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EZB-Ratsmitglied Schnabel: Keine langfristige Inflation in Deutschland zu erwarten
Angesichts der zuletzt stark gestiegenen Inflationsraten in Deutschland hat die Wirtschaftswissenschaftlerin Isabel Schnabel, Mitglied im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB), Entwarnung gegeben. Es sei zu erwarten, dass "sich die Inflation im Euroraum, und auch in Deutschland, voraussichtlich im kommenden Jahr wieder spürbar abschwächen" werde, sagte Schnabel am Montag beim Baden-Badener Unternehmergespräch. Drei zentrale Inflationstrends behalte die EZB jedoch im Blick.
UPS rechnet mit anhaltenden Problemen in Lieferketten auch im Jahr 2022
Das Versandunternehmen UPS bereitet sich auf anhaltende Probleme in der Lieferkette vor. "Die Logistikbranche geht nicht davon aus, dass es 2022 weniger Störungen in den Lieferketten geben wird als 2021", sagte der für das internationale Geschäft zuständige UPS-Manager Scott Price der Nachrichtenagentur AFP. Er rechne jedoch nicht damit, dass die Störung zu einem massiven Anstieg der Transportkosten führen werde.
Preise für Aluminium erreichen höchsten Stand seit 13 Jahren
Der Preis für eine Tonne Aluminium hat am Montag die Marke von 3000 Dollar (2544 Euro) und somit den höchsten Stand seit 13 Jahren erreicht. Ein Grund für den Anstieg ist der Militärputsch Anfang September in Guinea: Das westafrikanische Land verfügt über große Vorkommen von Bauxitgstein, das zur Herstellung von Aluminium benötigt wird.
Greenpeace: Herstellung tierischer Lebensmittel umweltschädlicher als angenommen
Die negativen Auswirkungen der Herstellung tierischer Lebensmittel auf das Klima fallen laut Analyse der Umweltorganisation Greenpeace höher aus als bisher angenommen. Mit 120 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalenten pro Jahr sei die Umweltbelastung durch Tierhaltung rund drei mal so hoch wie vom Bundeslandwirtschaftsministerium berechnet, erklärte Greenpeace am Montag. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, dürften bis 2035 nur noch halb so viele Tiere in der Landwirtschaft gehalten werden wie heute.
Studie: Soziale Not oft kein Grund für Erwerbstätigkeit im Rentenalter
Immer mehr Menschen arbeiten auch nach Eintritt in die Rente weiter oder suchen sich eine Nebentätigkeit. Soziale oder finanzielle Not seien dabei jedoch nicht die ausschlaggebende Motive, erklärte das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Montag. Das durchschnittliche Renteneinkommen von erwerbstätigen Rentnern lag demnach nicht unter dem von Nichterwerbstätigen und komme als Erklärung somit nicht in Frage.
RBB-Verbrauchermagazin: Loses Obst und Gemüse meist teurer als verpackt
Im Supermarkt und Discounter ist loses Obst oder Gemüse laut einer Stichprobe des RBB-Verbrauchermagazins "Supermarkt" fast immer teurer als vergleichbare Ware in der Verpackung. "Supermarkt" verglich 50 verschiedene Produkte und fand "mehrfach gravierende Preisunterschiede", wie der RBB am Montag mitteilte.
Kohle wichtigster Energieträger für Stromerzeugung im ersten Halbjahr 2021
Im ersten Halbjahr 2021 stammte der ins deutsche Stromnetz eingespeiste Strom vor allem aus konventionellen Energieträgern. Wichtigster Energieträger sei die Kohle gewesen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mit. Im ersten Halbjahr 2020 sei es noch die Windkraft gewesen - im Frühling dieses Jahres habe es aber weniger Wind gegeben.
Bericht: Alipay muss Kreditgeschäft auf staatliche Anordnung hin abspalten
Die Behörden in China gehen einem Bericht der "Financial Times" zufolge weiter hart gegen den Onlineriesen Alibaba vor: Der Online-Bezahldienst Alipay müsse auf staatliche Anordnung hin sein Geschäft mit Kleinstkrediten abspalten, berichtete die Zeitung am Montag unter Berufung auf eine "informierte Person". Alipay ist der führende Online-Bezahldienst in China; er gehört zum Finanzarm von Alibaba, der Ant Group.
