte Tarifpaket läuft demnach bis Ende 2024 und sieht höhere Einkommen, einen Ost-West-Angleich und pauschale Regelungen für die bis zuletzt umstrittene Entschädigung für Wegezeiten vor.
Mehr als 10.000 Beschäftigte bei US-Traktorbauer Deere & Company streiken
Nach gescheiterten Vertragsverhandlungen haben mehr als 10.000 Beschäftigte des US-Traktorbauers Deere & Company am Donnerstag ihre Arbeit niedergelegt. Der Streik in 14 US-Filialen erfolgte nach gescheiterten Gesprächen über einen Deal zwischen dem Landmaschinenhersteller und der Automobilgewerkschaft UAW. "Unsere Mitglieder bei John Deere streiken für die Möglichkeit, einen angemessenen Lebensunterhalt zu verdienen, in Würde in Rente zu gehen und faire Arbeitsregeln einzuführen", erklärte der UAW-Vorsitzende der Landwirtschaftsabteilung, Chuck Browning.
Microsoft schließt Karrierenetzwerk Linkedin in China
Der US-Software- und Internetriese Microsoft schließt sein Karrierenetzwerk Linkedin in China. Zur Begründung nannte der Konzern am Donnerstag ein "herausforderndes Betriebsumfeld" und strengere Richtlinien in dem Land. "Während wir erfolgreich darin waren, chinesischen Nutzern zu helfen, Jobs und wirtschaftliche Chancen zu finden, hatten wir nicht denselben Erfolg bei den sozialeren Aspekten, zu teilen und informiert zu bleiben."
Boeing hat neue Probleme bei seinem Dreamliner
Der US-Flugzeugbauer Boeing hat neue Probleme mit seinem 787 Dreamliner. Wie ein Konzernsprecher am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP sagte, informierte ein Zulieferer Boeing darüber, dass einige Bauteile "unsachgemäß hergestellt" worden seien. Noch nicht ausgelieferte Flugzeuge sollten deswegen überarbeitet werden. Boeing gehe aber nicht davon aus, dass ein Sicherheitsrisiko bei bereits ausgelieferten Maschinen bestehe. Mögliche künftige Schritte würden in Abstimmung mit der US-Flugaufsichtsbehörde FAA erfolgen.
Bundesländer mit Opel-Standorten fordern Zukunftsperspektive
Die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen haben angesichts einer möglichen Ausgliederung zweier Opel-Werke sowie des dreimonatigen Produktionsstopps in Eisenach eine Zukunftsperspektive für die Standorte in Deutschland gefordert. "Beide Sachverhalte führten in der deutschen Öffentlichkeit zu Zweifeln und Besorgnis", erklärten Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) sowie die Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) und Bodo Ramelow (Linke) in einem Brief an den Opel-Mutterkonzern Stellantis.
1100 Haushalte im Ahrtal wieder ans Gasnetz angeschlossen
Rund drei Monate nach der verheerenden Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz sind 1100 Haushalte im Ahrtal wieder ans Gasnetz angeschlossen worden. Am Donnerstag ging eine mobile Gasversorgungsanlage für die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler in Betrieb, wie das Innenministerium mitteilte. Diese diene der Wärmeversorgung. Parallel dazu werde an der Wiederherstellung der regulären Leitungen gearbeitet.
Zahl der wöchentlichen Arbeitslosenmeldungen in den USA unter Marke von 300.000
In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Arbeitslosenmeldungen erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie unter die Marke von 300.000 gerutscht. Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte, meldeten sich in der vergangenen Woche 293.000 Menschen neu arbeitslos. Das waren 36.000 Arbeitslosenmeldungen weniger als in der Vorwoche und der niedrigste Wert seit Mitte März 2020.
USA planen sieben neue Offshore-Windparks in kommenden Jahren
Die US-Regierung plant den Bau von sieben neuen Offshore-Windparks vor den Küsten des Landes. Die zuständige Innenministerin Deb Haaland sagte am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Windkraft-Konferenz in Boston, die entsprechenden Lizenzen sollten bis 2025 verkauft werden. Entstehen sollen die Windparks an der Atlantikküste, der Pazifikküste und im Golf von Mexiko.
Uniqlo-Mutterkonzern verbucht Rekordgewinn
Der japanische Konzern Fast Retailing, Mutterhaus der Modekette Uniqlo, hat vor dem Hintergrund der sich entspannenden Corona-Restriktionen einen Rekordgewinn verbucht. Unter dem Strich stand im bis Ende August laufenden Geschäftsjahr ein Gewinn von knapp 170 Milliarden Yen (1,29 Milliarden Euro). Das war ein Plus von 88 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.
Kreise: EEG-Umlage sinkt 2022 deutlich auf 3,7 Cent pro Kilowattstunde
Die Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien (EEG-Umlage) sinkt im kommenden Jahr deutlich: 2022 soll sie rund 3,7 Cent pro Kilowattstunde betragen, wie die AFP am Donnerstag aus Branchenkreisen erfuhr. Bisher betrug die Umlage 6,5 Cent pro Kilowattstunde.
Wasserverband warnt vor Umweltrisiken bei Unfällen in Tesla-Batterieproduktion
Wegen des Baus des großen Tesla-Fabrik in Brandenburg warnt der zuständige Wasserverband vor Risiken für die Grundwasserversorgung. "Unsere Sorge ist, dass bei Störfällen, insbesondere in der geplanten Batteriefabrik, eine Kontaminierung des Grundwassers nicht ausgeschlossen werden kann", sagte der Chef des Wasserverbands Strausberg-Erkner (WSE), André Bähler, dem "Handelsblatt". Er forderte ein Gutachten dazu.