Lebensmittel-Lieferdienst Getir will in Deutschland stark expandieren
Der türkische Schnelllieferdienst für Lebensmittel, Getir, plant zwei Monate nach seinem Start in Berlin eine rasche Ausweitung des Geschäfts auf dem deutschen Markt. Die Zahl der Mitarbeiter soll bis Ende des laufenden Jahres von derzeit 300 auf rund 1000 steigen. "Für die nächsten zwei Jahre gehe ich von 10.000 Arbeitsplätzen in Deutschland aus", sagte Unternehmenschef Nazim Salur der "Welt" vom Montag.
Bericht: Genereller Lockdown wäre viermal teurer als Ausschluss von Ungeimpften
Ein erneuter Lockdown für alle Bundesbürger würde einem Bericht zufolge viermal so hohe finanzielle Schäden verursachen wie ein Ausschluss Ungeimpfter. Das zeigen Berechnungen des Leibnitz-Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), wie das "Handelsblatt" am Sonntag berichtete. Erneute Einschränkungen würden demnach je nach Ausgestaltung zwischen 6,5 und 52 Milliarden Euro an Wertschöpfung kosten.
Auch ohne Tempolimit fahren 77 Prozent der Autofahrer unter 130 km/h
Auch ohne Tempolimit fahren 77 Prozent der Autofahrer auf deutschen Autobahnen einer Studie zufolge langsamer als 130 Stundenkilometer. Wie die "Bild am Sonntag" berichtete, fahren laut einer Analyse des Institutes der deutschen Wirtschaft weitere zwölf Prozent zwischen 130 und 140 Stundenkilometer. Gut neun Prozent bleiben zwischen 140 und 160 Stundenkilometer, und weniger als zwei Prozent sind schneller als 160 Stundenkilometer unterwegs.
Tausende Menschen demonstrieren in München für Mobilitätswende
Tausende Menschen haben am Samstag in München anlässlich der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) für eine Mobilitätswende demonstriert. Mit einer Fahrrad-Sternfahrt und Fußgängerdemonstration forderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Abkehr von der autodominierten Verkehrspolitik und Vorrang für den Fuß-, Rad- und Nahverkehr. Nach Angaben der Polizei nahmen an der Fahrrad-Sternfahrt rund 10.000 Menschen teil, an der Fußgängerdemonstration rund 4500. Die Veranstalter selbst sprachen von insgesamt rund 25.000 Teilnehmern.
Tausende Menschen demonstrieren in Berlin für bezahlbare Mieten
Tausende Menschen sind in Berlin am Samstag mit der Forderung nach bezahlbaren Mieten auf die Straße gegangen. "Das riesige Wohnproblem in unserem Land muss endlich gelöst werden", forderte der Berliner Mieterbund, der die Veranstaltung gemeinsam mit dem "Berliner Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn" koordiniert hatte. Die Demonstration stand unter dem Motto "Wohnen für alle".
Österreichsgegen Aufweichung des EU-Stabilitätspakt
Österreichs Finanzminister Gernot Blümel hat seinen Widerstand gegen eine Aufweichung des Stabilitätspakts der EU beim Treffen der Finanzminister in Slowenien bekräftigt. "Überspitzt gesagt ist das wie ein Tempolimit vor der Schule: Wenn sich daran nicht gehalten wird, lautet die Lösung, mehr Kontrollen und härtere Strafen, und nicht einfach das Tempolimit aufzuheben", sagte der Christdemokrat nach Information von Deutsche Tageszeitung, in einem aktuellen Interview. Die Finanzminister der EU beraten seit Freitag in Kranj nordwestlich der slowenischen Hauptstadt Ljubljana über die Folgen der Corona-Pandemie und Steuerfragen. Mehrere Mitgliedstaaten machen Druck, perspektivisch die Defizitregeln zu lockern. Wegen der Milliardenhilfen in der Corona-Krise hatte die EU die sogenannten Maastricht-Kriterien vorerst ausgesetzt. Dazu gehört auch die Drei-Prozent-Grenze für die Neuverschuldung der Länder. Neben den Covid-Hilfen diskutieren die Minister - darunter auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) - auch darüber, ob es für staatliche Investitionen in den Klimaschutz beim Stabilitätspakt Ausnahmen geben soll. Blümel ist dagegen, diese Regeln für solide Haushaltsführung mit neuen Ausnahmen zu versehen: "Am Anfang einer Debatte sollte man nicht direkt von roten Linien sprechen, doch ich werde extrem vorsichtig, wenn ich sehe, dass schon direkt am Start dieser Reformdebatte neue Ausnahmen gefordert werden", sagte er der SZ. Denn beim Stabilitätspakt "haben wir leider Gottes immer wieder erlebt, dass Ausnahmen von genau denen gefordert oder auch genutzt wurden, die nicht willens oder in der Lage waren, die Regeln einfach einzuhalten". Auch Scholz hat einer Lockerung der europäischen Schuldenregeln eine Absage erteilt. Es droht somit ein Konflikt zwischen den sogenannten "sparsamen" EU-Staaten, zu denen neben Österreich auch die Niederlande und Schweden gehören, und weniger strengen Staaten wie Frankreich und Spanien. (N.Loginovsky--DTZ)
Bahn legt neues Angebot vor und fordert von GDL Rückkehr an Verhandlungstisch
Die Deutsche Bahn (DB) hat am Samstag ein neues Tarifangebot vorgelegt, mit dem sie weitere Streiks abwenden und die Rückkehr der Lokführergewerkschaft GDL an den Verhandlungstisch erreichen will. Die Bahn biete neben einer Lohnerhöhung von 3,2 Prozent und einer Corona-Prämie für 2021 eine "zusätzliche Entgeltkomponente" an, teilte das Unternehmen mit, ohne diese näher zu benennen. Der Konzern sei zudem bereit, "den Anwendungsbereich der GDL Tarifregelungen in den heutigen GDL Mehrheitsbetrieben zu überprüfen".
Pakistan will ab Montag wieder kommerzielle Flüge nach Afghanistan anbieten
Die staatliche pakistanische Fluggesellschaft PIA will ab Montag den kommerziellen Flugverkehr in die afghanische Hauptstadt Kabul wieder aufnehmen. "Wir haben alle technischen Genehmigungen für den Flugbetrieb", sagte ein Sprecher des Unternehmens am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Der erste Flug werde am 13. September von Islamabad aus nach Kabul starten.
Weitere Proteste gegen Internationale Automobil-Ausstellung in München erwartet
Verschiedene Aktionsbündnisse haben für Samstag zu Protesten gegen die diesjährige Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in München aufgerufen. Das Aktionsbündnis "Sand im Getriebe", das bereits am Freitag in der bayerischen Landeshauptstadt demonstriert hatte, rief zu einer "Massenaktion zivilen Ungehorsams" auf. Das Bündnis "Aussteigen" plant eine Fahrradsternfahrt und Demonstration. Die Abschlusskundgebung soll ab 15.00 Uhr in der Münchner Innenstadt auf der Theresienwiese stattfinden.
Gericht: Apple muss Zahlungssystem für App-Entwickler öffnen
Der US-Technologieriese Apple muss laut einem Gerichtsbeschluss das Zahlungssystem seines App-Stores für Entwickler öffnen. Der Konzern dürfe App-Entwickler nicht länger zur Nutzung seines Bezahlsystem zwingen, ordnete eine kalifornische Bundesrichterin am Freitag in ihrem Urteil zum Streit zwischen Apple und dem Videospiel-Entwickler Epic Games ("Fortnite") an. Zugleich wies Richterin Yvonne Gonzalez Rogers den Vorwurf von Epic Games zurück, Apple verfüge über ein Monopol.
Urteil: Apple muss Zahlungssystem für App-Entwickler öffnen
Im Streit um die Regeln des App-Stores von Apple hat eine US-Richterin angeordnet, dass der Technologie-Konzern sein Zahlungssystem öffnen muss. Die kalifornische Bundesrichterin Yvonne Gonzalez Rogers veröffentlichte am Freitag ihr mit Spannung erwartetes Urteil in dem vom Videospiel-Entwickler Epic Games ("Fortnite") angestrengten Prozess gegen Apple.
Betrugsprozess gegen US-Bluttest-Unternehmerin Holmes unterbrochen
Der Betrugsprozess gegen die frühere Bluttest-Unternehmerin Elizabeth Holmes in Kalifornien ist wegen eines Corona-Verdachtsfalls unterbrochen worden. Eine für Freitag geplante Verhandlung sei "vorsorglich" abgesagt worden, sagte der Richter Edward Davila am späten Donnerstagabend (Ortszeit) in einer Online-Anhörung. Grund ist der mögliche Kontakt eines Geschworenen mit einem Corona-Infizierten vor Prozess-Beginn.
Umwelthilfe plädiert für "Werbung - Ja bitte"-Schilder an Briefkästen
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert, dass für den Erhalt unadressierter Werbepost eine ausdrückliche Zustimmung am Briefkasten nötig ist. Durch ein gesetzliches "Opt-in-Verfahren" ließen sich jährlich bis zu 535.000 Tonnen CO2 einsparen, erklärte die DUH am Freitag. Werbung dürfe dann nur noch in Briefkästen geworfen werden, wenn dies ausdrücklich erwünscht sei, etwa mit einem "Werbung - Ja bitte"-Schild.
Union und Grüne attackieren Scholz wegen Umgangs mit Durchsuchung von Ministerium
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) steht wegen seiner Äußerungen zur Durchsuchung seines Ministeriums in Zusammenhang mit Geldwäscheermittlungen in der Kritik. Als Reaktion auf die Razzia "der Staatsanwaltschaft zu sagen, was sie besser getan hätte, kennt man sonst nur von populistischen Staaten", sagte CDU-Chef Armin Laschet am Freitag in Berlin. Ein solches Verhalten sollte man sich "als Stilmerkmal nicht zueigen machen", sagte der Unions-Kanzlerkandidat weiter.
Gazprom meldet die Fertigstellung von Nord Stream 2
Der russische Energieriese Gazprom hat die Fertigstellung der umstrittenen deutsch-russischen Gas-Pipeline Nord Stream 2 verkündet. Konzernchef Alexej Miller habe am Freitagmorgen gesagt, der Bau der Pipeline sei "vollständig abgeschlossen", erklärte Gazprom in einer Mitteilung im Messengerdienst Telegram. Erst am Montag hatte die Betreiberfirma der Pipeline, die Nord Stream 2 AG, mitgeteilt, dass das letzte Rohr der beiden Stränge verschweißt worden sei. Die Betreibergesellschaft will die Pipeline vor Jahresende in Betrieb nehmen. Hinter dem Projekt stehen neben Gazprom auch Uniper und Wintershall Dea aus Deutschland, der französische Konzern Engie, der britisch-niederländische Konzern Shell sowie OMV aus Österreich als Finanzinvestoren. Der Bau von Nord Stream 2 hatte im Mai 2018 begonnen. Die etwa 1200 Kilometer lange, aus zwei Leitungen bestehende Pipeline soll künftig in weitaus größerem Umfang als bislang russisches Erdgas nach Deutschland bringen.Der Bau der Röhren auf dem Grund der Ostsee hatte sich insbesondere wegen Widerstands der USA verzögert. Ende 2019 verhängte die damalige Regierung von US-Präsident Donald Trump Sanktionen, um die Fertigstellung der Pipeline zu verhindern. Die Bauarbeiten wurden daraufhin ausgesetzt.Erst im Juli dieses Jahres gab es zu dem Projekt eine Einigung mit den USA. Umstritten ist das deutsch-russische Projekt auch innerhalb Europas. Befürchtet wird, dass sie die Position traditioneller Gas-Transitländer wie der Ukraine schwächen könnte. Umweltschützer wiederum kritisieren die Pipeline aus klimapolitischen Gründen. (N.Loginovsky--DTZ)
Scholz verteidigt vor Bundestagswahl EU-Schuldengrenze
Gut zwei Wochen vor der Bundestagswahl hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) einer Lockerung der europäischen Schuldenregeln eine Absage erteilt. Scholz wies am Freitag bei einem EU-Finanzministerrat im slowenischen Kranj indirekt auch den Vorwurf von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zurück, er steuere als SPD-Kanzlerkandidat auf ein Linksbündnis zu und stehe für eine europäische "Schuldenunion". Zugleich ging Scholz auf Distanz zum engsten EU-Partner Frankreich, mit dem im Falle eines Wahlsiegs ein Konflikt um die Haushaltsdisziplin droht.
Lage ein Jahr nach erstem Schweinepestfall "weiterhin dynamisch"
Ein Jahr nach Feststellung des ersten Falls von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Deutschland ist die Situation angespannt. "Das Ausbruchsgeschehen ist weiterhin dynamisch und der Infektionsdruck aus Polen bleibt hoch", beschrieb der parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Uwe Feiler (CDU), am Freitag in einer Zwischenbilanz des Ministeriums die Lage. Es sei aber gelungen, die Ausbreitung der Seuche "erst einmal auf relativ kleine Gebiete" zu begrenzen.
Heil wirbt für Einigung im Tarifkonflikt bei der Bahn
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hofft auf eine schnelle Lösung im Tarifkonflikt der Lokführergewerkschaft GDL mit der Deutschen Bahn. "Ich habe Verständnis für den Unmut von Fahrgästen, wenn lange gestreikt wird", sagte Heil dem "Spiegel". Er könne "nur hoffen, dass die Beteiligten zur Kooperation zurückfinden".
Unterschriftenaktion zur höheren Besteuerung von Reichen gestartet
Mehrere Organisationen haben gemeinsam eine Unterschriftensammlung für die höhere Besteuerung von Reichen gestartet. Unter dem Motto "Steuerprivilegien kippen" sollen sich Bürgerinnen und Bürger "für eine faire Besteuerung" stark machen, wie das Netzwerk Steuergerechtigkeit, die Bürgerbewegung Finanzwende und die Millionärs-Initiative #taxmenow am Freitag mitteilten.
Frankreich nennt EU-Schuldenregeln "obsolet"
Frankreich und andere EU-Länder stellen die gemeinsamen Regeln gegen übermäßiges Schuldenmachen in Frage: Der französische Finanzminister Bruno Le Maire sagte am Freitag vor einem Treffen der Euro-Länder im slowenischen Kranj, die Defizit-Vorgaben seien teils "obsolet". Spaniens Finanzministerin Nadia Calviño sprach sich für eine "Vereinfachung der Regeln und ihre Anpassung an die Realität" aus.
Zahl der Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr deutlich gesunken
Eine Insolvenzwelle bei Unternehmen infolge der Corona-Krise ist im ersten Halbjahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ausgeblieben. Stattdessen sei die Zahl gemeldeter Unternehmensinsolvenzen weiter gesunken, erklärte das Bundesamt am Freitag. Demnach wurden von den deutschen Amtsgerichte 7408 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet - 17,7 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2020 und 22,9 Prozent weniger als im von der Corona-Krise unbeeinflussten ersten Halbjahr 2019.
Nord Stream 2 ist fertig und sorgt weiter für Streit
Gute drei Jahre nach Baubeginn ist die deutsch-russische Gaspipeline Nord Stream 2 fertig - und lässt einen alten Streit neu aufflammen: Der Kreml forderte am Freitag eine zügige Inbetriebnahme, die ukrainische Regierung kündigte an, sie werde das Projekt weiterhin bekämpfen. Zuvor hatte der russische Energieriese Gazprom, der an der Pipeline maßgeblich beteiligt ist, die Fertigstellung verkündet.
Gazprom meldet Fertigstellung von Nord Stream 2
Die deutsch-russische Gaspipeline Nord Stream 2 ist fertig - und sorgt umgehend für neuen Streit: Der Kreml forderte am Freitag eine zügige Inbetriebnahme, die ukrainische Regierung kündigte an, sie werde das Projekt "bekämpfen". Zuvor hatte der russische Energieriese Gazprom, der an der Pipeline maßgeblich beteiligt ist, die Fertigstellung verkündet.
Inflationsrate im August mit 3,9 Prozent auf höchstem Stand seit 1993
Die Verbraucherpreise in Deutschland steigen so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr: Im August lag die Inflationsrate bei 3,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte und damit vorläufige Angaben von Ende August bestätigte. Eine höhere Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahresmonat hatte es zuletzt im Dezember 1993 mit einem Anstieg von 4,3 Prozent gegeben. Im Vergleich zum Vormonat Juli 2021 blieben die Verbraucherpreise allerdings unverändert.